
Österreich - die ganze Geschichte Hunger, Überfluss, Identität – Österreichs Ernährungsgeschichte
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Aug 8, 2025 Ernst Langthaler, Wirtschafts- und Sozialhistoriker an der Johannes Kepler Universität Linz, taucht tief in die Ernährungsgeschichte Österreichs ein. Er spricht über den Wandel vom Überfluss der Hofgesellschaft zur Mangelwirtschaft nach den Weltkriegen. Besonders interessant ist die Analyse der sozialen Unterschiede im Fleischkonsum und die Auswirkungen von Ideologien auf die Nahrungsmittelverteilung nach dem Krieg. Außerdem beleuchtet er die Rolle der Agrarstatistik und die Entwicklung globaler Nahrungsregime, die auch Österreichs Ernährung beeinflussen.
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Hungersnot nach dem Zweiten Weltkrieg
- 1945 bekamen Menschen in Städten oft nur 800 Kalorien täglich zugeteilt.
- Frauen vom Land tauschten Habseligkeiten gegen Lebensmittel oder bettelten für Nahrung.
Rassismus in Ernährungspolitik
- NS-Regime ernährte Zwangsarbeiter deutlich schlechter als deutsche Bevölkerung.
- Rassistische Diskriminierung widersprach wirtschaftlichen Interessen und wurde später etwas gelockert.
Statistik revolutioniert Ernährungspolitik
- Anfang 20. Jh. entstanden Agrar- und Konsumstatistiken zur Ernährungsplanung.
- Detaillierte Studien zeigten Einkommensabhängigkeiten beim Fleischkonsum in Wien 1910.




