

Wohlstand für Alle
Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt
Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.
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Nov 3, 2021 • 26min
Ep. 117: Die Willkür der Schuldengrenzen
Wohlstand für Alle
Es sind schlechte Zeiten für ordoliberale Dogmatiker: Immer mehr Politiker und Ökonomen stellen die Schuldenbremse öffentlich infrage. Einige arbeiten bereits an ambitionierten Konzepten, damit der Staat mehr Schulden aufnehmen kann, ohne die Verfassung zu ändern. Denn dafür gibt es im Bundestag keine Mehrheit.
Dennoch: Nicht nur in Deutschland verabschiedet man sich allmählich von der schuldenfeindlichen Denkweise. Kürzlich schlugen Ökonomen des ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) vor, die Schuldenobergrenze der Euro-Länder anzuheben. Statt 60 Prozent Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP sollen nun 100 Prozent erlaubt sein. Doch auch wenn das eine Verbesserung darstellt, bleibt die Willkür dieser Werte bestehen.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Sinn und Unsinn der sparsamen Politik.
Literatur:
ESM: "EU fiscal rules: reform considerations", online verfügbar unter: https://www.esm.europa.eu/sites/default/files/document/2021-10/DP17.pdf.
Lars Feld/Marcel Fratzscher: "Wie wir die Zukunft finanzieren können", online verfügbar unter: https://www.zeit.de/2021/42/finanzpolitik-investitionen-zukunft-schuldenbremse-transformation-klimaschutz-digitalisierung.
Christian Schubert: "Wie das Maastricht-Kriterium im Louvre entstand", online verfügbar unter: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/3-prozent-defizitgrenze-wie-das-maastricht-kriterium-im-louvre-entstand-12591473.html.
Stefan Kaiser: "Excel-Panne stellt Europas Sparpolitik in Frage", online verfügbar unter: https://www.spiegel.de/wirtschaft/panne-mit-excel-tabelle-rogoff-und-reinhart-haben-sich-verrechnet-a-894893.html.
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Oct 30, 2021 • 57min
Literatur #10: Daniel Defoe - Robinson Crusoe
Wohlstand für Alle - Literatur
Dieser Roman schrieb nicht nur Literaturgeschichte, sondern inspirierte auch viele Wirtschaftswissenschaftler zu Modellen: „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe erschien 1719 und war zugleich das Romandebüt des 59-jährigen englischen Schriftstellers, der zuvor ein wechselhaftes Leben als Kaufmann, Steuereintreiber und Agent geführt hatte.
Jeder kennt grob die Geschichte des Protagonisten, der Schiffbruch erleidet, allein auf einer einsamen Insel strandet und von nun an für sich selbst wirtschaften muss. Jahre werden vergehen bis sein Gefährte und Diener Freitag auftaucht, zuvor ist Robinson gänzlich auf sich allein gestellt und muss einen akribischen Haushaltsplan entwerfen, um nicht zu verhungern und um sich vor Eindringlingen schützen zu können.
Bei der Lektüre wird schnell klar, dass wir es auch schon vor 300 Jahren mit einer stark globalisierten Welt zu tun haben; auch die Kolonialismus-Thematik durchzieht den Klassiker der Weltliteratur.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die ökonomischen Aspekte in „Robinson Crusoe“.
Literatur:
Daniel Defoe: Robinson Crusoe, Mare Verlag.
Franco Moretti: Der Bourgeois. Eine Schlüsselfigur der Moderne, Suhrkamp.
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Oct 27, 2021 • 46min
Ep. 116: Rechtslibertäre Utopien - private Städte
Wohlstand für Alle
Rechtslibertäre Utopien beziehungsweise Dystopien werden Wirklichkeit: In vielen Entwicklungsländern werden derzeit private Städte aus dem Boden gestampft.
So will etwa der US-Rapper #Akon im Senegal eine Smart-City bauen lassen und diese auch mit einer eigenen Währung, dem Akon-Coin, ausstatten. In Honduras ist man schon einen Schritt weiter, denn bereits vor knapp zehn Jahren ließ sich die Regierung von Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Romer beraten, der das Konzept der #CharterCities entwickelt hat.
Dabei sollen Entwicklungsländer Teile ihrer Fläche an einen Industriestaat verkaufen, damit dieser dort nach dem Vorbild von Sonderwirtschaftszonen eine boomende Stadt kreieren kann – ohne dazu demokratisch legitimiert zu sein. Sowohl bei Charter Cities als auch bei den Privatstädten glaubt man uneingeschränkt an die Kraft der freien Marktwirtschaft und an den Wettbewerb. Um diese Visionen in die Tat umzusetzen, sind die Einheimischen die Leidtragenden, denn es handelt sich stets um imperialistische Projekte, die die Ideologie des Neoliberalismus konsequent weiterdenken.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ stellen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die libertären Stadtkonzepte vor.
Literatur:
Titus Gebel: Freie Privatstädte. Mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt, Aquila Urbis Verlag.
Carsten Lenz, Nicole Ruchlak: „Honduras als Experimentierfeld neoliberaler Utopien“, online verfügbar unter: https://amerika21.de/analyse/145288/charter-cities-honduras
Konzept zu den Charter-Städten: http://web.archive.org/web/20100113160410/http://www.chartercities.org/concept
Armin Rothemann: „Privatstädte für Investoren in Honduras“, online verfügbar unter: https://amerika21.de/blog/2021/01/246797/privatstaedte-fuer-investoren-honduras
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Oct 20, 2021 • 24min
Ep. 115: Droht der Evergrande-Crash?
Wohlstand für Alle
Turbulente Zeiten an der Börse: Viele Anleger und Investoren fragen sich, ob eine neue Finanzkrise droht. Dieses Mal geht die Gefahr nicht von US-Banken aus, sondern von dem zweitgrößten Immobilienunternehmen Chinas.
Evergrande ist hochverschuldet und kann seit Wochen fällige Schulden nicht mehr bedienen. Bislang zögert die chinesische Regierung bei der Rettung des angeschlagenen Konzerns. Dies allein wäre schon schlimm genug, doch offenbar scheint das bloß die Spitze des Eisberges zu sein, denn ein großer Teil des chinesischen Immobiliensektors scheint auf Sand gebaut zu sein.
Zwischen 25 und 30 Prozent des BIP kommen in China durch den Immobiliensektor zustande. Mit realem Wachstum hat das aber nicht viel zu tun, bedenkt man die gigantische Quote an Leerständen: 20 Prozent der Wohnungen in Städten stehen leer. Bislang aber lohnte sich das spekulative Geschäft, auch weil es im Interesse der Kommunistischen Partei war.
Inzwischen aber hat Xi Jingping erkannt, dass es so nicht weitergehen kann; möglicherweise kommt diese Erkenntnis jedoch zu spät, denn ein Konzern wie Evergrande ist systemrelevant – nicht nur für die chinesische Volkswirtschaft, vielleicht auch für die Finanzmärkte.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Chinas Immobilienblase.
Literatur:
“Weitere Ausfälle bei Chinas Immobilienentwicklern”, in: Manager Magazin, online verfügbar unter: https://www.manager-magazin.de/finanzen/china-properties-group-evergrande-fantasia-weitere-ausfaelle-bei-chinas-immobilienentwicklern-a-d3f5200f-b0cd-4594-bcab-e175d98946ce.
Michael Pettis: “What Does Evergrande Meltdown Mean for China?”, online verfügbar unter:
https://carnegieendowment.org/chinafinancialmarkets/85391
Cameron Abadi/Adam Tooze: “Is Evergrande the New Lehman Brothers?”, online verfügbar unter: https://foreignpolicy.com/podcasts/ones-and-tooze/evergrande-new-lehman-brothers-debt/.
Christoph Gisiger: “In China stehen die Zeichen auf Sturm”, in: Finanz und Wirtschaft, online verfügbar unter: https://www.fuw.ch/article/in-china-stehen-die-zeichen-auf-sturm/.
Linda Poon: “China’s Huge Number of Vacant Apartments Is Causing a Problem”, online verfügbar unter: https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-02-27/vacant-apartments-strain-china-s-housing-market?sref=QmOxnLFz.
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Oct 16, 2021 • 56min
Spezial #19: Wie steht es um den Buchmarkt? Carolin Amlinger im Gespräch
Wohlstand für Alle - Spezial
Das Buch ist auch eine Ware, allerdings eine besondere. Ebenfalls besonders sind die Produzenten dieser Ware: die Autoren, Literaturagenten, Lektoren und Verlage.
In ihrer Studie „Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit“ analysiert die Soziologin Carolin Amlinger das literarische Feld und den Literaturbetrieb von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Amlinger führte mit Autoren Interviews, sprach mit den Literaturproduzenten über Geld, Erfolg und Prekarität.
Bald stellt sich heraus, dass inzwischen viele moderne Arbeitsformen den Arbeitswelten der Schriftsteller gleichen.
Im 19. „Wohlstand für Alle“-Spezial spricht Wolfgang M. Schmitt mit Carolin Amlinger über das Verhältnis von Literatur und Ökonomie.
Literatur:
Carolin Amlinger: Die verkehrte Wahrheit. Zum Verhältnis von Ideologie und Wahrheit bei Marx/Engels, Lukács, Adorno/Horkheimer, Althusser und Žižek, Laika.
Carolin Amlinger: Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit, Suhrkamp.
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Oct 13, 2021 • 47min
Ep. 114: Das Problem mit den Postwachstumstheoretikern
Wohlstand für Alle
Die meisten Postwachstumstheoretiker und Degrowth-Anhänger haben ein Problem: So hehr und gut ihre Absichten auch sein mögen – ja, die Klimakatastrophe ist die Herausforderung unserer Zeit! –, leider sind die Konzepte für ein anderes, klimaneutrales Wirtschaften äußerst unausgegoren.
Ernst genommen wird man jedenfalls eher kaum, wenn man in blumigen Worten ein Paradies auf Erden ausmalt, ein sehr vereinfachtes Bild vom Kapitalismus zeichnet und vor allem darauf abzielt, dass Menschen nur ihr Bewusstsein verändern müssen, um die Welt zu transformieren.
Klassenkonflikte gibt es in diesen Theorien ebenso selten wie ein modernes Verständnis von Geld. Der Nachhaltigkeitsforscher Tim Jackson bildet da keine Ausnahme: Beliebig bezieht er sich mal auf Milton Friedman, Stephanie Kelton oder Buddha oder Bonmots von Dichtern, nicht um eine schlüssige Analyse zu bieten, sondern, so scheint es, lediglich, um seine Leserschaft zu erbauen.
Jackson verspricht einen Wohlstand ohne Wachstum, leider weiß man aber auch nach mehr als 600 Seiten Lektüre noch immer nicht, wie das eigentlich gehen soll.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das Problem mit der Postwachstumstheorie.
Literatur:
Tim Jackson: Wie wollen wir leben? Wege aus dem Wachstumswahn. Oekom Verlag.
Tim Jackson: Wohlstand ohne Wachstum – das Update. Grundlagen für eine zukunftsfähige Wirtschaft. Oekom Verlag.
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Oct 6, 2021 • 31min
Ep. 113: Brauchen wir ein Recht auf Faulheit?
Wohlstand für Alle
Vor 90 und sogar schon vor 140 Jahren wurde das Ende der Arbeit prognostiziert. Paul Lafargue, immerhin der Schwiegersohn von Karl Marx, plädierte für ein Recht auf Faulheit und war sich sicher, dass wir bald auch gar nicht mehr viel arbeiten müssen – drei Stunden am Tage sollten ausreichen –und trotzdem in Wohlstand leben können.
Im 20. Jahrhundert sah das John Maynard Keynes ähnlich: 2030, so seine Vision, werden wir nur noch 15 Stunden pro Woche arbeiten müssen, den Rest übernehmen die Maschinen. Von diesen Vorstellungen sind wir allerdings heute meilenweit entfernt, obwohl der Fortschritt rasant verlief und Maschinen tatsächlich immer effizienter produzieren können.
Bemerkenswerterweise klammern sowohl Lafargue als auch Keynes die eigentlichen Kräfteverhältnisse im Kapitalismus aus und zielen vor allem auf eine Bewusstseinsänderung ab. Doch das Bewusstsein allein formt eine Gesellschaft keineswegs, so wichtig Ideologiekritik auch sein mag. Wer die Funktionsweise des Kapitalismus verkennt und primär von Bedürfnisbefriedigungen ausgeht, verfehlt das utopische Ziel.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.
Literatur:
Aaron Benanav: Automatisierung und die Zukunft der Arbeit, Suhrkamp.
Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit, Reclam.
John Maynard Keynes: “Economic Possibilities for our Grandchildren”, online verfügbar unter: http://www.econ.yale.edu/smith/econ116a/keynes1.pdf.
Werbung:
Mehr Informationen zum Sammelband "Verkannte Leistungsträger:innen" findet ihr unter:
https://www.suhrkamp.de/leistung
Die DISKURS-Folge mit Nicole Mayer-Ahuja und Oliver Nachtwey findet ihr unter:
https://youtu.be/fAffryQbqeA
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Sep 29, 2021 • 29min
Ep. 112: Wie China der Schock-Therapie entkam
Wohlstand für Alle
China ist seinen ganz eigenen Weg gegangen – und der war bislang überaus erfolgreich, wie ein Vergleich besonders deutlich zeigt. Während in Russland das Wohlstandsniveau seit nunmehr 30 Jahren stagniert, ging es in der Volksrepublik nur aufwärts.
Woran liegt das? Eine Studie der Ökonomin Isabella M. Weber ist dieser Frage nachgegangen und kommt zu erhellenden Einsichten: Während Russland auf die von Neoliberalen empfohlene Schock-Therapie setzte, wollte China den Preisen und dem Markt nicht einfach freien Lauf lassen, auch wenn Milton Friedman genau dies bei seinem China-Besuch in den 1980er-Jahren empfahl.
Chinas Jahrtausende alte Geschichte ist auch eine der Preisregulierungen – darauf besann man sich, als man die Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft verwandelte.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Chinas Sonderweg.
Literatur:
Isabella M. Weber: How China Escaped Shock Therapy: The Market Reform Debate, Routledge.
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Sep 25, 2021 • 48min
Literatur #9: Marion Messina - Fehlstart
Wohlstand für Alle - Literatur
Die Aufstiegsgesellschaft ist passé. Junge Menschen haben zwar heute besseren Zugang zu Bildung und zur Universität, jedoch führt dies keineswegs zu einem Leben mit mehr Wohlstand.
Im Gegenteil: Die Mieten sind in Städten wie Paris nahezu unbezahlbar und auch die berufliche Zukunft ist alles andere als rosig. Davon erzählt Marion Messina in ihrem Debütroman „Fehlstart“, der in Frankreich wie in Deutschland von der Kritik hochgelobt wurde.
Messina wurde 1990 in Grenoble geboren. Nach dem Abitur studierte sie Politikwissenschaften und Agrarwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin. Häufig wurde Messina in Kritiken mit ihrem Landsmann Michel Houellebecq verglichen, wenngleich Messinas Roman keine Protagonistin aus der bürgerlichen Mitte aufweist, sondern eine prekär lebende junge Französin namens Aurélie, die ihr Studium abbricht und zum Überleben als Hostess arbeiten muss.
Mit Houellebecq verbindet Messina allerdings der bitterböse, kulturkritische Blick auf eine Gesellschaft, die pseudo-emotionalisiert vor dem Fernseher sitzt oder Produkte kauft, die sie eigentlich nicht braucht. Ob Bologna-Reform, Wohnungsnot oder prekäre Arbeitsverhältnisse – „Fehlstart“ erzählt von einer Gegenwart, in der es wenig Hoffnung auf Besserung gibt.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diesen erstaunlichen Debütroman.
Literatur:
Marion Messina: Fehlstart, Hanser.
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Sep 22, 2021 • 27min
Ep. 111: Das Gespenst der Inflation
Wohlstand für Alle
Groß ist die Angst vor der Inflation, wieder einmal. Seit mehr als einem Jahrzehnt wird die Inflation oder gar die Hyperinflation herbeigeredet, dabei gelang es der EZB meist nicht einmal das Inflationsziel zu erreichen.
Jetzt aber verkünden die Schlagzeilen, die Inflation befinde sich auf einem Rekordhoch von fast 4 Prozent. Kommentare in Zeitungen und Nachrichtensendungen überbieten sich bei der Panikmache. Verglichen mit dem Vorjahr ist tatsächlich eine Inflation zu konstatieren, doch wie aussagekräftig ist der Vergleich mit 2020 wirklich, da doch die Wirtschaft durch die Lockdowns extrem gebremst wurde, Lieferketten gerissen sind und noch dazu die Mehrwertsteuer um 2 beziehungsweise 3 Prozent gesenkt wurde?
Vergleicht man die Inflationsrate mit der aus dem Jahr 2019, können wir wesentlich gelassener auf die Entwicklung schauen. Überhaupt stellt sich die Frage, was eigentlich geschehen würde, wenn die Europäische Zentralbank den Wunsch konservativer und liberaler Politiker und Journalisten nach höheren Zinsen erfüllen würde?
Wem ginge es dadurch besser, dass Kredite nicht mehr so günstig zu haben sind? Diejenigen, die Stimmung gegen die Niedrigzinspolitik machen, erkennen offenbar die Widersprüche ihrer eigenen Argumentation nicht.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Inflation und die Rolle der EZB.
Literatur:
Pepe Egger/Florian Kern: “Hyperinflation nimmt kein Experte ernst”, in: der Freitag 34/2021, online verfügbar unter: https://www.freitag.de/autoren/pep/hyperinflation-nimmt-kein-experte-ernst.
Isabel Schnabel: “Neue Narrative über die Geldpolitik: das Gespenst der Inflation”, online verfügbar unter:
https://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2021/html/ecb.sp210913~031462fe79.de.html
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