

LernXP: Der LernXplorer Podcast
Matthias Wiencke
Erfahrungsaustausch zum Lernen im Unternehmenskontext
Episodes
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Mar 8, 2026 âą 0sec
Learning Circles: Wie strukturiertes Peer Learning wirkt
Wie gestalten wir Lernprozesse, die wirklich etwas verÀndern. Lernen, das mehr ist als der passive Konsum von Inhalten?
Gemeinsam mit Nele Graf spreche ich in dieser Folge ĂŒber ein Format, das genau hier ansetzt: Learning Circles. Richtig eingesetzt können Learning Circles deutlich wirksamer sein als manche klassische Trainingsformate.
Wir sprechen ĂŒber konkrete Praxisbeispiele und darĂŒber, wie der Einstieg im eigenen Unternehmen gelingen kann.
Was Learning Circles wirklich sind
Ein Learning Circle ist keine lose Lerngruppe, sondern ein strukturiertes Peer Learning Format mit klaren Rahmenbedingungen, zum Beispiel:
3 bis 6 Personen
definierter Zeitraum, hĂ€ufig ĂŒber 12 Wochen
regelmĂ€Ăige Treffen
klare Lernziele
Praxistransfer zwischen den Sessions
Der entscheidende Punkt ist die Kombination aus Dialog, Verbindlichkeit und Umsetzung. Zwischen den Treffen wird ausprobiert. In den Treffen wird reflektiert. Dieser feste Rhythmus macht den Unterschied.
Learning Circles sind damit nah an echter Kompetenzentwicklung. Sie schaffen eine tragfĂ€hige Basis fĂŒr nachhaltige VerhaltensĂ€nderungen.
Warum das Format so wirksam ist
Im GesprĂ€ch sprechen wir unter anderem ĂŒber drei zentrale Wirkmechanismen:
1. Soziale VerbindlichkeitDie Teilnehmenden lernen in einer festen Gruppe. Aus Verantwortung gegenĂŒber den anderen bleiben sie eher dran. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Lernvorhaben konsequent abgeschlossen und werden und in die Praxis umgesetzt werden.
2. Reflexion im DialogKomplexe Themen profitieren von unterschiedlichen Perspektiven. FĂŒhrung, Kommunikation oder der Umgang mit KI haben selten einfache Lösungen. Der gemeinsame Austausch ermöglicht es, voneinander zu lernen, neue Sichtweisen zu entwickeln oder durch die Erkentnisse der anderen zu erweitern.
3. Transfer in die PraxisLearning Circles koppeln Lernen direkt an Anwendung. Planen, Umsetzen, Reflektieren und Anpassen. Dieser iterative Prozess sorgt fĂŒr nachhaltigere Effekte als punktuelle Trainingsimpulse.
Gestaltung macht den Unterschied
Learning Circle ist nicht gleich Learning Circle, und natĂŒrlich ist das Format auch keine Universallösung.
Im GesprÀch schauen wir auf verschiedene Stellhebel, mit denen sich das Format an unterschiedliche Zielsetzungen anpassen lÀsst:
Heterogene vs. homogene Lerngruppen
Einheitliche Lernziele oder ein gemeinsames Oberthema mit individuellen Projekten
Aktive Begleitung durch eine Moderation, UnterstĂŒtzung durch einen Leitfaden oder vollstĂ€ndig selbstorganisierte Gruppen
Es gibt noch einige weitere Stellhebel, die in dem Buch âDie Kraft der Learning Circlesâ von Nele zu finden sind.
Learning Circles als Kulturinstrument
Was hĂ€ufig ĂŒbersehen wird ist, dass Learning Circles nicht nur ein Lernformat sind. Richtig eingesetzt können sie auch ein Instrument der Organisationsentwicklung sein.
Sie stÀrken DialogfÀhigkeit, Eigenverantwortung und kollektive LernfÀhigkeit. Damit beeinflussen sie langfristig mindestens die Lernkultur einer Organisation.
Fazit
Learning Circles sind ein wirkungsvolles Format, das Teilnehmenden ermöglicht, Verantwortung fĂŒr ihre Lernprozesse zu ĂŒbernehmen, Erfahrungen zu teilen und Umsetzung verbindlich einzuplanen.
Wer Lernen nicht delegieren, sondern wirksam gestalten möchte, sollte dieses Format ernsthaft in Betracht ziehen.
Links:
Verwandte Artikel oder BeitrÀge auf LernXP:
Podcastfolge Lernzirkel in der in der Praxis â Reverse Podcast
Artikel: Selbstorganisiertes Lernen mit Peer Learning Circles â LernXP Blog
Artikel: 3 Dimensionen des Peer Learnings â LernXP: LernXplorer Blog
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Jan 25, 2026 âą 0sec
Vibe Learning. Zwischen KI, Flow und wirksamem Lernen
Warum Lernen wieder mehr Vibe braucht
Was wĂ€re, wenn Lernen sich wieder leichter anfĂŒhlen dĂŒrfte. Nicht oberflĂ€chlich, sondern motivierend. Nicht verpflichtend, sondern neugierig machend. Genau mit dieser Frage starten wir in diese Folge des LernXP Podcasts. Dieses mal ist Jan Foelsing zu Gast und im Zentrum steht ein Begriff, der zunĂ€chst spielerisch klingt, aber erstaunlich viele Möglichkeiten bietet: Vibe Learning.
Was ist Vibe Learning?
Vibe Learning ist kein didaktisches Modell und keine neue Lerntheorie. Es ist eher ein Denkrahmen. Der Begriff Vibe steht fĂŒr ein positives StartgefĂŒhl, fĂŒr Flow, Neugier und ein erstes Erleben von Wirksamkeit. Im Kern geht es darum, Lernenden schnell einen Zugang zu einem Thema zu ermöglichen. Erkunden statt erklĂ€rt bekommen. Erste Ergebnisse sehen, visualisieren und teilen.
Die Verbindung zu Vibe Coding und KI
Die Idee zum Vibe Learning kommt aus der Tech-Welt. Beim sogenannten Vibe Coding ermöglichen KI-Tools, mit wenigen Prompts funktionierende Software Prototypen zu bauen. Schnell, spielerisch und mit sichtbaren Ergebnissen.
Diese Leichtigkeit ĂŒbertrĂ€gt sich auf das Lernen. Mit KI können Lernende Inhalte erkunden, visualisieren oder sich erklĂ€ren lassen, ohne vorher Expertinnen oder Experten sein zu mĂŒssen.
Besonders spannend ist der Perspektivwechsel. KI nicht als Dozent, sondern als Lernpartner oder Tutor. Zum Beispiel indem sie gezielt Fragen stellt, Fehler korrigiert oder zum selber ErklÀren anregt. Lernen wird aktiver und persönlicher, da die KI direkt auf meine Vorkenntnisse eingehen kann.
Vibe vs. Deep Learning. Wo es kritisch wird
Ein zentraler Diskussionspunkt der Folge ist die Grenze des Vibe Learnings. Leichtigkeit kann tĂ€uschen. Das GefĂŒhl, etwas verstanden zu haben, bedeutet nicht automatisch tiefes VerstĂ€ndnis.
Wir schauen auf ein Beispiel, bei dem wir in einer Vibe-Learning-Session Entropie als Lernthema ausgewÀhlt hatten. Es zeigte sicht, dass wir schnell zu Aha-Momenten kamen. Auf der anderen Seite bleibt das eigene VerstÀndnis dennoch oberflÀchlich. Erst durch ErklÀren, Reflektieren und Korrigieren entsteht Tiefe. Es braucht einen ganzheitlichen Lernprozess.
Vibe Learning darf kein Selbstzweck sein. Es ist ein Einstieg, kein Ersatz fĂŒr vertiefte Auseinandersetzung. Ohne Reflexion, kritisches Denken und Anschlussformate besteht die Gefahr von Scheinwissen. VerstĂ€rkt wird dieses Risiko durch KI, die oft bestĂ€tigend reagiert und Fehler nicht immer sichtbar macht.
Der Vibe-Learning Prozess
Ein sinnvoller Vibe-Learning Prozess besteht aus vier Schritten: Dem Vierklang fĂŒr Vibe Learning Sessions:
Es startet mit Ignition, also Begeisterung und Einstieg.
Als NÀchstes kommt die Enablement-Phase. Es werden die Tools und der Rahmen geklÀrt.
Nun startet die aktive Exploration des Lernthemas. Die Teilnehmenden nutzen die Methoden und AnsÀtze ihrer Wahl, um sich in das Lernthema einzuarbeiten.
Am Abschluss steht das Harvesting, das gemeinsame Reflektieren und Teilen der Ergebnisse in der Gruppe. Dabei dĂŒrfen die Gruppen nicht zu groĂ sein, da sonst schnell die Aufmerksamkeit leidet.
Gerade das Harvesting ist ein entscheidender Faktor, der gerne vergessen wird. Durch den Austausch und die gemeinsame Reflexion wird das Thema nochmal vertieft und gefestigt. Dabei können sehr unterschiedliche Formate genutzt werden: Mindmaps, kurze PrÀsentationen, Songs oder Prototypen.
ErgĂ€nzend zu dem Vierklang sollte man ĂŒber einen 5. Schnitt nachdenken: Next Steps / Vertiefung. Wie kann aus dem Lernprozess eine konkrete AktivitĂ€t entstehen, die in die Praxis umgesetzt wird? Die Können Lernzirkel, Arbeitskreise oder Projekte sein, in denen das Erlernte angewendet oder vertieft wird. So kann aus dem seichten Start doch noch ein tiefer Lernprozess werden.
Fazit
Das GesprÀch zeigt: Auch wenn wir schon einige Erfahrungen gesammelt haben ist Vibe Learning kein fertiges Konzept. Es ist eine Einladung zum Experimentieren. Dabei können wir Möglichkeiten finden wie, Reflexionsschleifen gestaltet werden können und wie wir OberflÀchlichkeit im Lernprozess verhindern.
Links
Vibe Learning Artikel auf LernXP: Erfahrungsbericht und Beschreibung von Vibe-Learning
Lernen & Entropie: LernXP Artikel der als Ergebnis einer Vibe-Learning Session entstand.
NewLearningLab: Eine geschlossene Community fĂŒr Learning Professionals und damit ein geschĂŒtzter Raum, in der fachlicher Austausch und Weiterentwicklung von Lernangeboten ĂŒber Unternehmensgrenzen hinweg stattfindet.
Loveable: Vibe Coding Plattform mit der direkt Anwendungen oder Webseiten per Prompt erzeugt werden können
AI Readiness Check: Vibe Coded Anwendung zur Ermittlung des KI Reifegrads
Suche Podcastgast zum Thema Daten in Learning & Development
Zum ende der Podcastfolge noch der Aufruf:Wir nutzen viel zu wenig Daten in Learning & Development. Wie messen wir Wirkung? Welche Daten sollten wir nutzen? Wie können Daten uns helfen Lernprozesse sinnvoll zu unterstĂŒtzen?
Wenn jemand selbst Erfahrung mit Daten im Kontext Learning & Development hat oder eine Gastempfehlung geben kann, darf er sich gerne bei mir melden. Wie Jan gesagt hat: âDieses Thema braucht noch AufklĂ€rungsarbeitâ.
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Dec 14, 2025 âą 0sec
"KI-Akzeptanzkultur statt Lernkultur?" 3 Thesen zu KI im Lernen
Brauchen wir in einer KI-Welt ĂŒberhaupt noch eine Lernkultur?
Wenn KI jederzeit Fachwissen liefert, Code schreibt, Texte kĂŒrzt und PrĂ€sentationen baut â brauchen wir dann wirklich noch Lernkultur? Oder reicht es, wenn alle âeinfach nurâ lernen, mit ChatGPT, Copilot & Co. umzugehen?
In dieser Folge spreche ich mit Julian Decius von der UniversitĂ€t Bremen ĂŒber drei provokante Thesen, die er auf einer Fachtagung vorgestellt und dort mit Praktiker:innen und Forschenden kontrovers diskutiert hat:
KI macht mein Lehrbuchwissen ĂŒberflĂŒssig.
KI in Arbeitsteams gefÀhrdet den Teamzusammenhalt
KI-Akzeptanzkultur ist die neue Lernkultur.
Diese Fragen diskutieren wir ebenfalls uns gehen der Frage nach, was das fĂŒr Corporate Learning, Teamarbeit und Lernkultur bedeutet. Was mĂŒssen wir hier als Organisationen unterstĂŒtzen, wo mĂŒssen wir gegensteuern?
âEs wird sich eine Menge Ă€ndern, aber â wie bei jeder neuen Technologie â teilweise zum Positiven und teilweise zum Negativen.â
WĂ€hrend der Diskussion der Thesen gehen wir unter anderem auch auf Themen ein wie:
Deep vs. shallow Learning: Wann KI Lernen unterstĂŒtzt und wann sie es untergrĂ€bt
Performance Support vs. Development Support: Zwei völlig unterschiedliche KI-Rollen im Lernprozess
Einfluss auf Wissensfluss und WertschÀtzung durch den Einsatz von KI im Team
Weniger Junior-Positionen und welche Probleme daraus entstehen
Klar ist:
KI hat einen Einfluss auf das Lernen
Das GesprĂ€ch zeigt: Lernprozesse werden bequemer und individueller, gleichzeitig gibt es aber auch Auswirkungen auf die Lerntiefe, das Teamlernen und die Teamdynamik. Es bleibt damit fĂŒr jeden von uns die Frage: Wie wollen wir den bewussten Umgang mit der KI gestalten?
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Nov 9, 2025 âą 0sec
Meetings, die wirklich zÀhlen: Weniger, aber bessere Termine
Meetings â Fluch oder unterschĂ€tztes Potenzial?
Wie viele Meetings hast du heute schon ĂŒberlebt? Und bei wie vielen hĂ€tte auch eine E-Mail ausgereicht? Wie Patrick Lencioni in Tod durch Meeting schreibt:
âWie sollen in fĂŒrchterlichen Besprechungen gute Entscheidungen getroffen werden?â
Im GesprĂ€ch mit Daniel Dubbel, FĂŒhrungskraft bei DB Systel und Berater fĂŒr Organisationsentwicklung, tauchen wir tief in das Thema Meetings ein. Zwischen ineffizienten Terminen und echten Momenten der Zusammenarbeit liegt eine groĂe Spanne. Wir schauen darauf, was wir tun können, um Meetings wirklich wertvoll zu machen.
Warum Meetings geliebt und gehasst werden
Meetings sind das RĂŒckgrat moderner Zusammenarbeit, aber gleichzeitig eine Zeitfalle. Oft nehmen wir aus reiner Routine an Meetings teil, ohne wirklich zu ĂŒberlegen, warum. HĂ€ufig fehlt ein klares Ziel, eine Agenda oder die Antwort auf die Frage: âWarum bin ich eingeladen?âGleichzeitig stiften Meetings Zusammenhalt und soziale Integration, die sonst gerade in in hybriden und remote-Arbeitswelten zu kurz kommen können.
Was gute Meetings ausmacht
Einige Grundregeln sind simpel, werden aber selten konsequent umgesetzt:
Klares Ziel: Jeder weiĂ, warum das Meeting stattfindet.
Agenda: Struktur statt zielloser Diskussion.
Teilnahme begrĂŒndet: Jeder prĂŒft, ob seine Anwesenheit nötig ist.
Bewusste Vorbereitung, respektvoller Umgang mit Kalenderzeit und Moderation.
Timeboxing fĂŒr Themen
Meetingzeiten mit Puffer (25â50âŻMinuten).
Persönliche Treffen fĂŒr soziale Bindung.
Einige Aha-Momente aus dem GesprÀch
Meetings sind hĂ€ufig nicht der richtige Raum fĂŒr Entscheidungen.
Meetingteilnahme sollte freiwillig sein. Wer teilnimmt oder nicht ĂŒbernimmt Verantwortung und informiert transparent.
Endlose Sitzungen schleichen sich oft ein, bis sie keiner mehr hinterfragt.
Asynchroner Informationsaustausch erleichtert den Alltag.
Filme als Vorbild: Spannung und Dramaturgie können Meetings lebendig machen.
Fazit
Weniger, aber bewusstere Meetings sind der SchlĂŒssel zu effizienter Zusammenarbeit. Bevor du das nĂ€chste Meeting planst oder annimmst, frage dich: âBrauchen wir dieses Treffen wirklich, oder reicht eine E-Mail oder ein asynchroner Austausch?â
Links
INSPECT&ADAPT Blog von Daniel Dubbelmit verschiedenen Artikeln zu Meetings, z.B. Mehr Meetings, weniger Klarheit: Wir treffen uns zu Tode
Ein Meeting-Canvas kann bei der Planung von Meetings helfen.
Buch Tod durch Meeting: Eine Leadership-Fabel zur Verbesserung Ihrer Besprechungskultur von Patrick Lencioni
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Sep 28, 2025 âą 1h 4min
Gamification: Mehr als Punkte und Badges
In dieser Folge spricht Roman Rackwitz, ein Experte fĂŒr Gamification mit ĂŒber 20 Jahren Erfahrung, ĂŒber die hĂ€ufigsten MissverstĂ€ndnisse in der Anwendung spielerischer Elemente. Er erklĂ€rt, warum Punkte und Badges oft nicht motivieren und skizziert die Drive-Methode zur Analyse von Motivation. AuĂerdem thematisiert er den Kobra-Effekt, der unerwĂŒnschte Nebenwirkungen von Belohnungen verdeutlicht. Roman betont, dass Gamification nicht immer die Lösung ist und oft einfachere, klare Kontextgestaltungen effektiver sind.

Aug 20, 2025 âą 1h 9min
Strategisches Corporate Learning statt Kurskatalog
Wie Learning & Development echten Business-Mehrwert schafft
Eine Lernstrategie funktioniert nur, wenn sie auf die Unternehmensstrategie einzahlt.
Lernen braucht Mut zur VerĂ€nderung â aber was heiĂt das konkret?
Wie oft tun wir Dinge nur, âweil wir sie schon immer so gemacht habenâ? In dieser Folge von LernXP spreche ich mit Martina Hölscher darĂŒber, warum Lernen und Entwicklung (L&D) in Organisationen dringend mehr sein mĂŒssen als ein Seminarkatalog â und wie wir es schaffen, Lernen strategisch mit dem GeschĂ€ftserfolg zu verzahnen.
Schwerpunkte des GesprÀchs
Nur weil wir etwas tun und dafĂŒr bezahlt werden, ist die TĂ€tigkeit nicht automatisch wertvoll und notwendig.
Martin Gaedt
Sinnstiftendes Arbeiten statt BeschÀftigtseinDaraus leitet sich die zentrale Frage ab: BeschÀftigen wir uns in L&D mit den richtigen Dingen oder nur mit Traditionen wie zum Beispiel dem klassischen Seminarkatalog?
Vom Operativen zur StrategieLearning & Development sollte sich als strategischen Partner des Business verstehen: âWir sind diejenigen, die Mitarbeitende dazu befĂ€higen können, die GeschĂ€ftsziele zu erreichen.â
Loslassen und Fokus schaffenâFokus heiĂt: lieber wenige Ideen wirklich umsetzen, statt viele parallel zu beginnen.âDer Mut, Dinge nicht mehr zu tun, spielt eine wichtige Rolle. Methoden wie StartâStopâContinue oder Ecocycle Planning helfen, bewusst zu entscheiden: Was bringt noch Wirkung und was kostet nur Zeit?
Lernen in Prozesse integrierenLernen darf nicht âon topâ passieren, sondern gehört in die tĂ€glichen AblĂ€ufe. Ob im Onboarding, in Scrum-Sprints oder ĂŒber Peer-Learning: Wissen teilen und anwenden sollte ein integraler Bestandteil der Arbeit sein.
OKRs als BrĂŒcke zwischen Business und LernenObjectives & Key Results können ein kraftvolles Instrument sein, um Lernziele mit Unternehmenszielen zu verbinden. Statt abstrakter PlĂ€ne entstehen so konkrete, messbare Schritte, die Mitarbeitende und Organisation gleichermaĂen voranbringen.
Doch wie genau gelingt es, Lernen so in die Organisation einzubauen, dass es nicht mehr als Zusatzaufgabe empfunden wird, sondern selbstverstÀndlich zum Arbeiten dazugehört?In dieser Episode bekommt ihr Tipps zur Umsetzung.
Fazit: L&D braucht mehr Mut zur Strategie
Die Zukunft von Learning & Development liegt nicht in der Verwaltung von Katalogen, sondern in der Gestaltung von Wirkung. Das erfordert Mut, den Status quo infrage zu stellen, und gleichzeitig die FĂ€higkeit, Lernen dorthin zu bringen, wo Arbeit passiert.
Wie wir das schaffen? Tipps dazu bekommt ihr in dieser Podcastfolge.
Links
Buch: Smart Arbeiten mit der Delete-Strategie von Martin Gaedt
New Learning Lab
LernOS Leitfaden zu KĂŒnstlicher Intelligenz
Angesprochene LernXP Podcastfolgen:
Learning Circles in der Praxis
Promptathon: So geht Upskilling fĂŒr generative KI im Unternehmen
Buchempfehlungen
The Real Book of Work von Christina Grubendorfer. Auch ideal fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte. RĂ€umt mit vielen Mythen rund um New Work auf.
Lernmythen aufgedeckt von Yvonne Konstanze Behnke. Yvonne rÀumt mit vielen Mythen rund um das Lernen auf.
LernXP Folge zu Lernmythen mit Yvonne Behnke: Lernmythen: Von Lerntypen bis Speed Reading
Podcastfolge zum Buch bei der Leseoptimistin: #117 Lernmythen aufgedeckt
LinkedIn Profil von Yvonne Behnke
Der Beitrag LX063 Strategisches Corporate Learning statt Kurskatalog erschien zuerst auf LernXP: Der LernXplorer.

Jul 20, 2025 âą 1h 8min
Community Driven: Communities - mehr als interne Netzwerke
Kann Selbstorganisation ein Unternehmen zukunftsfĂ€higer machen?In diesem Podcastinterview zeigen Georg Holzknecht von T-Systems und Manuel Illi von QualityMinds, wie gelebte Community-Kultur ĂŒber bloĂes Networking hinausgeht und wie daraus Transformation entstehen kann. Dabei geht es nicht nur um Tools, Formate und Strukturen â sondern um ein neues VerstĂ€ndnis von Arbeit, Partizipation und persönlicher Entwicklung.
Was treibt Menschen an, RĂ€ume zu öffnen und Verantwortung zu ĂŒbernehmen, ohne offiziellen Auftrag? Und was unterscheidet eine echte Community von einem informellen Netzwerk?
Inhaltliche Schwerpunkte
Community-Obsession & SelbstorganisationGeorg versteht sich selbst als âCommunity obsessedâ. FĂŒr ihn ist Community-Arbeit nicht Methode, sondern eine Haltung. Sie beginnt mit einem inneren Drang, sich gemeinschaftlich weiterzuentwickeln. Dies benötigt ein tiefes Vertrauen in Selbstorganisation:
ââŠdahin zu gehen, wo es sich gut anfĂŒhlt. Lernen bedeutet, dem eigenen Selbst zu folgen.â
Vom Community Management zum Community BuildingDer Paradigmenwechsel liegt in der Haltung: Nicht verwalten, sondern RÀume schaffen. Nicht Ziele vorgeben, sondern Beteiligung ermöglichen. Der Community Builder eröffnet MöglichkeitsrÀume.
Duales Betriebssystem im UnternehmenEin zentrales Konzept: Das Zusammenspiel zwischen formaler Organisation (Struktur, Reporting, Budgets) und dem informellen âzweiten Betriebssystemâ aus Communities.
Der Auftritt: Mut zur IrritationMit dem Format âAuftrittâ bringen Georg und seine Kolleg:innen bewusst Irritation in Meetings. Wer will, darf eine Minute lang den Prozess stoppen. Eingeleitet und beendet wird es immer mit Applaus.Das Ziel: RĂ€ume fĂŒr Emotion, Resonanz und echtes Miteinander erschaffen, eine âFull Disclosure Cultureâ.
Wie sich Communities entwickeln und wieder auflösen dĂŒrfenCommunities folgen keinen starren Prozessen. Sie entstehen, weil Themen Menschen berĂŒhren. Sie dĂŒrfen sich auch wieder auflösen, wenn das Feuer erloschen ist.
Beispielhafte WirkungAn der Wirkung sollte es nicht fehlen. Es gibt verschiedene Beispiele die die Wirkung von Communities zeigen. Von einem GroĂprojekt, welches durch eine Community gerettet wurde bis zu einer Community die, ohne offiziellen Auftrag, die Digitalisierung an Schulen vorantreibt.
Fazit
Diese Folge zeigt: Communities können strategische InnovationsrÀume bieten. Sie funktionieren, wenn Vertrauen, Verantwortung und Energie zusammenkommen. Und wenn Unternehmen bereit sind, einen Teil ihrer Kontrolle loszulassen. Das braucht Mut und das passende Mindset, welches neben Freiheit auch Transparenz benötigt um Lernen zu ermöglichen.
Links:
Buch des Podcastgasts: Community Driven Leadership â Georg Holzknecht
8.10.: International Community Day
KASO â Konzernaustausch Selbstorganisation
Buchempfehlungen:
Buch: Die Kraft aus dem Selbst von Maja Storch
Buch: Die spirituelle Intelligenz (Julius Kuhl)
Buch: Community â The Structure of Belonging von Peter Block
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Jun 23, 2025 âą 1h 7min
Intentional Forgetting â Warum Lernen auch Loslassen braucht
Prof. Dr. Annette Kluge, Lehrstuhl fĂŒr Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum, beleuchtet die Bedeutung des âIntentional Forgettingâ. Sie erklĂ€rt, warum bewusstes Vergessen eine essenzielle Lernstrategie ist, um alte, hinderliche Routinen abzulegen. Das GesprĂ€ch behandelt, wie Organisationen durch gezielte VerĂ€nderungen flexibler werden können. AuĂerdem wird die Rolle von KI im Lernprozess hinterfragt und neue AnsĂ€tze vorgestellt, um kreative Denkweisen zu fördern und die ProduktivitĂ€t zu steigern.

12 snips
May 18, 2025 âą 60min
Learning Circles in der Praxis - Reverse Podcast
Christina Junkes, Leiterin der Siemens Mobility Academy, ist eine Expertin fĂŒr innovative Lernformate. Sie diskutiert die Dynamik von Learning Circles und deren Vorteile gegenĂŒber traditionellen Trainings. Einblicke zu sozialem Lernen, agilen AnsĂ€tzen und erfolgreichem Onboarding werden gegeben. Christina beleuchtet, wie DiversitĂ€t und strukturierte Planung den Austausch fördern und das Lernen verbessern. Zudem wird das OKR-Framework und Spaced Repetition vorgestellt, um Lernprozesse effizienter zu gestalten.

Apr 27, 2025 âą 1h 4min
Skill-Based Learning - Daniel Hong
Skills are the currency of the future, not jobs. The challenge is that skills have a shelf life of 2 or 3 years, and the date by which your skills expire comes rather sooner than later.
How can organizations balance the need for rapid skill acquisition with ensuring deep expertise in critical areas?
This episode of the Learning Explorer podcast delves into the concept of skill-based learning. With my guest Daniel Hong from Area9 we explore its significance in todayâs dynamic work environment.
Defining Skill-Based Learning
Skill-based learning is not just a buzzword. Itâs a strategic approach to education that emphasizes transparency, intentionality, and speed in acquiring new skills. Daniel explains that this approach involves breaking down competencies into granular skills that can be intentionally developed through targeted training programs.
The Role of Skills in Modern Organizations
The conversation highlights the distinction between skills and competencies. While competencies encompass knowledge, behaviors, attitudes, and skills, skill-based learning focuses on developing specific abilities within this broader framework. We discuss two primary approaches to skill development: Leveraging AI for data-driven insights and learning from industry legends to distill expertise.
To get a better idea of how this could look, we explore some compelling examples of skill-based learning in action. One example is a hospitalâs comprehensive training program for assistant physicians. This program combines adaptive learning for knowledge acquisition with practical experience tracking to ensure high-quality medical care.
Conclusion
As organizations transition toward becoming skill-powered entities, leadership plays a crucial role in driving this change. By focusing on people-first solutions and integrating technology thoughtfully, companies can navigate the complexities of modern work environments effectively.
Learning is not an event; itâs a stream of experiences.
Links
Book Recommendation: The Skills-Powered Organization: The Journey to the Next-Generation Enterprise by Ravin Jesuthasan and Tanuj Kapilashrami
Related podcast episode: Adaptives Lernen durch kĂŒnstliche Intelligenz
Der Beitrag LX059 Skill-Based Learning - Daniel Hong erschien zuerst auf LernXP: Der LernXplorer.


