

Österreich - die ganze Geschichte
ORF III
Der Podcast zur großen History-Dokureihe von ORF III. Eine Spurensuche nach den großen Themen von heute in unserer Geschichte. Die namhaftesten Historikerinnen und Historiker des Landes stehen Mariella Gittler Rede und Antwort über gegenwartsrelevante Themenkomplexe wie „Klima und Umwelt“, „Gesellschaft und Frauen“, „Ernährung und Gesundheit“, „Migration und Minderheiten“, „Demokratie und Menschenrechte“ u.v.m.
Episodes
Mentioned books

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Sep 5, 2025 • 27min
Roter Bär trifft Alpenrepublik
Wolfgang Müller, ein Historiker mit Fokus auf das Habsburgerreich und Russland, diskutiert die komplexe Beziehung zwischen Wien und Moskau. Er beleuchtet entscheidende Wendepunkte, von frühen diplomatischen Kontakten über den Ersten Weltkrieg bis hin zu den Spannungen im Kalten Krieg. Müller erklärt, wie historische Misstrauen und strategische Interessen auch heute das Verhältnis zu Russland beeinflussen, und gibt Einblicke in wirtschaftliche Kooperationen sowie gescheiterte Vermittlungsversuche in der Gegenwart.

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Aug 29, 2025 • 1h 4min
Der lange Weg zum Staatsvertrag
Wolfgang Müller, ein renommierter Historiker und Professor, der sich auf russische Archive spezialisiert hat, erläutert den Weg zum Österreichischen Staatsvertrag von 1955. Er beschreibt die geheimen Verhandlungen zwischen den Alliierten und die entscheidende Rolle der USA. Müller erklärt, warum Neutralität kein expliziter Teil des Vertrags war und beleuchtet die Schlüsselpunkte, wie das Anschlussverbot und die Grenzen. Zudem geht er auf die Herausforderungen und Kritiken am Vertrag ein, einschließlich des Minderheitenschutzes und der militärischen Einschränkungen.

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Aug 22, 2025 • 39min
Gleichgewicht des Schreckens – Das Ende des Kalten Kriegs
Wolfgang Müller, Historiker und Experte für den Kalten Krieg, spricht über die komplexen Hintergründe dieser Ära. Er beleuchtet Gorbatschows Reformen, die entscheidend für das Ende der Sowjetunion waren. Müller diskutiert die Rolle wirtschaftlicher Schwächen, den Einfluss der Protestbewegungen und die Bedeutung von Entspannungspolitik. Interessant ist auch, wie die Zusammenarbeit zwischen Gorbatschow und Reagan zur Beendigung des Konflikts führte. Zudem wird die Frage aufgeworfen, ob wir uns erneut in einem Kalten Krieg befinden.

Aug 15, 2025 • 39min
Geteilte Welt – Die Anfänge des Kalten Kriegs
Wolfgang Müller, Professor für russische Geschichte an der Universität Wien, taucht tief in die Anfänge des Kalten Kriegs ein. Er erklärt, wie der Koreanische Krieg als erster Stellvertreterkonflikt die geopolitischen Spannungen anheizte. Müller beleuchtet die ideologischen Fronten zwischen Kommunismus und Kapitalismus und die entscheidende Rolle von Atomwaffen. Zudem wird Österreichs Nachkriegsentwicklung thematisiert und die angespannte Stimmung des Kalten Krieges, die den Alltag der Menschen prägte, hervorgehoben.

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Aug 8, 2025 • 34min
Hunger, Überfluss, Identität – Österreichs Ernährungsgeschichte
Ernst Langthaler, Wirtschafts- und Sozialhistoriker an der Johannes Kepler Universität Linz, taucht tief in die Ernährungsgeschichte Österreichs ein. Er spricht über den Wandel vom Überfluss der Hofgesellschaft zur Mangelwirtschaft nach den Weltkriegen. Besonders interessant ist die Analyse der sozialen Unterschiede im Fleischkonsum und die Auswirkungen von Ideologien auf die Nahrungsmittelverteilung nach dem Krieg. Außerdem beleuchtet er die Rolle der Agrarstatistik und die Entwicklung globaler Nahrungsregime, die auch Österreichs Ernährung beeinflussen.

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Aug 1, 2025 • 25min
Kriegsware und Superfood – Das doppelte Gesicht der Sojabohne
In dieser Folge spricht Ernst Langthaler, Wirtschafts- und Sozialhistoriker an der Johannes Kepler Universität Linz und Soja-Experte, über die faszinierende Geschichte der Sojabohne. Er beleuchtet ihren Weg von der Wiener Weltausstellung 1873 bis zur strategischen Rolle im Zweiten Weltkrieg. Langthaler erklärt, wie Soja zur globalen Schlüsselressource wurde und warum sie zeitweise den Namen „Nazibohne“ trug. Außerdem wird die Abhängigkeit Chinas von Soja und die Herausforderungen des Sojaanbaus in Österreich diskutiert.

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Jul 25, 2025 • 22min
Zwischen Schuld und Schilling – Die Wirtschaft nach 1945
In dieser interessanten Diskussion beleuchtet der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Ernst Langthaler die österreichische Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Er beschreibt, wie alte Strukturen aus der Zeit des Nationalsozialismus weiterhin Einfluss hatten und dass Österreich erheblich vom Erbe dieser Vergangenheit profitierte. Zudem wird der Opfermythos kritisch hinterfragt, während die Gesellschaftsveränderungen der 80er und 90er Jahre als Wendepunkt für den Umgang mit dieser Geschichte betrachtet werden. Ein spannendes Gespräch über Identität und Verantwortung!

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Jul 18, 2025 • 29min
Land der Äcker – Bauern und Eigentum in Österreich
Ernst Langthaler, Wirtschafts- und Sozialhistoriker an der Johannes Kepler Universität Linz, teilt spannende Einblicke in die Geschichte des Bodenbesitzes in Österreich. Er erläutert, wie die Revolution von 1848 den Landbesitz beeinflusste und die Rolle der Grundentlastung für Bauernfamilien. Langthaler diskutiert die symbolische Bedeutung des Bodens in der nationalen Identität, die von der Bundeshymne bis zur ersten Schillingmünze reicht. Auch die Herausforderungen zwischen Klein- und Großbetrieben sowie die Transformation der Landwirtschaft werden thematisiert.

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Jul 11, 2025 • 19min
HIV in Österreich: Geschichte und Kampf
Dr. Daniela Angetta-Pfeiffer, Wissenschaftshistorikerin, gibt tiefgehende Einblicke in die Anfänge der HIV-Epidemie in den 1980er-Jahren in Österreich. Sie spricht über die damit verbundenen Ängste und die Stigmatisierung der Erkrankung. Die Entwicklung von medizinischen Fortschritten und modernen Therapien wird ebenso erörtert. Außerdem beleuchtet sie die Rolle von Charity-Veranstaltungen, die das Bewusstsein für HIV fördern, und diskutiert präventive Maßnahmen, um Infektionen zu vermeiden.

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Jul 4, 2025 • 21min
Hakenkreuz & Hypokrates – Medizin in der NS-Zeit
Dr. Daniela Angetter-Pfeiffer, Historikerin mit Schwerpunkt auf der Wiener Medizin im Nationalsozialismus, beleuchtet die erschreckende Verstrickung von Ärzten und Wissenschaftlern in das NS-Regime. Sie diskutiert, wie viele Mediziner ihre Ethik aufgaben und stattdessen rassistische Ideologien unterstützten. Die brutalen Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderungen sowie die Nachwirkungen der SS-Ärzte in der Gesellschaft nach dem Krieg werden kritisch hinterfragt. Diese Auseinandersetzung bietet einen aufrüttelnden Blick auf eine dunkle Zeit der Medizingeschichte.


