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detektor.fm – Das Podcast-Radio
Dieser Podcast ist für alle vielseitig interessierten Hörer. Denn hier sammeln wir alle Inhalte von detektor.fm in einem Ordner. Nie wieder etwas von uns verpassen.
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Apr 10, 2026 • 46min
Antritt | Interview: Wie fährst du auf dem Tandem durch Taiwan, Bina Witte-Jekel?
In dieser Ausgabe von „Antritt“ geht es mit Bina Witte-Jekel um eine Reise mit dem Tandem rund um Taiwan.
Mit dem Tandem nach Taiwan
Wenn es um Genussradfahren geht, zählen Radreisen sicherlich zu den Klassikern. Über Tage und Wochen fremde Gegenden aus eigener Kraft erfahren, den Bürostuhl gegen den Sattel tauschen und sehr direkt in andere Kulturen und Sprachen eintauchen: Das geht mit dem Fahrrad besonders gut. Bina Witte-Jekel macht immer wieder Radreisen, allerdings in einem speziellen Modus: Mit ihrem Mann ist sie nach Möglichkeit mit dem Tandem unterwegs. In diesem Jahr hat es die beiden nach Taiwan gezogen, in drei Wochen haben sie die Insel dabei auf dem Doppelfahrrad umrundet. Es ist ihr erster Besuch dort gewesen und sie haben die Insel als ziemlich fahrradfreundlich kennengelernt.
Freiheit auf dem Tandem
Bina ist überzeugte Tandemfahrerin, sie sitzt auf dem hinteren Sattel und ist damit eine sogenannte „Stokerin“. Sie kann dabei weder lenken, noch bremsen oder schalten. Auf den ersten Blick könnte man diese Sitzposition als eingeschränkt und ausgeliefert verstehen. Es braucht eine ordentliche Portion Vertrauen zum Vordermann — dem sogenannten „Captain“ — damit die Fahrt für beide zum Gewinn wird. Für Bina bedeutet gerade ihre hintere Sitzposition dabei vor allem Freiheit, denn sie hat den Blick frei auf die Umgebung, muss sich ums Fahren selbst wenig kümmern und kann es genießen, zum Beispiel Fotos zu machen oder die Karte im Blick zu behalten.
Bina im Gespräch
Über ihre Reiseroute in Taiwan, die Schönheit der Insel, die organisatorischen Aspekte der Reise und den Reiz des Tandemfahrens an sich hat Gerolf für diese Ausgabe des Antritts mit Bina Witte-Jekel gesprochen.
Antritt bei Steady und Apple Rückenwind geben
In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören.

Apr 10, 2026 • 5min
Was läuft heute? | Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer
Manche Dinge ändern sich nie
Fast 20 Jahre sind vergangen, seit die beliebte Serie „Malcolm Mittendrin“ 2007 zu Ende gegangen ist. Genau so viel Zeit ist auch in der Serienwelt vergangen. Malcolm (Frankie Muniz) steht mittlerweile mitten im Leben und hat mit seiner Freundin Tristan eine eigene Familie gegründet. Die beiden haben eine Tochter, Leah, im Teenageralter.
Von seinen Eltern und seinen vier Geschwistern scheint sich Malcolm distanziert zu haben. Im Revival „Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ muss er seine Familien gezwungenermaßen vereinen. Seine Eltern, Hal (Bryan Cranston) und Lois (Jane Kaczmarek), feiern 40. Hochzeitstag und die Einladung scheint nicht einfach eine nette Geste zu sein, sondern verpflichtend.
Reunited: Cast und Crew
Das schwierigste an einem Revival ist wahrscheinlich, alle noch mal zusammenzutrommeln. In diesem Fall hat es ziemlich gut funktioniert: Alle Schauspieler und Schauspielerinnen der Originalserie sind wieder dabei, abgesehen von einer Ausnahme: Erik Per Sullivan spielte Malcolms jüngeren Bruder Dewey, hat aber mittlerweile der Schauspielerei ganz den Rücken gekehrt. Alle anderen sind wieder am Start, inklusive Schöpfer (Linwood Boomer) und Regisseur (Ken Kwapis). Nostalgisch wird es also auf alle Fälle.
„Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer“ findet ihr seit dem 10. April auf Disney+.
Was läuft heute?
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Apr 10, 2026 • 25min
brand eins-Podcast | 10 Jahre Brexit: Das frühe Aufleben des Populismus
2016: Großbritannien stimmt für den Brexit
Der „brand eins Podcast“ feiert diesen Monat seinen 10. Geburtstag. Wir nehmen das zum Anlass, um über wichtige Ereignisse zu sprechen, die vor zehn Jahren passiert sind — und die sich bis in Gegenwart und Zukunft auswirken.
Eines der politischen Großereignisse des Jahres 2016 ist ganz sicher das britische Votum für den Brexit. Eine knappe Mehrheit — nämlich 51,9 Prozent der Wahlberechtigten Großbritanniens — hat sich am 23. Juni 2016 für das Verlassen der Europäischen Union ausgesprochen. Sowohl für viele Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens als auch in den anderen EU-Staaten ist dieses Ergebnis ein Schock gewesen. Dass ein Staat den europäischen Staatenbund verlassen würde, hatte es bis dahin noch nicht gegeben.
Nicolai von Ondarza ist seit mehr als 25 Jahren bei der Stiftung Wissenschaft und Politik und leitet dort seit sechs Jahren die Forschungsgruppe Europa. Seit vergangenem Jahr ist er außerdem „Associate Fellow im Europe Programme“ von Chatham House. Eines seiner Spezialgebiete ist das Verhältnis der Briten und der EU. Für ihn kommt im Brexit ein Auflehnen gegen die Londoner Elite und auch ein frühes Aufleben des Populismus zum Ausdruck. Während die Brexit-Gegner eher rational argumentierten, haben die Befürworter sehr emotional agiert. Schon damals ist das Thema Migration dabei sehr wichtig gewesen. „Im Nachhinein war es sicherlich vor allen Dingen die Migrationsfrage. Schon damals, wir denken an das Jahr 2015, 2016 zurück, begann ja die Flüchtlingskrise in Europa. Und nach Großbritannien waren auch sehr, sehr viele Einwanderer und Einwanderinnen aus Mittel- und Osteuropa gekommen.“
Nicolai von Ondarza über Post-Brexit-UK
Das Brexit-Votum selbst kostete den damaligen Premierminister David Cameron den Job. Nach seiner Nachfolgerin Theresa May war es dann Boris Johnson, in dessen Regierungszeit der eigentliche Austritt aus der EU fiel. Laut Nicolai von Ondarza hat das Land vom Austritt weder profitiert, noch ist es zu einem plötzlichen, rapiden Wohlstandsverlust gekommen. Die Folgen sind eher langfristiger Natur: Von Ondarza sieht einen schleichenden Verlust von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, einen Rückgang des Handels mit der EU und eine dauerhafte Schwächung des Landes. Seiner Meinung nach lässt sich aus dem Brexit auch die folgende Lehre ziehen: „Man kann auch daraus lernen, dass wenn Populisten solche Referenden oder Wahlen gewinnen, sich dann schnell zeigt, wie wenig ihrer vermeintlich einfachen Lösungen tatsächlich dazu beitragen, die Probleme eines Landes zu lösen.“
Über das Brexit-Votum im Jahr 2016, seine politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen sowie die aktuelle Situation Großbritanniens und die Chancen auf einen Wiedereintritt in die Europäische Union spricht detektor.fm-Moderator Christian Bollert in dieser neuen Folge des brand eins Podcasts mit Nicolai von Ondarza.

Apr 10, 2026 • 22min
Spektrum der Wissenschaft – Der Podcast | Geheimnisvolle Muschelseide: Gold aus dem Meer
Muschelseide ist ein sehr seltenes und besonderes Material. Sie ist bereits seit der Antike bekannt und galt als Luxusstoff. Es gibt viele Geschichten darüber, dass sogar Könige und Pharaonen Kleidung daraus getragen haben. Allerdings stimmt das so wahrscheinlich nicht ganz. Doch dazu später mehr.
So wird Muschelseide hergestellt
Die Muschelseide wird nicht – wie normale Seide – von Raupen hergestellt, sondern aus den feinen Fäden einer Muschel, der sogenannten Großen Steckmuschel. Diese lebt unter anderem im Mittelmeer. Mit den haarähnlichen Fäden hält sie sich am Meeresboden fest. Genau diese Fäden werden gesammelt, gereinigt und weiterverarbeitet. Eine extrem aufwendige und handwerklich anspruchsvolle Arbeit.
Wie Forschende kürzlich herausfanden, ist für den goldenen Glanz eine spezielle Behandlung der Muschelfäden verantwortlich. So bekommt der Stoff seine edle Optik wohl durch die Behandlung mit Säure, zum Beispiel mit Zitronensaft. Das verbessert nicht nur die Farbe, sondern auch die feine Struktur der Fasern, die das Licht dann auf spezielle Weise reflektieren.
Allerdings scheint ein großer Teil der Geschichte rund um die Muschelseide etwas übertrieben oder falsch verstanden worden zu sein. Darauf wurde angesichts der Meldung über die Zitronensäure jedenfalls Lars Fischer aufmerksam. Ein möglicher Grund dafür ist ein Missverständnis aus der Antike: Das Wort „Byssus“ konnte sowohl sehr feines Leinen als auch diese Muschelfäden bedeuten. Also ein einfacher Übersetzungsfehler?
„Die haben ganz schön dick aufgetragen in der Pressemitteilung“, sagt Fischer, Redakteur bei Spektrum der Wissenschaft. Er wurde bei der Recherche zur sagenumwobenen Muschelseide stutzig. Dann stieg er genauer in die Geschichte ein und fand Spannendes heraus. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer verrät Fischer, was er entdeckt hat.

Apr 9, 2026 • 35min
DAZWISCHEN Der Sachsen-Anhalt-Podcast | Mitmachlokal: Begegnung am dritten Ort
Begegnungsorte in Sachsen-Anhalt: Stark gefragt, kaum finanziert
In Sachsen-Anhalt verschwinden immer mehr Begegnungsorte, auch „dritte Orte“ genannt. Dazu gehören zum Beispiel Kulturzentren, Schwimmbäder, Bibliotheken oder Kneipen. Orte, an denen Menschen einander begegnen und kennenlernen können, an denen Austausch außerhalb der eigenen Blase möglich ist und Leute mit fremden Meinungen und Menschen konfrontiert werden. Dieser Austausch ist laut dem Soziologen Rainer Manthe für unsere Demokratie essentiell.
Denn nur, wenn wir einander kennenlernen und als „legitime Andere“ akzeptieren, verstehen wir uns und andere als Teil der Gemeinschaft.
Die Kürzungen der Gelder stellt viele dieser Orte und Projekte vor große Probleme.
Mitmachlokal Dessau
In Dessau hat Kathrin Hinze lange ein Begegnungsort gefehlt. Deshalb hat sie das „Mitmachlokal“ einfach selbst gegründet. Ein Begegnungsort mitten im Stadtzentrum. Hier kann man zum Beispiel tanzen, Kaffee trinken, Nachhilfe nehmen oder eigene Projekte umsetzen. Für den Podcast besucht Marie Kathrin Hinze und das Mitmachlokal. Vor Ort schaut sie nach, wie es funktioniert. Sie spricht mit den Menschen darüber, was ihnen dieser Ort bedeutet. Es geht dabei auch darum, wie Kathrin Hinze und ihre Mitstreiter das Projekt gerettet haben und warum sie sich mehr Unterstützung durch die Politik wünschen.
Denn auch hier hat die Finanzierung mehrfach auf der Kippe gestanden. Zusammen mit der Expertise des Soziologen Rainer Manthe ordnen Marie und Katja das Erlebte ein. Sie schauen auf andere gefährdete Projekte und begeben sich auf die Suche nach Ursachen und Lösungen für das Sterben der Begegnungsorte.
Der DAZWISCHEN-Podcast
Wir liefern mit DAZWISCHEN im Jahr der Landtagswahl ein ausgewogenes, kritisches und differenziertes Bild von Sachsen-Anhalt. Habt ihr Fragen oder Anregungen? Kennt ihr Begegnungsorte, über die wir berichten sollten? Oder Heldinnen und Helden, die Sachsen-Anhalt besser machen? Schreibt uns gern eine Mail an dazwischen@detektor.fm. Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen! Wenn euch das Projekt interessiert, empfehlen wir euch außerdem den DAZWISCHEN-Newsletter. In der aktuellen Ausgabe gibt es viele weitere Hintergründe und knackige Veranstaltungstipps mit Begegnungsgarantie.
Der Podcast DAZWISCHEN entsteht im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Media Forward Fund gGmbH. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der BEBE Medien GmbH.

Apr 9, 2026 • 5min
Was läuft heute? | The Testaments: Die Zeuginnen
The Testaments: Die Zeuginnen
Im Zentrum der Serie stehen zwei junge Frauen: Agnes Mackenzie, die in Gilead aufgewachsen ist und die strengen Regeln des Regimes verinnerlicht hat — zumindest so lange, bis erste Zweifel aufkommen. Dem gegenüber steht Daisy, die außerhalb der Diktatur lebt und unerwartet mit einer Vergangenheit konfrontiert wird, die sie unmittelbar mit Gilead verbindet.
Ein zentraler Schauplatz ist eine elitäre Schule für zukünftige Ehefrauen. Dort wird jungen Frauen mit rigiden Methoden und religiöser Legitimation Gehorsam vermittelt. Doch nicht alle sind bereit, sich diesem System widerspruchslos zu fügen.
Widerstand im Verborgenen
Während sich die Lebenswege von Agnes und Daisy zunehmend annähern, zeichnet sich ab, dass der Wandel in Gilead nicht durch eine einzelne Zäsur ausgelöst wird. Vielmehr sind es individuelle Entscheidungen und stille Formen des Widerstands, die das Fundament des Regimes ins Wanken bringen.
„The Testaments: Die Zeuginnen“ verbindet Elemente des Coming-of-Age-Dramas mit denen eines politischen Thrillers und knüpft atmosphärisch wie thematisch an die Vorgängerserie an. Die Serie könnt ihr jetzt auf Disney+ streamen.
Was läuft heute?
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Apr 8, 2026 • 31min
Geschichten aus der Mathematik | Paul Erdős und seine FBI-Akte
Paul Erdős: der etwas andere Mathematiker
Mal angenommen, eine Person wird am 26. März 1913 geboren. Der Einfachheit halber sagen wir mal um Punkt Mitternacht. Wie viele Sekunden hätte er dann bis heute gelebt? Das ist nicht leicht zu beantworten, die meisten werden wohl länger an der Rechnung sitzen oder einfach ChatGPT & Co befragen. Paul Erdös aber — und um dessen Geburtstag handelt es sich hier –, der konnte sowas einfach im Kopf ausrechnen. Und zwar schon als Kind.
Das blieb aber bei Weitem nicht die einzige — oder gar beeindruckendste — Leistung von Paul Erdős, er gilt nämlich bis heute als einer der wichtigsten Mathematiker des 20. Jahrhunderts. Vor allem auch, weil er es geschafft hat, die wissenschaftliche Mathe-Community zusammenzubringen.
Erdős ist Jude, als der Antisemitismus in Ungarn zunimmt, verlässt er das Land. Zunächst geht er mit einem Stipendium nach Manchester, später nimmt er seine erste Stelle in den USA an. Dort zieht er von Campus zu Campus, später lehrt er über drei Jahrzehnte an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Aber auch in dieser Zeit reist er zu zahlreichen Unis, um dort mit anderen Mathematikerinnen und Mathematikern zusammenzuarbeiten. Im Laufe seines Lebens wirkt er an etwa 1500 Publikationen mit — Rekord in der Mathewelt.
Statt sich sein Leben lang einem großen Thema zu widmen, erstellt Erdős lieber eine Liste mit vielen kleineren Problemchen der Mathematik. Bis heute haben Paul Erdős‘ Theorien Auswirkungen auf ganz alltägliche Probleme: Gerade erst ist sein Name wieder besonders aktuell, wenn es um Künstliche Intelligenz und Large Language Modelle wie ChatGPT oder Google Gemini geht.
Wie Paul Erdős die Mathematik geprägt hat, was wir über ihn als Person wissen und warum ihn eigentlich das FBI ins Visier genommen hat, darüber sprechen Manon Bischoff und Demian Nahuel Goos in dieser Folge von „Geschichten aus der Mathematik“.

Apr 8, 2026 • 5min
Was läuft heute? | The Boys – Staffel 5
The Boys — Staffel 5
Mit der finalen fünften Staffel von „The Boys“ bringt Prime Video das gnadenlose Superhelden-Epos zu einem explosiven Ende, in dem Homelander und Billy Butcher im ultimativen Kampf um Macht, Moral und Menschlichkeit aufeinandertreffen. Homelander will durch ein Serum noch stärker und quasi unsterblich werden, während Butcher mit einem Virus alle Menschen mit Superkräften töten will.
Zwischen Superhelden-Action und politischer Satire
Die Serie basiert auf den „The Boys“-Comics von Garth Ennis, die maßgeblich für den harten Ton und die Mischung aus Action und politischer Satire verantwortlich sind. Für die letzte Staffel kehren neben Karl Urban und Anthony Starr auch Erin Moriatzy, Jack Quaid und Jensen Ackles in ihre Rollen zurück.
Die fünfte und letzte Staffel „The Boys“ startet heute bei Prime Video.
Was läuft heute?
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Apr 7, 2026 • 17min
WIRTSCHAFT ARBEIT JETZT | Homeoffice: Neue Freiheit, neue Regeln
Homeoffice ist für viele Beschäftigte längst Teil des Arbeitsalltags. Was während der Pandemie für viele Unternehmen eine Notlösung war, ist heute oft fester Bestandteil moderner Arbeitsorganisation. Gleichzeitig wirft das Arbeiten außerhalb des Büros neue Fragen auf — auch rechtlich.
Homeoffice, mobiles Arbeiten, Telearbeit
In der dritten Folge von „Wirtschaft. Arbeit. Jetzt!“ spricht Host Claudius Nießen in unserem Themenmonat rund um die rechtlichen Rahmenbedingungen in Sachen Arbeit mit unserer Arbeitsrechtsexpertin Anett Weber über die Regeln und Grauzonen rund um Homeoffice und mobiles Arbeiten. Klar ist: Einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice gibt es in Deutschland nach wie vor nicht. Ob und wie von zu Hause gearbeitet wird, ist in der Regel eine Frage der Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten.
Dabei zeigt sich, dass „Homeoffice“ nicht gleich „Homeoffice“ ist. Während die sogenannte Telearbeit einen fest eingerichteten Arbeitsplatz zu Hause beschreibt, meint mobiles Arbeiten oft eine größere Flexibilität — etwa das Arbeiten von verschiedenen Orten. Gerade hier entstehen rechtliche Unsicherheiten, etwa beim Arbeitsschutz oder bei der Frage, wer für die Ausstattung verantwortlich ist.
Klare Absprachen, weniger Konflikte
Auch im Alltag ergeben sich neue Konfliktfelder: Wie wird Arbeitszeit erfasst? Was gilt als Pause? Und wie lässt sich produktives Arbeiten mit der Freiheit des eigenen Zuhauses vereinbaren? Entscheidend sei, so Weber, dass klare Regelungen getroffen werden — etwa zu Erreichbarkeit, Arbeitszeiten oder technischen Voraussetzungen.Gleichzeitig zeigt sich: Homeoffice bietet viele Vorteile, etwa mehr Flexibilität und weniger Pendelzeit. Es ist daher kaum vorstellbar, dass diese Form der Arbeit wieder vollständig verschwindet. Vielmehr bleibt die Herausforderung, ein Gleichgewicht zu finden — zwischen Freiheit und Struktur.
„Wirtschaft. Arbeit. Jetzt!“ erscheint immer dienstags. In der nächsten Folge geht es um befristete Verträge.

Apr 7, 2026 • 16min
Mission Energiewende: Der Klima-Podcast | FREI DAY: Was können Kinder fürs Klima tun?
FREI DAY: Freitags geht’s um Nachhaltigkeit
In Deutschland werden laut einer Erhebung des Umweltbundesamts jährlich etwa 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Darunter auch vermeidbare Abfälle wie zum Beispiel übrig gebliebene Speisereste und nicht verkaufte Lebensmittel. Um dem entgegenzuwirken, retten Schülerinnen und Schüler der DPFA-Regenbogen-Grundschule in Leipzig jeden Freitag Lebensmittel von einem Supermarkt und aus der Schulcafeteria. Daraus bereiten sie dann einen gesunden Pausensnack für die ganze Schule zu.
Das ist aber noch nicht alles. In anderen Räumen der Schule wird genäht, gehäkelt und geupcycelt. In wieder anderen wird ein Podcast produziert. Auf dem Korridor wird fleißig umgetopft und angepflanzt. So sieht ein typischer FREI DAY an der DPFA-Regenbogen-Grundschule in Leipzig aus. Jeden Freitag steht statt normalem Unterricht die Arbeit in bis zu 30 verschiedenen selbst gewählten Projektgruppen an.
„Kinder wollen machen, Kinder wollen tun“
Das Lernformat, welches sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN orientiert, gibt es an der Regenbogen-Grundschule inzwischen seit fast vier Jahren. Eingeführt hat Schulleiterin Karen Brunner den FREI DAY, um die Kinder nach der Corona-Pandemie wieder mehr aus sich herauszuholen, erklärt sie. Offenbar funktioniert’s, denn über die Jahre haben sich nicht nur die Projekte entwickelt, sondern auch die Kinder.
Für Grundschulkinder sind die Nachhaltigkeitsziele noch sehr abstrakt, erklärt die Schulleiterin, deswegen geht es beim FREI DAY hauptsächlich darum, sich mit dem eigenen Alltag und dem direkten Umfeld zu beschäftigen. Egal in welcher Form und in welchem Ausmaß — der FREI DAY zeigt: Kinder können etwas für den Klimaschutz tun und sind vor allem auch interessiert daran.
Für die aktuelle Folge von „Mission Energiewende“ hat Host Ina Lebedjew die DPFA-Regenbogen-Grundschule in Leipzig besucht und einen FREI DAY miterlebt. Sie hat mit Selma und Konrad aus der dritten Klasse gesprochen, Schulleiterin Karen Brunner befragt und Erzieher Benjamin Kaul interviewt. Was die Kinder über den Schutz des Klimas denken und wie sie sich konkret dafür einsetzen, das erfahrt ihr in dieser Folge des Klima-Podcasts von detektor.fm.


