
Lesart Buchkritik - "Heldenreise ins ewige Eis" von Jürgen Kehrer
Mar 25, 2026
Günther Wessel, Literaturkritiker bei Deutschlandfunk Kultur, stellt Jürgen Kehrers Sachbuch über die missglückte deutsche Arktisexpedition 1912/13 vor. Es geht um Kehrers spannenden Erzählstil und die Frage nach echten Helden. Wessel zeichnet die Ära der Polarforschung nach, erzählt von Herbert Schröder Stranz, dem Scheitern der Vorexpedition und dem verzweifelten Überlebenskampf auf dem Eis.
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Episode notes
Krimispannung Trifft Sachbuchrecherche
- Jürgen Kehrer schreibt Spannungsbögen wie ein routinierter Krimiautor und macht Sachbuchstoff lebendig.
- Günther Wessel betont die detailreiche, bildhafte Erzählung mit Rückgriffen auf Originalberichte der Expeditionsteilnehmer.
Heldenbild Trieb Einen Hochstapler Zur Expedition
- Das Heldenbild in der Polarforschung war im 19. und frühen 20. Jahrhundert dominant und trieb Männer wie Herbert Schröder an.
- Wessel schildert Schröders Aufstieg vom Landser zum Pseudo-Forscher und seine Selbstinszenierung als Herbert Schröder Stranz.
Wie Schröder Stranz Die Expedition Erfand
- Schröder erfand die deutsche arktische Expedition und überredete Experten trotz fehlender Qualifikation.
- Er änderte seinen Namen zu Schröder Stranz, sammelte Geld und plante die Nordostpassage als späteren großen Coup.

