
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Kunstmuseen Krefeld – Die Bar
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Kunstmuseen Krefeld – Die Bar | Katia Baudin, Magdalena Holzhey, Sylvia Martin & Liora Epstein
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Eine Bar ist ein sozialer Ort. Ein Ort für beiläufige Gespräche, für Beobachtungen, für das, was zwischen zwei Sätzen hängen bleibt. Sie ist Bühne und Rückzugsraum zugleich. Und sie ist ein Raum, in dem Rollen sich verschieben können: Wer zuhört, wird Teil der Situation. Wer spricht, erzählt oft mehr als geplant. Genau diese Idee steht im Zentrum dieser Folge – und führt ins Kaiser Wilhelm Museum der Kunstmuseen Krefeld.
Unter dem Titel „Die Bar“ wird dort ein künstlerisches Format vorgestellt, das Kunstwerk und sozialen Raum miteinander verbindet. Es geht um Begegnung, um Atmosphäre und um die Frage, wie sich ein Museum anfühlen kann, wenn es nicht nur betrachtet wird, sondern wenn man sich in ihm bewegt, verweilt, spricht, zuhört.
Zu Gast ist Katia Baudin, Direktorin der Kunstmuseen Krefeld. Gemeinsam mit den Kuratorinnen Dr. Magdalena Holzhey und Dr. Sylvia Martin spricht sie über die Ausstellung, über kuratorische Entscheidungen und über das Potenzial, einen scheinbar alltäglichen Ort wie eine Bar als künstlerische Struktur ernst zu nehmen. Ergänzt wird das Gespräch durch die Perspektive der Künstlerin Liora Epstein, die Einblick in ihre Arbeit und ihre Denkweise gibt.
Kunstmuseen Krefeld: Ein Museum als sozialer Raum
Im Gespräch wird deutlich, wie sehr sich die Rolle von Museen verändert hat. Das Museum ist längst nicht mehr nur ein Ort, an dem Kunst „aufbewahrt“ wird. Es ist ein Ort, an dem Öffentlichkeit entsteht – und an dem sich entscheidet, wer sich angesprochen fühlt und wer nicht.
Die Kunstmuseen Krefeld verhandeln diese Frage in der Folge nicht abstrakt, sondern ganz konkret: über Räume, über Formate, über Situationen. „Die Bar“ wird dabei als künstlerischer Ansatz beschrieben, der Nähe ermöglicht, ohne Inhalte zu vereinfachen.
Die Bar: Kunstwerk, Situation, Begegnung
Was passiert, wenn eine Bar im Museum nicht Dekoration ist, sondern Teil eines künstlerischen Konzepts? Wenn Gespräche, Blickwechsel und das Verweilen selbst zur Form werden? „Die Bar“ wird in dieser Episode als Ort beschrieben, der fiktive und reale Ebenen miteinander verschränkt: eine Situation, die sich wie Alltag anfühlt und zugleich als künstlerische Setzung funktioniert.
Die Folge zeigt, wie stark Kunst über Situationen wirken kann – und wie sehr es dabei auf Details ankommt: Licht, Rhythmus, Sprache, die Art, wie Menschen sich zueinander verhalten. Die Bar wird so zu einem Ort, an dem Beobachtung möglich wird. Nicht als Interpretation, sondern als Wahrnehmung.
Kuratorische Perspektiven: Warum dieses Format jetzt?
Dr. Magdalena Holzhey und Dr. Sylvia Martin sprechen über die kuratorische Seite des Projekts. Es geht um Entscheidungen: Wie wird ein solches Format im Museum verankert? Welche Rolle spielt Vermittlung? Und wie gelingt es, einen Raum zu schaffen, der offen ist – ohne beliebig zu werden?
Dabei wird sichtbar, dass „Die Bar“ auch ein Kommentar zur Gegenwart ist: In einer Zeit, in der Begegnung oft beschleunigt oder digitalisiert ist, wirkt ein Ort, an dem man bleiben darf, wie eine bewusste Setzung.
Liora Epstein: Künstlerische Praxis und Alltagssprache
Mit Liora Epstein kommt eine künstlerische Perspektive hinzu, die den Blick auf die Bar als Arbeitsfeld erweitert. Im Gespräch geht es um künstlerische Entscheidungen, um Materialität und um die Frage, wie sich ein Werk im Raum verhält – und wie sehr es davon abhängt, wie Menschen sich darin bewegen.
Die Folge zeigt damit auch: Dreidimensionale Kunst ist heute häufig nicht nur Form. Sie ist Situation. Sie ist eine Einladung, anders zu schauen – und manchmal auch anders miteinander zu sprechen.
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die Türen öffnen – in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum. „Die Bar“ in den Kunstmuseen Krefeld ist ein Beispiel für diese Form von Unterstützung: ein Projekt, das Kunst als soziale Erfahrung ernst nimmt und neue Zugänge ermöglicht.
Themen dieser Folge
Kunstmuseen Krefeld · Kaiser Wilhelm Museum · Die Bar · kuratorische Praxis · Museum als sozialer Ort · zeitgenössische Kunst · Liora Epstein · kulturelle Teilhabe
Gäste
Katia Baudin · Direktorin Kunstmuseen Krefeld
Dr. Magdalena Holzhey · Kuratorin
Dr. Sylvia Martin · Kuratorin
Liora Epstein · Künstlerin
Links & Credits
Kunstmuseen Krefeld ·Liora Epstein · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West
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Anknüpfend dazu: Kunstpalast Düsseldorf – Palastrauschen über Museum, Nacht und Öffentlichkeit · Museum Folkwang – Neue Welten über Sammlung und Gegenwart · Lehmbruck Museum – Skulptur, Plastik oder Objekt? über Raum, Material und Wahrnehmung.
Textsignatur
Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.
Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.
