
detektor.fm | Podcasts Mission Energiewende: Der Klima-Podcast | Republik Moldau: Mit neuen Bäumen gegen den Klimawandel
Klimafolgen in der Republik Moldau
Die Republik Moldau ist laut den Vereinten Nationen eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder in Europa: Der Kleinstaat zwischen Rumänien und der Ukraine leidet schon jetzt verstärkt unter Naturkatastrophen und Wetterextremen. Vor allem die Landwirtschaft ist betroffen — Dürre, Überschwemmungen, Hagel und Spätfrost sorgen für schlechtere Ernten. Das ist besonders gravierend, weil die Landwirtschaft einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Republik Moldau ist.
Neue Wälder für den Klimaschutz
Um Moldau widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel zu machen, setzt die Regierung unter der pro-europäischen Präsidentin Maia Sandu auf Bäume: Vor zwei Jahren hat sie ein Aufforstungsprogramm ins Leben gerufen.
Das Programm hat ein klares Ziel: Bis 2032 sollen 15 Prozent des moldauischen Territoriums mit Wald bedeckt sein. Bisher sind es nur rund elf Prozent und damit deutlich weniger als der europäische Durchschnitt. Durch das neue Programm sollen in der Republik Moldau neue Wälder gepflanzt und die bestehenden Wälder besser geschützt werden. Denn Bäume sind unverzichtbar für den Klimaschutz. Sie speichern Kohlenstoff und regulieren den Wasserhaushalt. Dazu kommt, dass Wälder die biologisch vielfältigsten Ökosysteme an Land sind: 80 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten an Land sind in ihnen beheimatet.
detektor.fm-Reporterin Alea Rentmeister war in der Republik Moldau unterwegs, um mehr über das Aufforstungsprogramm zu erfahren. Gemeinsam mit der Journalistin Mathilde Doiezie hat sie unter anderem mit dem Waldbiologen Aurel Lozan und mit der ehemaligen Umweltministerin Iordanca Iordanov gesprochen. Die Recherche wurde vom Institut für Demokratie, Medien und Kulturaustausch e. V. unterstützt.
