
detektor.fm | Podcasts Forschungsquartett | Erobert Künstliche Intelligenz die Musik?
Songs aus der Maschine
Künstliche Intelligenz ist in der Musik angekommen. Genau wie in vielen anderen Bereichen wird auch in der Musikbranche viel mit KI experimentiert. Sie kann dabei helfen, Texte zu schreiben, Melodien schaffen oder die Produktion vereinfachen. Eine Möglichkeit, KI in der Branche zu nutzen, ist das sogenannte „prompting“. Dabei gibt man einem KI-Modell wie beispielsweise Suno AI bestimmte Komponenten wie Thema, Tempo oder Stimmung, um Musik zu generieren. „Prompting ist eine sehr hilfreiche Technologie, womit man einen sehr schnellen Zugang zu KI und einen sehr schnellen Zugang zu Musik hat“, erklärt KI-Experte und Musiker Prof. Ali Nikrang.
Vertragen sich Klassische Musik und KI?
Für den KI-Experten und Musiker Ali Nikrang bietet Künstliche Intelligenz jedoch mehr Möglichkeiten als nur das Prompting. Deswegen hat er 2019 die Forschungssoftware „Ricercar“ entwickelt. Das Programm dient zum Experimentieren und verbindet klassische Musik mit Künstlicher Intelligenz.
„Ricercar“ entwickelt eigenständig Melodien, kann jedoch durch verschiedene Inputs geleitet werden. So kann dem Programm beispielsweise gesagt werden, dass es sich an Werken bestimmter Künstlerinnen oder Künstler orientieren soll. Das Endprodukt ist somit ein Gemeinschaftswerk von künstlicher und menschlicher Intelligenz. „Wenn ich der KI genau sagen kann, was ich möchte, dann habe ich es mit keinem kreativen System zu tun. Dann kann ich das genauso auch selber machen. Wir brauchen Systeme, die uns laut der Definition von Kreativität auch überraschen können“, so Nikrang.
Erobert Künstliche Intelligenz die Musik? Diese Frage beantworten detektor.fm-Moderatorin Karolin Breitschädel und ihre Kollegin Alina Metz im „Forschungsquartett“. Welche Möglichkeiten KI innerhalb der Branche bietet, hat KI-Experte und Musiker Prof. Ali Nikrang erklärt. Er ist Professor für Künstliche Intelligenz und Musikalische Kreation an der Hochschule für Musik und Theater in München und forscht am Ars Electronica Futurelab in Linz.
