
detektor.fm | Podcasts Mission Energiewende: Der Klima-Podcast | Fahrradstadt der Zukunft
„Großes Faible für ganz große Projekte“
Utrecht, Amsterdam, Kopenhagen. Diese Städte fallen vielen Menschen als Erstes ein, wenn es um Radwege und eine fahrradfreundliche Infrastruktur geht. Aber auch in Deutschland gibt es zahlreiche Projekte und Ideen, die helfen sollen, den Radverkehr auszubauen und voranzubringen. Tübingen in Baden-Württemberg zum Beispiel steckt aktuell viel Geld in den Ausbau der Fahrradinfrastruktur. Stadtraumstrategin Katrin Korth plant und realisiert seit Jahren beheizte Brücken, zentrale Radachsen, Parkhäuser für Fahrräder und knallblaue Radwege.
„Eine menschengerechte Stadt“
Wenn ein öffentlicher Raum für Kinder, für ältere und behinderte Menschen funktioniert, dann funktioniert er auch für alle anderen — das muss die Grundannahme für die Planung sein, findet Katrin Korth. Auch den Wandel in der Gesellschaft muss sie in ihre Pläne einbeziehen — viele Menschen, die lange aufs Rad verzichtet hätten, würden heutzutage wieder in die Pedale treten — inzwischen gebe es viel mehr E-Bikes und Pedelecs auf Tübingens Straßen. Mit seinen neuen Radwegen, Brücken und Stellplätzen ist Tübingen inzwischen Vorbild für andere Gemeinden.
Fahrräder sind leise, sie sparen Platz, verursachen keine Abgase, sind gesundheitsfördernd und im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln verhältnismäßig günstig. Aber warum hakt es trotzdem beim Ausbau des Radverkehrs in Deutschland? Und wie sieht die Fahrradstadt der Zukunft aus? Darüber spricht detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew mit der Stadtraumstrategin Katrin Korth in dieser Folge von „Mission Energiewende“.
