Wirtschaftliche Freiheit

Norbert Berthold, Jörn Quitzau
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Apr 9, 2026 • 30min

#96: Energiepreisschock dämpft Aufschwungshoffnung - Ergebnisse der neuen Gemeinschaftsdiagnose

Die deutsche Wirtschaft sollte dank der gelockerten Finanzpolitik endlich wieder wachsen. Doch nun droht der Energiepreisschock den Aufschwung wieder auszubremsen. Was sind die Folgen des Iran-Krieges für die Konjunktur und für die Preisstabilität? Und wie sieht es langfristig für die deutsche Volkswirtschaft aus? Über diese Fragen spricht Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) mit dem Konjunkturforscher Prof. Dr. Holtemöller (IWH Halle, Universität Halle-Wittenberg), der maßgeblich an der Frühjahrs-Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute mitgewirkt hat.
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Mar 29, 2026 • 24min

#95: Die "Klima-Urteile" - Warum sie nicht zu Ende gedacht sind

Das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht haben vielbeachtete Urteile zum Klimaschutz getroffen. Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) hat dem Umweltökonomen Prof. Dr. Joachim Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) drei Fragen gestellt: Was haben das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht entschieden? (ab Minute 01:30) Lassen sich die Urteile umsetzen? (13:03) Was sind die Alternativen? (18:20)
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Mar 23, 2026 • 46min

#94: Wettrennen der Supermächte - Überholt China die USA oder hört es auf zu wachsen?

China ist wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte. Es hat im letzten halben Jahrhundert einen fulminanten wirtschaftlichen Aufholprozess hingelegt. Das Wachstum des Westens hinkte weit hinterher. China entwickelte sich von der billigen Werkbank und einem riesigen Absatzmarkt zum ernsthaften Rivalen. Der chinesische Weg der „Planwirtschaft mit wettbewerblichen Elementen“ war erfolgreich. Die wirtschaftliche Entwicklung in China setzte den reichen Ländern zu. Ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen, Vorprodukten und Gütern nahm zu. Heute dominiert China weltweit wichtige Branchen der Industrie. Das verschärft die Probleme des Westens. Der China-Schock verstärkt den Prozess der De-Industrialisierung schmerzhaft. Warum ist China wirtschaftlich so erfolgreich? In Europa, den USA und Japan geht die Angst um, China hole wirtschaftlich nicht nur auf, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es den Westen überhole. Der könnte technologisch ins Hintertreffen geraten und seine Zukunftsfähigkeit verlieren. Allerdings: Auch in China wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Seit über 10 Jahren erlebt es eine strukturelle Abkühlung. Die Wachstumsraten haben sich fast halbiert, liegen aber noch deutlich über denen des Westens. Was sind die Gründe? Stößt die staatliche Lenkung über 5-Jahres-Pläne an Grenzen? Erleidet China das Schicksal kommunistischer Planwirtschaften? Wird China alt, bevor es reich wird? Droht China das Phänomen der „Japanifizierung“ mit hoher Verschuldung und latenter Immobilienkrise? Die Teilnehmer: Markus Taube ist einer der führenden deutschen Experten für die chinesische Wirtschaft, Ostasienwirtschaft und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Europa. Er lehrt und forscht an der Universität Duisburg-Essen, wo er den Lehrstuhl für Ostasienwirtschaft, insbesondere China an der Mercator School auf Management (MSM) innehat. Zusätzlich ist er Direktor der IN-EAST School of Advanced Studies (Institut für Ostasienwissenschaften) und Co-Direktor des Konfuzius-Instituts an der Universität. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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Feb 28, 2026 • 0sec

#93: Der vernachlässigte Kontinent - Afrika auf dem Weg nach Europa?

Europa ist wirtschaftlich in Schwierigkeiten. Die Welthandelsordnung, ein Pfeiler seines Geschäftsmodells, zerbröselt. Daran ist nicht nur Donald Trump Schuld. Und Europa ist auf kritische Mineralien angewiesen. China nutzt die Abhängigkeit. Europa reagiert auf diese Entwicklungen mit Freihandelsabkommen. Ein Kontinent wird aber vernachlässigt: Afrika. Warum spielt der Kontinent, der (geographisch) größer ist als die USA, China und Indien zusammen, kaum eine Rolle in der europäischen Strategie? Was könnte Afrika wirtschaftlich Europa bieten? Wo hapert es in Afrika noch? Warum baut Europa viele Hindernisse gegenüber Afrika auf? Wie könnte Afrika ein wichtiger Freihandelspartner für Europa werden? Ist der neue „African Capitalism“ eine Antwort? Die Teilnehmer: Andreas Freytag ist ein profunder Kenner des afrikanischen Kontinents. Er ist Professor für Wirtschaftspolitik an der FSU Jena und Honorarprofessor an der Universität in Stellenbosch (Südafrika). Er ist auch Direktor von Tutwa Europe, einer Consulting Group, die zwar global ausgereichtet ist, durch die Expertise und Netzwerke von Andreas Freytag aber einen deutlichen Afrika-Bezug hat. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Münster, Basel, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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Feb 8, 2026 • 0sec

#92: Gerechtigkeit - Was ist das?

Die Welt verändert sich. Ökonomisch ist ein Prozess der „schöpferischen Zerstörung“ in Gang. De-Industrialisierung, Demographie, Digitalisierung, Dekarbonisierung treiben den Prozess. Altes verschwindet, Neues kommt. Sektorstrukturen verändern sich. Einkommen und Vermögen werden ungleicher verteilt. Institutionen, wie die Systeme der Sozialen Sicherheit, geraten in Schwierigkeiten. Überall gibt es Gewinner und Verlierer. Es sei ungerecht, kritisieren die Verlierer, dass sie die Lasten der Veränderung tragen müssen, während sich andere eine goldene Nase verdienen. Nur, was ist gerecht, was ist ungerecht? Woran sollte sich eine Gesellschaft orientieren, an der Ergebnis- oder eher der Chancengleichheit? Ist es ungerecht, wenn Einkommen und Vermögen inter-personell (sehr) ungleich verteilt sind? Was ist sinnvoller, um Ungleichheit zu verringern, (noch) mehr staatliche Umverteilung oder eine höhere soziale Mobilität? Woran sollte sich eine Gesellschaft orientieren, die Lasten des demographischen Wandels inter-generativ gerecht anzulasten? Wie sollte sie die umlagefinanzierten Systeme der Sozialen Sicherung reformieren? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU, Würzburg) im Gespräch mit Dr. Rainer Hank (FAS, Frankfurt)  
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Feb 3, 2026 • 0sec

#91: Geoökonomie - Ein neues Spiel hat begonnen

Das Jahr 2026 hat mit geopolitischen und geoökonomischen Paukenschlägen begonnen. Die USA sind nicht weiter der Anker der Weltwirtschaftsordnung. Der liberale Kapitalismus hat ausgedient. In der neuen Machtpolitik gelten andere Spielregeln. Doch was sind die neuen Spielregeln? Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG) im Gespräch mit dem Geoökonomie-Experten und China-Kenner Prof. Dr. Sebastian Heilmann (Universität Trier). Lebenslauf Prof. Heilmann: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/politikwissenschaft/team/regierungslehre-politik-und-wirtschaft-chinas/team/heilmann-sebastian Und hier geht es zum im Gespräch erwähnten Buch "Geoeconomics: How Geopolitical Rivalries Reshape Global Markets": https://www.amazon.de/Geoeconomics-Geopolitical-Rivalries-Reshape-Markets/dp/3982790514
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Jan 24, 2026 • 0sec

#90: Erbschaftsbesteuerung: Wie sollte es weitergehen?

Bernd Raffelhüschen, Finanzwissenschaftler aus Freiburg, plädiert für Abschaffung der Erbschaftsteuer und eine Flowbesteuerung hoher Einkommen. Dominika Langenmayr, Steuer- und Vermögensexpertin aus Eichstätt-Ingolstadt, spricht sich für eine vereinfachte Erbschaftsteuer mit niedrigen Sätzen, höheren Freibeträgen und Stundungsregeln aus. Es geht um Reformansätze, Steuersätze, administrative Praxis und internationale Lehren.
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Jan 9, 2026 • 37min

Vermögensungleichheit: Ein non-issue? - Der Podcast zum Blog-Beitrag

Ungleichheiten polarisieren, mal mehr, mal weniger. Gesellschaften sind systemimmanent ungleich. Das gilt für Einkommen und Vermögen. Für viele Menschen ist Ungleichheit aber ungerecht. Aktuell stehen hohe Vermögen im Kreuzfeuer der Kritik. Vor allem die Erben großer Vermögen erleben einen Shitstorm. Diese Vermögen seien „leistungslos“ und „unverdient“. Kritisiert werden hohe Vermögen auch, weil befürchtet wird, dass sie Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt erodieren. Es gelte immer mehr „one euro, one vote“. Die Kritik an hohen Vermögen hat aber noch einen profaneren Grund. In Zeiten von Haushaltskrisen und Investitionsstaus wird die Suche nach neuen Einkommensquellen intensiviert. Vermögen- und Erbschaftsteuern erscheinen vielen als eine einfach zu erschließende, kräftig sprudelnde Quelle. Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Norbert Berthold (Universität Würzburg) und Dr. Jörn Quitzau (BERGOS AG). Den Blog-Beitrag von Prof. Norbert Berthold finden Sie hier: https://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=42450
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Dec 4, 2025 • 0sec

#88: Kritische Rohstoffe, China und der Westen: Sind Seltene Erden das „neue“ Öl?

"Der Mittlere Osten hat Öl, China hat seltene Erden." (Deng Xiaoping, 1992) Die Globalisierung ist in der Defensive. Weltweite kooperative Lösungen werden brüchig. Teile der Welt tendieren zur Autarkie. Wirtschaftliche Macht dominiert. Mächtige Länder nutzen sie gezielt. Jeder denkt nur an sich. Internationale wirtschaftliche Abhängigkeiten können für (kleinere) Länder zur Falle werden. Der Handelskonflikt, den Donald Trump angezettelt hat, zeigt, das gegenseitige Vertrauen in die Verlässlichkeit schwindet. Handelskriege legen aber auch die starke Abhängigkeit des Westens von China offen. Chinesische Exportkontrollen für Seltene Erden sind nur die Spitze des Eisberges. Für den Westen ist es ein dèja vu. In den 70er Jahren schränkten Ölförderländer die weltweite Ölförderung ein. Wie heute die Welt von seltenen Erden abhängig ist, hing sie damals am Tropf des Öls. Ökonomisch bekamen die Ölkrisen der 70er Jahre dem Westen nicht. Das Ergebnis war eine Stagflation. Wiederholt sich die Geschichte? Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JUM) im Gespräch mit Prof. Dr. Rolf J. Langhammer (IfW) Teilnehmer: Rolf Langhammer ist Außenwirtschafts- und Entwicklungsökonom am Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und Honorarprofessor an der Universität Kiel. Bis 2012 leitete er verschiedene Forschungsabteilungen am IfW. Er war von 1997 – 2012 Stellvertreter des Präsidenten und Vizepräsident. Seit seinem Ruhestand 2012 arbeitet er weiter am IfW. Norbert Berthold ist Professor (em.) für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war an den Universitäten Freiburg, Basel, Münster, Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Würzburg tätig. Norbert Berthold ist Initiator und Betreiber des Ökonomen-Blogs „Wirtschaftliche Freiheit“ und Namensgeber und Initiator dieses Podcast.
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Nov 14, 2025 • 41min

#87: Marktwirtschaft - ohne Attribute!

Eine Krise jagt die nächste. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stagniert seit Jahren und der Wirtschaft fehlt inzwischen jegliche Dynamik. Wie findet Deutschland zurück in die Erfolgsspur? Naheliegend wäre es, die Marktwirtschaft zu entfesseln. Doch marktwirtschaftliche Lösungen haben es in Deutschland schwer. Woran liegt das? Ein Gespräch zwischen Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG) und Prof. Dr. Stefan Kooths (Kiel Institut für Weltwirtschaft), Autor des Buches "Marktwirtschaft" (https://shop.kohlhammer.de/marktwirtschaft-33598.html#147=19)

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