WDR Zeitzeichen

Röstverbot und Kaffee-Spitzel: Preußens Prohibitionszeit

8 snips
Jan 21, 2026
Jürgen Luh, Direktor des Research Center Sanssouci und Biograf von Friedrich II., und Katja Mutschelknaus, Kulturwissenschaftlerin mit Fokus auf Ernährungs- und Genusskultur, diskutieren die wechselvolle Geschichte des Kaffees im 18. Jahrhundert. Sie beleuchten das seltsame Röstverbot Friedrichs II., die soziale Bedeutung von Kaffee und das kulturelle Phänomen des Kaffeekränzchens. Dabei wird deutlich, dass trotz strenger Kontrollen der Kaffeekonsum unaufhörlich steigt und dass Frauen in diesem Rahmen ein Stück Emanzipation finden.
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Episode notes
INSIGHT

Kaffee Als Hofritual

  • Kaffee wurde in Europa ab ca. 1660 schnell zum kulturellen und städtischen Phänomen mit eigenem Ritual und Porzellanservice.
  • Bei Friedrich dem Großen war Kaffee Teil des höfischen Alltags und des repräsentativen Essrituals.
INSIGHT

Staatliche Ökonomie Hinter Dem Verbot

  • Friedrich II. verband Kaffeepolitik mit Merkantilismus und wollte Devisen im Land halten.
  • Er verbot 1766 die freie Einfuhr, um die Staatskassen zu schonen.
ANECDOTE

Kreativer Schmuggel Alltäglicher Kaffee

  • Schmuggel und kreative Verstecke (Heuballen, Brustlaibchen) machten Kaffee weiterhin verfügbar.
  • Marktfrauen und Bauern organisierten systematisch die Versorgung trotz Verboten.
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