Papierstau Podcast

Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke
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Jul 31, 2019 • 1h 24min

Special: Joey Goebel

Nachdem sie ihn bereits im Interview hatten, widmen sich Robin, Tim und Kay in diesem Special Joey Goebel und seinem satirischen Werk. Im Vorgeplänkel geht es – passend zu “Vincent” – um die Frage, ob die Leute wirklich anspruchsloser werden: im Kino laufen nur noch Fortsetzungen, bei Büchern wird auf Nummer sicher gesetzt und wenn man einmal das Radio anmacht, braucht man die Musik auch nicht weiter zu erwähnen. Oder ist vielleicht doch nicht alles so schlimm? Es kommt zu einer spannenden Diskussion. Das erste Buch, und auch gleichzeitig sein Debütroman, “Freaks” stellt Kayleigh vor. Nachdem es mit der Karriere als Drehbuchautor für Goebel aussichtslos war, hat er beschlossen, sein letztes Drehbuch als Roman umzuschreiben und dabei ist dieses Buch rausgekommen. Es geht um fünf Außenseiter, die sich in einer Bar treffen und unterschiedlicher nicht sein können: eine 80 Jahre alte Dame, die es nochmal wissen will, eine junge Frau im Rollstuhl, ein frühreifes Mädchen, ein Iraker und ein Schwarzer, die alle ihr eigenes Päckchen zu tragen; ihre eigene Hintergrundgeschichte haben. Sie beschließen, eine Band zu gründen, “The Freaks”. Was daraus folgt, ist ein liebevolles, lustiges, unvorhersehbares Spiel dieser Figuren und in seinem präzisen Schreibstil schafft es Goebel, jeden dieser Charaktere liebenswert zu machen. Tim macht mit seinem zweiten, aber in Deutschland als ersten veröffentlichten Roman weiter, “Vincent”. In dem Buch geht es um “New Renaissance”, einer Organisation, die es sich zum Ziel gemacht hat, eine neue Generation von Künstlern zu kreieren, die wieder anspruchsvolle Unterhaltung erschaffen soll. Vincent ist einer dieser Kandidaten. Schon als Kind ist er kreativ, sensibel und talentiert im Schreiben, was ihn zum idealen Schüler machen würde. Aber, ein Künstler kann nur großes schaffen, wenn er großes Leid erfährt. So zieht die Organisation im Hintergrund die Strippen und trägt dafür Sorge, dass sein Leben alles andere als glatt verläuft. Heraus kommt ein zu Beginn satirischer, lustiger, böser Teil, der gegen Ende zunehmend ernster und tragischer wird. Eine unbedingte Leseempfehlung! Robin macht mit Goebels drittem Buch “Heartland” den Abschluss der Folge. Protagonist ist ein White-Trash-Dude, wie er im Buche steht: Blue Gene. Er lebt in einer Wohnwagensiedlung, Vokuhila, Schnurri und patriotische Tattoos zeichnen sein Äußeres. Dabei ist er Teil einer der wohlhabendsten Familien im Bundesstaat, von denen er sich aber abgekapselt hat. Eines Tages möchte sein Bruder allerdings als Kongressabgeordneter kandidieren, und damit er auch die einfachen Leute abholt, bittet er Blue Gene darum, bei seinen Wahlkampfveranstaltungen teilzunehmen. Dabei entspinnt sich ein tiefes Bild der amerikanischen Gesellschaft und macht sich, anders, als man vielleicht vermuten mag, nicht über Leute lustig, sondern will sie verstehen. Auch hier eine unbedingte Empfehlung! In der nächsten Folge erwartet euch etwas Besonderes, was wir zuvor noch nie im Podcast gemacht haben. Ihr dürft also gespannt sein – Und bis dahin, lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Vorgeplänkel: stirbt die Kunst langsam aus? 00:24:16 - "Freaks" von Joey Goebel 00:43:19 - "Vincent" von Joey Goebel 00:57:07 - "Heartland" von Joey Goebel   Buch-Infos: Titel: Freaks Autor: Joey Goebel Übersetzung: Hans M. Herzog Verlag: Diogenes (2007) Preis (Buch/eBook): 10,00 € / 7,99 € Länge: 208 Seiten Genre: Musik, Außenseiter Form: Taschenbuch ISBN: 978-3257236620 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Vincent Autor: Joey Goebel Übersetzung: Hans M. Herzog, Michael Jendis Verlag: Diogenes (2007) Preis (Buch/eBook): 13,00 € / 10,99 € Länge: 448 Seiten Genre: Künstler, Gesellschaftskritik Form: Taschenbuch ISBN: 978-3257236477 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Heartland Autor: Joey Goebel Übersetzung: Hans M. Herzog Verlag: Diogenes (2010) Preis (Buch/eBook): 13,00 € / 10,99 € Länge: 720 Seiten Genre: Amerika, Politik, Familie Form: Taschenbuch ISBN: 978-3257240375 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)   Der Beitrag Special: Joey Goebel erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jul 24, 2019 • 1h 13min

Nachtgeflüster #9

Premiere! Zum ersten Mal in der langen, 9-folgigen Geschichte des Nachtgeflüsters haben Robin und Tim einen Gast: Mara beehrt die beiden, um mit ihnen über drei Serie zu sprechen, die allesamt auf Netflix starten. Zuerst geht es um die vierteilige Miniserie “When they see Us”, die unter der Feder und Regie von Ava DuVernay entstanden ist. Darin geht es um den Fall der Central-Park-Fives, in dem fünf unschuldige Jungen im Alter zwischen 14-17 Jahren beschuldigt werden, eine Frau vergewaltigt zu haben. Die Serie schafft es dabei mit geschickten Stilmitteln und Bezügen zu aktuellen Themen einen Fall nahe zu bringen, der traurigerweise wenig an Aktualität eingebüßt hat. Eine unbedingte Empfehlung. Als zweites Sprechen sie über die fünfte Staffel von “Black Mirror”, in der Charlie Brooker drei neue Folgen zum Besten gibt. Dabei finden die drei vor Allem die erste Folge am spannendsten, während der Rest der Staffel eher seicht dahinplätschert. Etwas enttäuschend, gerade im Vergleich zu den anderen Staffeln. Zum Schluss geht es um die deutsche Serie “How to sell Drugs online (fast)”, die in den letzten Wochen ziemlich hohe Wellen geschlagen und positive Kritiken bekommen hat. Dem können die drei nur zustimmen und schwärmen von den sechs Folgen. Nächste Woche gibt es ein Special zu Joey Goebel, den wir vor kurzem im Interview hatten. Bis dahin – lest/zockt/schaut was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:01:21 - When They See Us 00:27:28 - Black Mirror Staffel 5 00:49:54 - How to Sell Drugs Online (Fast) 01:10:59 - Verabschiedung   Der Beitrag Nachtgeflüster #9 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jul 17, 2019 • 1h 14min

Folge 67: harter Tobak

Robin, Tim und Kayleigh haben sich mal wieder zusammengesetzt, um wieder über drei – mehr oder weniger – frische Bücher zu sprechen. Dabei sind sie deutlich positiv gestimmter als in der letzten Folge. Im Vorgeplänkel geht es um die Frage, ob Rezensent*innen den oder die Autor*in bei einer negativen Besprechung in Social Media-Posts verlinken sollen. Ausgelöst von einer kleinen Debatte, bei der eine Autorin gemeint hat, dass sie, aufgrund vieler rassistischer Rezensionen, nicht mehr auf schlechten Kritiken verlinkt werden will. Interessanter Stoff für eine Diskussion! Den Anfang macht Kay, die sich mit “Die Zeitmaschine” von H.G. Wells einen der wohl größten Klassiker der Science-Fiction-Literatur vorgenommen hat, dem ersten Roman, in dem mittels der titelgebenden Zeitmaschine in die Zukunft gereist wird. Der Namenlose Protagonist erfindet Ende des 19. Jahrhunderts eine Apparatur, mit deren Hilfe er die 4. Dimension, also die Zeit, manipulieren und sich in ihr fortbewegen kann. Die Idee stellt er einem ausgewählten Kreis an Menschen vor, denen er die Sache auch gleich vorführt. Er reist knapp 800.000 Jahre in die Zukunft, und auf der Erde leben noch zwei Arten: Die menschenähnlichen Eloi hausen über der Erde in Wohlstand und Reichtum, während die Morlocks unter der Erde für sie schuften müssen. Das Ganze entwickelt sich zu einer Gesellschaftsparabel, die sich bis heute gut lesen lässt nicht nur aus Recherchezwecken einen Blick wert ist, sondern hält dem Zahn der – entschuldigt – Zeit stand. Robin widmet sich dem Debütroman einem seiner Lieblingsautoren, “Fleisch ist mein Gemüse” von Heinz Strunk. Das Buch schildert die späte Jugend bzw. das frühe Erwachsenenleben von Heinz Strunk, der in Hamburg Harburg aufgewachsen ist. Durch seine Mutter hatte er eine frühe musikalische Erziehung, bevor sie schwere Depressionen bekommen hat. Er litt selber an einer starken Akne und ebenfalls Depressionen, während er sich der Tanzband “Tiffanies” anschloss, die vornehmlich auf Hochzeiten, Schützenfesten oder sonstigen Veranstaltungen dieser Art gebucht wurden. Mit seiner präzisen Beobachtungsgabe und schonungsloser Ehrlichkeit liefert er einen tiefen und gleichzeitig unglaublich lustigen Einblick in seine Jugend. Tim stellt das neueste Buch von Ferdinand von Schirach “Kaffee und Zigaretten” vor, welches ebenfalls autobiografische Texte versammelt. Dabei handelt es sich, im Gegensatz zu Strunk’s Buch, aber nicht um einen Roman, sondern um eine Sammlung verschiedener Textsorten, die alle nicht miteinander zusammenhängen. Kurze Erzählungen aus seiner Internatszeit treffen auf essayartige Abhandlungen verschiedenster Themen, juristische Beobachtungen und seine Sicht auf unterschiedlichste Dinge. Dabei ist allen ein präziser, schnörkelloser Schreibstil inne, der sich außergewöhnlich fließend lesen lässt. Nächste Woche gibt es ein Nachtgeflüster, bevor euch ein kleines Special zu einem Autor erwartet, der bereits Thema im Podcast war. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr, bis dahin – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Von Zugfahrten & Strumpfhosenfetischisten 00:11:30 - Negative Rezensionen & Autorenverlinkungen 00:24:24 - "Die Zeitmaschine" von H.G. Wells 00:45:29 - "Fleisch ist mein Gemüse" von Heinz Strunk 01:03:55 - "Kaffee und Zigaretten" von Ferdinand von Schirach   Buch-Infos: Titel: Die Zeitmaschine Autor: H.G. Wells Übersetzung: Lutz-W. Wolff Verlag: dtv (2017) Preis (Buch/eBook): 9,99 € / 7,99 € Länge: 192 Seiten Genre: Science-Fiction, Zeitreise Form: Taschenbuch ISBN: 978-3423145466 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Fleisch ist mein Gemüse Autor: Heinz Strunk Verlag: Rowohlt (2004) Preis (Buch/eBook): 10,00 € / 9,99 € Länge: 256 Seiten Genre: Gesellschaft, Jugendkultur Form: Taschenbuch ISBN: 978-3499237119 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Kaffee und Zigaretten Autor: Ferdinand von Schirach Verlag: Luchterhand (2019) Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 15,99 € Länge: 192 Seiten Genre: Kurzgeschichten, Jura Form: Hardcover ISBN: 978-3630876108 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate)   Der Beitrag Folge 67: harter Tobak erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jul 10, 2019 • 1h 12min

Folge 66: Richtungswechsel

Nach längerer Zeit begrüßen Robin und Tim mal wieder Kayleigh, aber da ihr in der Zwischenzeit einiges passiert ist, war eine Auszeit bitter nötig. Jetzt sind sie und die beiden aber wieder mit einer Fuhre frischer Bücher am Start! Das Vorgeplänkel schließt an das von letzter Woche an: die drei besprechen Feuilleton Kritiken und diskutieren darüber, wie für sie eine gute Rezension aussieht, selbst wenn es ein Verriss ist. Am Beispiel von “Stella”, wo nicht nur das Buch, sondern auch der Autor selber verrissen wurde, zeigen sie, wie sie eine Rezension nicht angehen würden. Den Anfang der Folge macht Kay, die ein Buch im Gepäck hat, auf das sie sich schon lange gefreut hat: “Cari Mora”, dem neuen Buch von “Schweigen der Lämmer”-Autor Thomas Harris. Mit den Worten “Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen” wird das Buch beworben, in dem es um eine Putzfrau geht, die die ehemalige Villa von Pablo Escobar in Stand hält. Dort hält sich die Legende, dass der Drogenbaron Gold versteckt haben soll, es bis heute aber nicht gefunden wurde. Der groß angekündigte Nachfolger von Hannibal Lecter trägt den Namen Hans Peter Schneider und scheint wie eine Parodie des einst großen Thomas Harris. Die Handlung wirkt konstruiert, nicht spannend und ist viel zu plötzlich vorbei. Kayleigh rät stark davon ab. Tim hat sich mal wieder einen Murakami vorgenommen, und zwar seine ersten beiden Romane, die zusammen in einem Buch erschienen sind: “Wenn der Wind singt” und “Pinball 1973”. Murakami hat sich selber lange geweigert, die beiden Romane außerhalb Japans rauszubringen, da für ihn seine Karriere ab seinem dritten Buch “Wilde Schafsjagd” anfängt. Nun ist es aber soweit, und in typischer Murakami-Manier geht es um einen jungen Studenten, der durch die Gegend treibt, in seiner Stammkneipe Bier trinkt und über Musik und Literatur philosophiert. Eine wirkliche Handlung im klassischen Sinn ist nämlich schwer auszumachen. Die Bücher überzeugen mit einer schönen und simplen Sprache, wer allerdings eine spannende Handlung erwartet, ist hier aber fehl am Platz. Robin macht den Abschluss der Folge und stellt den vor kurzem als Taschenbuch erschienenen Roman “Elefant” von Martin Suter vor. Das Buch handelt von einem Obdachlosen, der eines Abends unter einer Brücke anfängt, einen rosa Elefanten zu sehen. Mit diesem Klischee wird allerdings gebrochen, indem das Buch einen Wissenschaftler in den Fokus rückt, der fluoreszierende Tiere züchten will. Bei einem Versuch entkommt seltsamerweise ein Baby-Elefant, um den sich der Obdachlose jetzt kümmert. Das Buch schildert eine rührende, spannende und ungewöhnliche Geschichte mit viel Tiefe und erzählerischen Kniffen, die Robin nur jedem sehr empfehlen kann. Das war’s mit dieser Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Neues vom Cast 00:05:43 - VG: Feuilleton-Kritiken 00:20:28 - "Wenn der Wind singt / Pinball 1973" von Haruki Murakami 00:29:45 - "Cari Mora" von Thomas Harris 00:49:17 - "Elefant" von Martin Suter (inkl. Auszug)   Buch-Infos: Titel: Wenn der Wind singt / Pinball 1973 Autor: Haruki Murakami Übersetzung: Ursula Gräfe Verlag: Dumont (2015) Preis (Buch/eBook): 19,99 € / 8,99 € Länge: 268 Seiten Genre: Japan, Gesellschaft Form: Hardcover ISBN: 978-3832197827 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Cari Mora Autor: Thomas Harris Übersetzung: Imke Walsh-Araya Verlag: Heyne (2019) Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 17,99 € Länge: 336 Seiten Genre: Psycho-Thriller, Serienkiller Form: Hardcover ISBN: 978-3453272385 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Elefant Autor: Martin Suter Verlag: Diogenes (2017) Preis (Buch/eBook): 13,00 € / 10,99 € Länge: 352 Seiten Genre: Genmanipulation, Alkoholsucht Form: Taschenbuch ISBN: 978-3257244700 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Der Beitrag Folge 66: Richtungswechsel erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jul 3, 2019 • 54min

Folge 65: Realitätsverdruss

Nach einer hitzigen Woche sind Robin, Tim und Mara mal wieder zusammengekommen, um über frische Bücher zu sprechen! Das Vorgeplänkel dreht sich um Rezensionen, vornehmlich enttäuschte, unkonstruktive Kundenrezensionen bei Amazon und Co. Am Beispiel von Walter Moers gehen die Drei Muster dieser Bewertungen durch und diskutieren ihren Inhalt. Trotz all der Negativität muss man sagen: unterhaltsam sind sie! Den Anfang der Folge macht Robin mit “Die Geschichte der Bienen” von Maja (no Pun intended) Lunde, die damit eines der erfolgreichsten Bücher des Jahres 2017 geschrieben hat. Die Geschichte spielt in drei Zeitperioden. Mitte des 19. Jahrhundert findet sich ein gescheiterter Biologe am Ende seiner Karriere, bis ihm die Idee für einen neuartigen Bienenstock kommt. Im Jahr 2007 will ein Imker den Familienbetrieb an seinen Sohn weitergeben, der allerdings andere Pläne verfolgt und lieber Journalist werden möchte, bis eines Tages die Bienen verschwunden sind. In ferner Zukunft, Ende des 21 Jahrhunderts, gibt es keine Bienen mehr, und die Bestäubungsarbeit muss von Menschenhand erledigt werden, nachdem ein Großteil der Bevölkerung gestorben ist. Das Buch vereint drei spannende und interessante Geschichten zu einem umfassenden Bild, dass den Leser in seinen Bann zieht. Eine große Empfehlung von Robin! Tim stellt die Erzählung “Du hättest gehen sollen” von Daniel Kehlmann vor. Sie handelt von einem Drehbuchautor, der mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in ein Haus in einem kleinen Dorf in den Bergen gefahren ist, um an seinem neuen Werk zu arbeiten. Die Beziehung mit der Frau läuft nicht gerade gut und auch das Haus scheint ihm zuzusetzen, denn er beginnt, seltsame Dinge zu sehen. Im Dorf sind die Leute auch auf Abstand, denn sie trauen ihm nicht – irgendwas scheint es mit dem Haus auf sich zu haben. Das Buch wird zu einem Trip in die Psyche des Protagonisten auf der Suche nach Wahn, Wirklichkeit und Identität und zu einem spannenden Albtraum. Eine Empfehlung von Tim, wenn auch der Preis für die kleine Geschichte etwas happig erscheint. Den Abschluss der Folge macht Mara mit “Der Tod so nah” von Belinda Bauer. Es geht um Eve, eine Kriminalreporterin für True-Crime-Fälle, die kein Blut sehen kann. Augen auf bei der Berufswahl! Dennoch liebt sie ihren Job, auch wenn die Konkurrenz hart ist. Eines Tages bekommt sie einen Anruf von einem Serienmörder, der sie dazu einlädt, exklusiv und als Erste von einem neuen Tatort zu berichten. Ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann. So geht sie einen Deal mit dem sprichwörtlichen Teufel ein, über den er bestimmt und die Regeln schreibt. Ein spannendes Hin und Her zwischen Täter und Reporterin, unvorhersehbar und wendungsreich. Eine klare Empfehlung von Mara! Das war’s mit dieser Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Neues vom Cast, Vorgeplänkel: einseitige Buchkritiken 00:17:17 - "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde 00:29:25 - "Du hättest gehen sollen" von Daniel Kehlmann 00:38:31 - "Der Tod so nah" von Belinda Bauer 00:51:14 - unnötig langes Outro   Buch-Infos: Titel: Die Geschichte der Bienen Autorin: Maja Lunde Übersetzung: Ursel Allenstein Verlag: btb (2017) Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 9,99 € Länge: 528 Seiten Genre: Erzählung, Ökologie Form: Hardcover ISBN: 978-3442756841 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Du hättest gehen sollen Autor: Daniel Kehlmann Verlag: Rowohlt (2016) Preis (Buch/eBook): 15,00 € / 14,99 € Länge: 96 Seiten Genre: Alpträume, Erzählung Form: Hardcover ISBN: 978-3498035730 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: Der Tod so nah Autorin: Belinda Bauer Übersetzung: Marie-Luise Bezzenberger Verlag: Goldmann (2018) Preis (Buch/eBook): 10,00 € / 9,99 € Länge: 448 Seiten Genre: Psycho-Thriller, Krimi Form: Taschenbuch ISBN: 978-3442488353 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar)   Der Beitrag Folge 65: Realitätsverdruss erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jun 26, 2019 • 53min

Folge 64: Ambivalenz

Robin, Tim und Mara lassen sich nicht vom heißen Wetter beirren und haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über Bücher zu sprechen! Im Vorgeplänkel geht es um ein Thema, das wohl für viele Leute polarisiert – die Akzeptanz von Rechten Verlagen auf Messen und die Vermarktung von Autoren mit rechtem Gedankengut. Sie diskutieren über verschiedenste Ansichten und Möglichkeiten, mit dem Problem umzugehen. Auch wenn sie zu keinem wirklich festen Ergebnis kommen, können sie jedoch zwei Punkte festhalten: #fckafd und Nazis raus. Den Anfang der Folge macht Mara mit “The Girl Before” von JP Delayne, dem ersten Psychothriller von Anthony Capella unter diesem Pseudonym. Die Protagonistin braucht nach einem Schicksalsschlag einen Neuanfang und nimmt die Chance war, als sie ein Angebot für ein modernes Haus in London bekommt. Sie lernt den Besitzer und Architekten kennen, der sich scheinbar zu ihr hingezogen fühlt. Sie findet allerdings schnell etwas über ihre Vorbesitzerin raus, die in dem Haus verstorben ist und erstaunliche Ähnlichkeit mit ihr selber hat. Daraus entwickelt sich ein spannender und unkonventioneller Thriller, den Mara nur wärmstens empfehlen kann. Robin stellt “Die Nickel Boys” von Colson Whitehead vor, der für sein vorheriges Werk “Underground Railroad” 2017 den Pulitzer-Preis erhalten hat. Das Buch beginnt mit einer archäologischen Untersuchung in Florida, bei der viele menschliche Überreste entdeckt wurden. Die Untersuchung ergab, dass auf dem Gelände eine Besserungsanstalt war, in der jugendliche unter menschenunwürdigen Umständen festgehalten und misshandelt wurden. Mit Rückblenden erzählt das Buch die Geschichte zweier Jungen, die aus Versehen in die Fänge der Justiz der 60er Jahre geraten, als die Bürgerrechtsbewegung gerade ihre Anfänge nahm und Afro-Amerikaner immer noch nicht in der Gesellschaft akzeptiert wurden. Das Buch schildert eindringliche Ereignisse und schafft es, die niederschmetternde Erfahrung von Alltagsrassismus zu der Zeit nahe zu bringen. Auch wenn es ein paar erzählerische Makel hat, kann Robin das Buch durchaus empfehlen. Tim stellt “Die letzten Tage des Patriarchats” von Margarete Stokowski vor, das knapp 70 Essays und Kolumnen aus den Jahren 2011-2018 sammelt. Dabei ist das Buch nicht nur eine einfache Sammlung, sondern umfangreich kommentiert und bearbeitet. Mit einem brillanten Stil beschreibt Stokowski ihre Sicht der Dinge. Dabei geht es zum Großteil (aber nicht ausschließlich) um Feminismus, und sie schafft mit jeder Kolumne neue Denkansätze, eine andere Perspektive und trägt für Tim viel zum öffentlichen Diskurs verschiedenster Themen bei. Eine unbedingte Empfehlung! Das war’s für diese Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Vorgeplänkel: pluralistische Buchlandschaft, ja oder nein? 00:16:28 - "The Girl Before" von JP Delayne 00:27:03 - "Die Nickel Boys" von Colson Whitehead 00:40:10 - "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski   Buch-Infos: Titel: The Girl Before Autor: JP Delayne Übersetzung: Karin Dufner Verlag: Penguin (2017) Preis (Buch/eBook): 13,00 € / 9,99 € Länge: 400 Seiten Genre: Thriller, Krimi Form: Taschenbuch ISBN: 978-3328100997 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Die Nickel Boys Autor: Colson Whitehead Übersetzung: Henning Ahrens Verlag: Hanser (2019) Preis (Buch/eBook): 23,00 € / 16,99 € Länge: 224 Seiten Genre: Gegenwartsliteratur, Amerika Form: Hardcover ISBN: 978-3446262768 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Die letzten Tage des Patriarchats Autor: Margarete Stokowski Verlag: Rowohlt (2018) Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 16,99 € Länge: 320 Seiten Genre: Kolumnen, Feminismus Form: Hardcover ISBN: 978-3498063634 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Der Beitrag Folge 64: Ambivalenz erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jun 19, 2019 • 58min

Folge 63: Wir, Roboter

Nach einigen Schwierigkeiten in der Terminsuche sind Robin und Tim mal wieder am Start, mit umso spannenderen Büchern! Im Vorgeplänkel geht es um Science-Fiction-Klischees, die einem langsam zum Halse raushängen: Die Frage um die Menschlichkeit von Androiden, bösartige KIs, Explosionen im Weltraum und ob sich damit heutzutage noch eine neue Geschichte erzählen lässt, wo gerade diese Themen komplett abgegrast zu sein scheinen. Das erste Buch der Folge – “Maschinen wie ich” von Ian McEwan – stellt Robin vor. Sein neuestes Werk spielt in einer parallelen Welt, in der sich der Vater der modernen Informatik Alan Turing nicht umgebracht hat, sondern aufgrund seiner damalig illegalen Homosexualität ins Gefängnis zu gehen (seine Geschichte sollte viel mehr Leuten bekannt sein und lohnt sich, nachzulesen). Das führt dazu, dass er die Informatik weiter vorangetrieben hat und man sich in den 80er Jahren bereits auf einem Stand befindet, der weiter ist als die aktuelle Technologie. Der Protagonist entscheidet sich dazu, um seine Nachbarin zu beeindrucken, einen Androiden anzuschaffen, der nach den Asowschen Gesetzen erschaffen wurde. Allerdings beginnt er, ein Eigenleben zu entwickeln. Dabei entsteht ein Roman, der Sci-Fi-Fans nichts neues bieten wird. Leute, die nichts mit der Materie zu tun haben, werden aber aufgrund des guten Schreibstils und der Thematik auf ihre Kosten kommen. Eine halbe Empfehlung! Tim stellt “Das Leben ist eines der Härtesten” vor, dem Debütroman der Neomagazin-Royal-Autorin Giulia Becker. Das Buch dreht sich um Silke, eine fürsorgliche, liebenswerte Mitarbeiterin der Bahnhofsmission. Bei der ist sie gelandet, weil sie sich durch eine Kurzschlussreaktion so doll verschuldet hat, dass sie die Sozialstunden selbst 10 Jahre danach abarbeiten muss. Im Grunde genommen findet sie das aber nicht schlimm und ist mit der Arbeit sehr zufrieden. Ihre alte Nachbarin Frau Goebel will vor ihrem Tod einen Traum erfüllen und ins Tropical Island. Mit zwei weiteren Freundinnen machen sie also einen Roadtrip. Das Buch ist voller Liebe zum Detail und den Charakteren erzählt. Dabei sitzt jede Pointe und es gibt viel Humor, ohne, dass sich über die Figuren lächerlich gemacht wird. Dabei wird es auch stellenweise tragisch und ernst, was den Roman zu einem der spannendsten Bücher macht, die dieses Jahr rausgekommen sind. Das letzte Buch der Ausgabe stellt Robin vor, und es handelt sich um den Abschluss der Trisolaris-Trilogie “Jenseits der Zeit” von Cixin Liu. Das Buch schildert in einer Zeitspanne von ca. 300 Jahren die Zeit mit dem Frieden der Trisolarier, die mittlerweile mit den Menschen zusammenleben. Eine Ingenieurin macht jedoch aus dem Kälteschlaf auf und mit ihr eine geheime Mission, die den Frieden erneut ins Wanken bringen könnte. Das Buch ist wie gewohnt im wahrsten Sinne des Wortes Episch. Mit großen Ideen und spannenden Punkten kommt die Reihe zu einem gelungenen Abschluss, auch wenn Robin nicht ganz zufrieden mit dem Ende war. Die Trilogie lohnt sich aber alle Male! Das war’s mit der Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Intro, Vorgeplänkel: Sci-Fi Klischees 00:12:48 - "Maschinen wie ich" von Ian McEwan 00:27:31 - "Das Leben ist eins der Härtesten" von Giulia Becker 00:38:48 - "Jenseits der Zeit" von Cixin Liu   Buch-Infos: Titel: Maschinen wie ich Autor: Ian McEwan Übersetzung: Bernhard Robben Verlag: Diogenes (2019) Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 21,99 € Länge: 416 Seiten Genre: Robotik, Gesellschaft Form: Hardcover ISBN: 978-3257070682 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Das Leben ist eins der Härtesten Autor: Giulia Becker Verlag: Rowohlt (2019) Preis (Buch/eBook): 20,00 € / 14,99 € Länge: 224 Seiten Genre: Menschen, Gesellschaft Form: Hardcover ISBN: 978-3498006891 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Jenseits der Zeit Autor: Cixin Liu Übersetzung: Karin Betz Verlag: Heyne (2019) Preis (Buch/eBook): 17,99 € / 13,99 € Länge: 992 Seiten Genre: Sci-Fi, Weltraum, Trilogie Form: Broschiert ISBN: 978-3453317666 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Der Beitrag Folge 63: Wir, Roboter erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jun 12, 2019 • 1h 15min

Folge 62: No Risk, No Fun

Allein zu zweit! Robin und Tim bestreiten nach längerer Zeit eine Folge ohne Mara oder Kayleigh, und haben einige neue Sachen im Gepäck. Zum einen gibt es jetzt einen Papierstau-Webshop, der euch mit allem möglichen Merch versorgt. Zum anderen gibt es ab jetzt auch eine Patreon-Seite, auf der man uns direkt unterstützen kann. Die Crew würde sich freuen! Im Vorgeplänkel geht es um Bibliotheken. Robin berichtet von seinen ersten Erfahrungen in einer kleinen Bibliothek in der Vorstadt, in der aufgewachsen ist und warum er jetzt keinen Ausweis der Stadtbücherei hat. Tim erzählt von seiner Grundschulzeit, in der er mit seiner Klasse einmal wöchentlich in die Schweriner Stadtbibliothek aufsuchte. Anstelle von Bücher, gab es da meistens jedoch nur “Die drei ???”-Hörspiele. Seit kurzem ist er aber auch stolzer Besitzer eines Ausweises der Stadtbücherei in Leipzig und spricht über die Vorteile, die das mit sich bringt. Das erste Buch der Folge stellt Robin vor, der mit “Großmutters Haus” von Thomas Sautner eine kleine Perle für sich entdeckt hat. In dem Buch geht es um Malina, die eines Tages ein mysteriöses Päckchen voller Geld bekommt. Neben den Scheinen lag auch eine Notiz bei, durch die der Absender deutlich wird: ihre Großmutter, welche sie nie kennengelernt hat, da ihre Familie über sie den Mantel des Schweigens hüllte. Also heißt es, auf in die alte Heimat, von der Großstadt aufs Land. Dort angekommen merkt sie schnell, dass ihre Großmutter “Kräutermischungen” verkauft – Gras mit besonderen Kräutern, das vor allem die Kreativität fördert. Die beiden freunden sich schnell an und es entsteht ein leichter, wunderbar geschriebener Sommerroman raus, den Robin wärmsten empfehlen kann. Tim hat sich mal wieder einem Buch von Haruki Murakami gewidmet, nämlich der Liebesgeschichte “Naokos Lächeln”. In dem Buch geht es um Tōru, einen Studenten in den zwanzigern und den Bindungen und Beziehungen, die er mit verschiedenen Leuten hat. Zum einen die Titelgebende Naoko, die mit seinem besten Freund zusammen war, der bei einem Autounfall gestorben ist. Der Kontakt verlor sich nach dem Ereignis, bis sie sich eines Tages zufällig in Tokyo treffen und regelmäßig lange Spaziergänge unternehmen. Darüber hinaus geht es um eine Kommilitonin, mit er sich gut anfreundet, einem älteren Studenten, mit dem er öfter Mädchen aufreißen geht und vielen Personen mehr. Bei dem Buch werden viele Feinheiten in Murakami typischer Manier eingefangen und mit vielen Gesprächen zementiert. Seine elegante Schreibweise und die Charaktere machen das Buch zu mehr als einem einfachen Liebesroman, der allerdings durch die leider sehr seltsamen Sexszenen nicht gänzlich rund ist. Den Abschluss macht Robin mit einem Buch, das in letzter Zeit für viel Aufsehen gesorgt hat: “GRM: Brainfuck” von Sibylle Berg. Das Buch handelt von vier Teenagern, die in einem dystopischen England in der nahen Zukunft leben. Rochdale ist ein Ort voller Armut, Elend und den Übersehenden der Gesellschaft. Dort aufzuwachsen ist kein Zuckerschlecken, denn für die Anwohner gibt es im Grunde keine Perspektive. Das Buch holt zu einem Rundumschlag aus, der jeden mitten ins Gesicht trifft. Es werden unter anderem Themen wie Privatsphäre, Überwachung, Neoliberalismus, Kapitalismus, Nationalismus, Sexismus, Xenophobie und toxische Männlichkeit auf eine so radikale und drastische Art und Weise behandelt, wie die beiden es in der Form selten sehen haben. Hinzu kommt der staccatoartige Stil, der die perfekte literarische Umsetzung von Grime ist und das Geschehen einmalig einfängt. Ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte. Zum Schluss gibt es noch zwei Empfehlungen begleitend zum Buch. Eine nette Instagramerin hat eine Grime Spotify-Playlist erstellt, die Leuten einen guten Zugang und Überblick in die Szene gibt und den Stil wahrscheinlich etwas nachvollziehbarer macht. Außerdem empfiehlt Tim die Folge des WDR-Cosmo Podcasts “Machiavelli” zum Thema Grime, der einen tiefen Einblick in die Bedeutung des Genres bietet. Das war’s für diese Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:00:00 - Webshop, Neues vom Cast 00:11:34 - Vorgeplänkel: Bibliotheken 00:21:15 - "Großmutters Haus" von Thomas Sautner 00:31:47 - "Naokos Lächeln" von Haruki Murakami 00:42:53 - "GRM: Brainfuck" von Sibylle Berg (inkl. Auszug)   Buch-Infos: Titel: Großmutters Haus Autor: Thomas Sautner Verlag: Picus (2019) Preis (Buch/eBook): 22,00 € / 17,99 € Länge: 252 Seiten Genre: Österreich, Beziehungen Form: Hardcover ISBN: 978-3711720764 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Titel: Naokos Lächeln Autor: Haruki Murakami Übersetzung: Ursula Gräfe Verlag: btb (2003) & Dumont (2019) Preis (Buch/eBook): 11,00 € / 8,99 € Länge: 416 Seiten Genre: Erzählung, Liebesroman Form: Taschenbuch ISBN: 978-3442730506 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) Titel: GRM: Brainfuck Autor: Sibylle Berg Verlag: Kiwi (2019) Preis (Buch/eBook): 25,00 € / 22,99 € Länge: 640 Seiten Genre: Dystopie, Gesellschaftskritik Form: Hardcover ISBN: 978-3462051438 Links: Verlag | genialokal (Affiliate) | LChoice (Affiliate) (Rezensionsexemplar) Der Beitrag Folge 62: No Risk, No Fun erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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Jun 7, 2019 • 22min

Interview with Joey Goebel

**English below** Joey Goebel ist derzeit auf Lesereise durch den deutschsprachigen Raum. Als Robin gesehen hat, dass der Bestseller-Autor im ca. eine Stunde entfernten Gütersloh eine Lesung hält, ging es ans Pläneschmieden! Das Interview wurde angefragt und bestätigt, die Presseplätze ebenso. Dann die große Frage: Wer soll dabei sein? Robin und Kay standen fest, und Tim hat sich auch dazu entschlossen, die Reise anzutreten und dabei für ein paar Tage zum ersten Mal die Crew in Münster zu besuchen. Das war ein großer, wenn auch nicht ganz so produktiver Spaß, denn die Folge diese Woche musste leider ausfallen. Als kleines Bon-Bon für zwischendurch gibt es nun das Interview (auf Englisch), welches Robin und Kay mit Joey Goebel geführt haben. Dabei haben sie über seine musikalische Karriere als Sänger der fantastischen Punk-Band The Mullets, den Wechsel zum Autor und natürlich über „Irgendwann wird alles gut“ und „Vincent“ gesprochen. Wir bedanken uns noch mal beim Diogenes-Verlag und der Buchhandlung Markus in Gütersloh, die uns so freundlich empfangen haben! Nächste Woche erwartet euch eine neue Folge, bis dahin – lest was Gutes! Joey Goebel is currently on a reading tour throughout Germany and Switzerland. When Robin saw, that he will be in Güthersloh – which is about an hour away from Münster – plans needed to be made! He sent an interview request and we got three seats for the evening. So the biggest question was: Who wants to come with? Robin was set and Kay as well, since she also read the books and is a native English speaker. But Tim decided to take this opportunity for a visit and to stay for a couple of days for the first time! While it was all fun, they weren’t really productive so that this weeks episode is delayed. As a little something we got you the interview (in English), which Robin and Kay had with Joey Goebel. They talked about his musical carrier as singer from the great punk band “The Mullets”, his change of heart to become a novelist and of course his books “Torture the Artist” and “I know it’s going to happen for you some day”. Thanks to Diogenes and Buchhandlung Markus for the friendly opportunity! Der Beitrag Interview with Joey Goebel erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
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May 29, 2019 • 60min

Nachtgeflüster #8

Robin und Tim haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über alles außer Bücher zu sprechen! Dieses Mal geht es sogar nicht um Videospiele, sondern ausschließlich um Filme und Serien. Der erste Film ist die gleichnamige Umsetzung von Cixin Liu’s Kurzgeschichte “Die wandernde Erde”, der an den chinesischen Kinos Einspielrekorde gebrochen hat und nun von Netflix gekauft und weltweit vertrieben wird. Ähnlich wie in dem Buch geht es darum, die Erde vor einer großen Sonneneruption zu bewahren, indem die gesamte Erde umgesiedelt wird. Was die Menschen aber anscheinend nicht berechnet hat, war die große Gravitation von Jupiter, die den Planeten zerstören wird. Eine Gruppe von Astronauten hat die Hoffnung allerdings noch nicht aufgegeben und versucht, die missliche Lage zu lösen. Der Film ist ein typischer Blockbuster, wie man ihn kennt. Er sieht gut aus, hat aber haarsträubende Logiklöcher, ein konstruiertes Ende und flache Figuren, dass man sich wohl eher auf einen Katastrophenfilm als auf eine gelungene Umsetzung der Vorlage einstellen sollte. Dann kann man nämlich durchaus Spaß mit dem Film haben. Weiter geht es mit der Netflix Eigenproduktion “Tuca & Bertie” von Lisa Hanawalt, die vor allem als Comicautorin bzw. -zeichnerin, sowie Produktionsdesignerin bei “Bojack Horseman” bekannt ist. Die Animationsserie dreht sich um zwei Vögel: Bertie, eine eher introvertierte Frau und ihre beste Freundin Tuca, das genaue Gegenteil. Dabei behandelt die Serie mit einer unvergleichlichen visuellen Präsentation und einem grandiosen Humor ernste und aktuelle Themen wie Sexismus, Alkoholismus und sexuelle Belästigung. Dabei gelingt ihr die Gratwanderung zwischen diesen Themen und dem Humor hervorragend. Die beiden haben außerdem “Die Unglaublichen 2” von Brad Bird gesehen, nachdem vor 14 Jahren der erste Teil lange auf die Fortsetzung hat warten lassen. Der Film knüpft direkt an seinem Vorgänger an und stellt dieses Mal Mrs. Incredible in den Vordergrund, die von einem reichen Menschen das Angebot bekommt, Superhelden wieder positiv in der Gesellschaft zu besetzen. Der zweite Teil schafft es geschickt, wichtige Themen, Spannung und eine brillante Optik miteinander zu Kombinieren und steht somit dem ersten Teil in nichts nach. Zum Schluss geht es noch kurz um die Serie “Archer”, die eine Parodie auf den klischeehaften, james-bond-artigen Geheimagent ist. Die Serie dreht sich um Sterling Archer, einem narzisstischen, misogynen, alkoholsüchtigen Agenten mit Mutterkomplex und der Belegschaft von ISIS, einem privaten Geheimdienst. Mit großartigen Running-Gags und einem besonderen 50er-Jahre-Comic-Look hat die Serie die beiden schnell begeistert. Das war’s für diese Folge, bis zum nächsten Mal – lest/guckt/zockt was Gutes! Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS Timecodes: 00:01:47 - Die wandernde Erde (Netflix) 00:19:53 - Tuca & Bertie (Netflix) 00:36:33 - Die Unglaublichen 2 00:48:23 - Archer (Netflix)   Der Beitrag Nachtgeflüster #8 erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

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