

Wohlstand für Alle
Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt
Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.
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Wolfgang M. Schmitt
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Oct 14, 2020 • 22min
Ep. 62: Die neue Seidenstraße - Chinas Weg zur Weltmacht
Wohlstand für Alle
2013 kündigte der chinesische Präsident #XiJingping in einer Rede eine neue Seidenstraße an. Schnell folgten den Worten Taten, Milliarden wurden in das ambitionierte Projekt bereits investiert, doch das ist erst der Anfang. Bis 2050 gehen die Planungen, dann soll die „One Belt, One Road“-Initiative vollendet sein, mit der sich China mit Zentralasien, Europa, Afrika, Russland, ja, sogar mit Südamerika vernetzen will. Autobahnen, Bahnstrecken und neue Wasserwege entstehen, um Handel zu treiben, schon jetzt sind über 90 Staaten bei dem Projekt involviert. China will #Weltmacht werden – möglicherweise kann es in 15 Jahren schon so weit sein – und dabei eine alte Tradition wieder aufleben lassen, denn schon vor mehr als 2000 Jahren gab es eine Seidenstraße und war China bereits ein Weltreich. Während – nicht erst seit der Präsidentschaft von Donald #Trump – die Macht der USA schwindet, erlebt China einen rasanten Aufstieg. Doch was bedeuten die neuen Seidenstraßen für die Weltwirtschaft? Werden sie geopolitische Konflikte verstärken? Und droht Europa und Afrika der große Ausverkauf? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur:
Hillary Rodham Clinton: Remarks on India and the United States. A Vision for the 21st Century.
Online: https://2009-2017.state.gov/secretary/20092013clinton/rm/2011/07/168840.htm
Peter Frankopan: Die neuen Seidenstraßen. Gegenwart und Zukunft unserer Welt
Jörg Kronauer: Der Rivale. Chinas Aufstieg zur Weltmacht und die Gegenwehr des Westens. Konkret Texte.
Niels Werber: Geopolitik zur Einführung. Junius.
Xi Jinping: China regieren. Bd. 1. CBT China Book Trading.
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Oct 7, 2020 • 30min
Ep. 61: Geldsozialismus jetzt! Roland Baader neu gelesen
Wohlstand für Alle
Liberale und vor allem Libertäre beziehen sich häufig auf ihn: Roland Baader gilt als einflussreicher Denker, dabei sind seine Gedanken wenig originell – meistens radikalisiert er bloß Thesen von Friedrich August von Hayek –, vor allem aber sind sie gefährlich, unsozial und demokratiefeindlich. Immer wieder warnte der deutsche Volkswirt vor dem #Kulturmarxismus, der angeblich die westlichen Zivilisationen bedroht, und dessen Vertreter, die laut ihm durch die lockere #Geldpolitik der #Zentralbanken alimentiert werden . Baader, der übrigens den Klimawandel leugnete, schürte eine panische Angst vor der Inflation, die, wie wir wissen, weit und breit nicht in Sicht ist. In seinem Buch „Geldsozialismus“ geht Baader davon aus, dass wir eigentlich überhaupt nicht im Kapitalismus leben, sondern unser Wirtschaftssystem in Wahrheit sozialistisch ist. Den Grund dafür erkennt Baader im staatlichen Geldmonopol, durch welches, wie er meint, die Währung immer weiter entwertet wird. Bar jeglicher intellektueller Redlichkeit verbreitet Baader eine ökonomische Irrlehre, die auf einem erzkonservativen Weltbild beruht, das keineswegs liberal ist. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ geben Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Einblicke in ein krudes Weltbild, das als Rettung eine Entnationalisierung des Geldes anstrebt.
Literatur:
Roland Baader: Geldsozialismus. Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression, Resch 2010.
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Sep 30, 2020 • 21min
Ep. 60: Staat und Markt sind keine Gegner!
Wohlstand für Alle
„Da soll sich der Staat mal lieber schön raushalten“, heißt es allzu oft, wenn es um die Wirtschaft geht. Imaginiert wird ein freier Markt, dem der Staat allerhöchstens einen Rahmen geben darf, doch innerhalb des Marktes agieren dann die Marktteilnehmer frei und losgelöst von staatlicher Gängelung. Gegen diese Haltung protestieren wiederum jene, die die Deregulierung der Märkte beklagen, infolgedessen rufen sie nach mehr Staat. In gewisser Weise jedoch sind beide Positionen falsch, denn der Staat ist immer untrennbar mit dem Markt verbunden. Selbst die größten Propagandisten des Neoliberalismus können auf den Staat gar nicht verzichten – sie taten es auch nie –, und der Staat ist auf einen funktionierenden Markt angewiesen, weshalb man durchaus von einem Staatsmonopolistischen Kapitalismus sprechen kann. Bei den Finanzmärkten ist das nicht anders, auch hier ist der Staat ein wichtiger Akteur und auch Profiteur, weshalb beispielsweise die Durchsetzung einer Finanztransaktionssteuer so heikel ist, da jeder Staat auf seine Wettbewerbsvorteile bedacht ist. Und die jüngste #Krise hat uns einmal mehr gezeigt, dass man in der Not sich selbst in liberalen Kreisen keineswegs schämt, den Staat um Hilfe zu rufen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Monopolstrukturen sowie über das Verhältnis von Markt und Staat.
Literatur:
Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa: Crash Kurs Krise. Wie die Finanzmärkte funktionieren. Eine kritische Einführung. Bertz + Fischer.
Wladimir Iljitsch Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Manifest Verlag.
Andreas Wehr (u.a.): Staatsmonopolistischer Kapitalismus. PapyRossa Verlag.
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Sep 23, 2020 • 24min
Ep. 59: Die lustige Welt des Hans-Werner Sinn
Wohlstand für Alle
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Mehr Informationen zu "Kapitalismus Global" von Branko Milanovic gibt es unter:
http://www.suhrkamp.de/kapitalismusglobal

Sep 16, 2020 • 27min
Ep. 58: Karl Marx #5 - Ist es vernünftig, höhere Löhne zu fordern?
Wohlstand für Alle
Ist der Kampf um Lohnerhöhungen eigentlich sinnvoll? Klar, würde man intuitiv sagen, und deshalb fordern #Gewerkschaften für ihre Mitglieder in der Regel mehr Lohn und drohen bisweilen mit #Streik, wenn diesen Forderungen von Seiten des Arbeitgebers nicht entsprochen wird. Was aber, wenn mit dem Gehalt auch die Preise angehoben werden? Karl Marx diskutierte diese Frage in seinem Vortrag „Lohn, Preis, Profit“ im Jahr 1865 in London.
In schönster Klarheit arbeitet er die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge heraus und erklärt, warum Gewerkschaften und deren Forderungen nach Lohnerhöhungen gewiss nicht revolutionär, aber sinnvoll sind. Zwar bedeutet dies nicht den Umsturz der herrschenden Ordnung, aber dennoch profitieren die Arbeiter entscheidend davon.
Wir erinnern uns: Die Arbeiter erhalten als Lohn nur einen Teil des von ihnen geschaffenen Werts, den Rest, Mehrwert genannt, behalten die Kapitalisten ein, doch dieser Anteil ist keineswegs eine feste Größe. Auch heute ist die Marx’sche Position hochaktuell, noch immer ist es wichtig, egal ob man Gewerkschaftsmitglied ist oder nicht, für höhere Löhne zu kämpfen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur:
Karl Marx: "Lohn, Preis und Profit", online verfügbar unter:
http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm
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Sep 13, 2020 • 54min
Spezial #6: Verfassungsrechtler Alexander Thiele im Gespräch
Wohlstand für Alle - Spezial
Die US-amerikanische Revolution wurde durch eine Besteuerungsdebatte ausgelöst, die französische durch das rigide Zunftwesen und die ökonomische Misere. Auf beide Revolutionen folgten Verfassungen, die für viele demokratische Staaten bis heute prägend sind. Der Verfassungsrechtler Alexander Thiele erklärt im Gespräch mit Ole Nymoen, wieso die Verfassungsgeschichte eng mit der ökonomischen verbunden ist, weshalb die Einhegung von Demokratie durch die Verfassung notwendig sein kann und welche Kritik er am Bundesverfassungsgericht vorbringt.
Alexander Thieles Podcast "Verfassungsgeschichte der Neuzeit" könnt Ihr hier hören:
YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=As_gQ7ZF2fQ&list=PLqc0mCqSTLvSlzCFkBtnWf8SVi74oQgZX&ab_channel=AlexanderThiele
Spotify:
https://open.spotify.com/show/5WFeRgWJveVoc9FS58gDPZ
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Sep 9, 2020 • 33min
Ep. 57: Die Macht der Monopole
Wohlstand für Alle
Liberale schwärmen gern und häufig vom Wettbewerb auf einem freien Markt: Nur so, glauben sie, können Verbraucher möglichst günstig an Waren gelangen, außerdem fördere die Konkurrenz Innovationen und sorge für eine effiziente #Wirtschaft. Man mag von dieser Idee halten, was man will, fest steht jedoch, dass die Realität gänzlich anders aussieht. Von einem freien Markt mit einem fairen #Wettbewerb kann angesichts der Monopolstrukturen nicht die Rede sein. Ob man auf die Öl- oder Nahrungsmittelindustrie schaut oder einen Blick auf die Unterhaltungsindustrie wirft: überall agieren mächtige #Konzerne, die sich häufig zu Kartellen zusammenschließen, um vor allem eines zu verhindern: nämlich den freien Wettbewerb. Bis ins Podcast-Business ist diese Tendenz zu beobachten, die aber eigentlich nicht überraschen sollte. Bereits im 19. Jahrhundert beschrieb Karl Marx diese Entwicklung, und Anfang des 20. Jahrhunderts war sich auch Lenin sicher, dass dem Kapitalismus Monopoltendenzen immanent sind. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur:
Wladimir Iljitsch Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Manifest Verlag.
Karl Marx: Das Elend der Philosophie, in: MEW Bd. 4.
Klaus Müller: Monopole. PapyRossa.
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Sep 2, 2020 • 30min
Ep. 56: Karl Marx #4 - Klassen und Kämpfe
Wohlstand für Alle
Nach der #Finanzkrise 2008 waren Karl Marx und sein Hauptwerk, das #Kapital, wieder in aller Munde. Doch weniger Aufmerksamkeit erhielt seine Klassenanalyse, die nach der Zähmung des Kapitalismus' im 20. Jahrhundert lange überholt schien. In der neuen Folge von "Wohlstand für Alle" erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, wieso das Marx'sche #Klassenparadigma auch heute von Bedeutung ist - und wieso Kritik an ihm dennoch berechtigt ist.
Karl Marx, Friedrich Engels: Das Kommunistische Manifest, online lesbar unter:
http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm
Karl Marx: Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte, online lesbar unter:
http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_111.htm
Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie, online lesbar unter:
http://www.mlwerke.de/me/me13/me13_003.htm
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Aug 26, 2020 • 30min
Ep. 55: Blackrock & Co - Wie mächtig sind Schattenbanken?
Wohlstand für Alle
Im Zuge der letzten großen #Finanzkrise hat man die Banken etwas stärker reguliert: Nicht mehr so leicht ist es nun, hochvolatile Papiere zu verkaufen, auch müssen Banken über mehr Eigenkapital als zuvor verfügen. Die Regierungen wollen verhindern, dass noch einmal Staaten Pleitebanken retten müssen, weil diese systemrelevant sind. Nicht systemrelevant hingegen sind Schattenbanken, deren Aufstieg mit der vergangenen Krise erst richtig an Fahrt aufnahm, denn sie unterliegen kaum Regulierungen und locken mit hohen Renditen in zinslosen Zeiten. Vermögensverwalter wie Blackrock, #StateStreet oder #Vanguard verwalten treuhänderisch Billionen Dollar und haben damit eine ungeheure Macht über die Finanzmärkte gewonnen, die nicht nur Kapitalismuskritikern Sorgen bereitet. Denn wenn das Kapital so stark konzentriert ist, ist immer weniger Wettbewerb möglich, Preiskartelle entstehen so schnell, aber auch die politische Macht von Larry Fink und seinen Kollegen wächst und wächst. Wie funktioniert das Geschäftsmodell von solchen Schattenbanken und warum sind sie eine Gefahr für die Demokratie? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur:
Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. Papyrossa.
Jens Berger: Wer schützt die Welt vor den Konzernen?: Die heimlichen Herrscher und ihre Gehilfen. Westend.
Hans-Jürgen Jakobs: Wem gehört die Welt? Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus. Albrecht Knaus Verlag.
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Aug 19, 2020 • 22min
Ep. 54: Karl Marx #3 - Ausbeutung und Mehrwert
Diese Folge beleuchtet die Mehrwerttheorie von Karl Marx und erklärt, wie Kapitalisten durch die Ausbeutung von Arbeitern Profit erzielen. Es wird die Rolle des Geldes im Warenverkehr und der Unterschied zwischen Gebrauchswert und Tauschwert diskutiert. Historische Kontexte und die verschiedenen Formen der Ausbeutung werden angesprochen. Besonders spannend ist die Analyse der unsichtbaren Ausbeutung im Kapitalismus, die die ungleiche Machtverteilung zwischen Arbeitern und Kapitalisten aufzeigt.


