Maximilian Sachse, Redakteur mit Schwerpunkt Digitalisierung und KI, berichtet recherchierend über fragwürdige KI-Weiterbildungen. Er spricht über Schwindel und Fördermittelmissbrauch im Markt. Außerdem geht es um Qualitätsmängel, Prüfungslücken bei Zertifizierungen und praktische Kriterien zur Kurswahl. Abschließend diskutiert er, wann Firmen besser intern schulen sollten.
27:47
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Gefährdete Förderlandschaft
Der Markt geförderter KI‑Weiterbildungen ist stark fragmentiert und anfällig für Schindluder bis hin zu Fördermittelbetrug.
Viele Kurse bieten oberflächliche Inhalte oder existieren primär, um Gelder der Bundesagentur abzuschöpfen.
insights INSIGHT
Weiterbildung Muss Berufsspezifisch Sein
Der konkrete Weiterbildungsbedarf hängt stark vom Beruf und den Aufgaben ab; es gibt kein Einheitsformat.
Erfolgreich sind Mitarbeitende, die ihre Erfahrung durch KI sinnvoll augmentieren können.
insights INSIGHT
Einstiegskurse Haben Begrenzte Lebensdauer
Einstiegskurse zu ChatGPT und Prompting sind kurzlebig, da sie bald Allgemeinwissen werden.
Fortbildungen müssen inhaltlich tiefer gehen, etwa Modellgrenzen und Bewertungsfähigkeit lehren.
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Viele Menschen wollen sich besser mit Künstlicher Intelligenz auskennen. Das nutzen Anbieter auch für Betrug.
Künstliche Intelligenz ist zunehmend eine Kernkompetenz. Sie ist oder wird Teil in immer mehr Berufen, oft in immer größerem Umfang. Doch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennen sich nach wie vor nicht gut (genug) damit aus. Und wollen dies ändern. Was ist dafür der beste Weg?
An Weiterbildungsangeboten mangelt es nicht, auch nicht an solchen, die am Ende ein Zertifikat oder einen formalen Qualifizierungsnachweis versprechen. Doch gerade auf dem Markt der öffentlich geförderten KI-Weiterbildungen gibt es inzwischen offenbar Schwindeleien bis hin zum Betrug, wie eine Recherche der F.A.Z. gerade offenlegte. Also ist eine gesunde Vorsicht durchaus angebracht.
Was tun? Erstens den Anbieter genau ansehen. Hat der Dozent oder die Dozentin einen Lebenslauf veröffentlicht, aus dem nachweisbar hervorgeht, über welche Erfahrungen sie oder er im KI-Bereich verfügen? Ist der Anbieter vielleicht sogar offiziell geprüft? Oder ganz einfach: Wie bewerten ihn andere Kunden im Internet?
Zugleich loht es gerade für mittelgroße und große Unternehmen, die über entsprechende Ressourcen verfügen, selbst KI-Profis einzustellen, die sich darum kümmern. Die intern vermitteln können, wie weit die KI ist, Kurse selbst anbieten oder externe Weiterbildungs-Angebote prüfen.
Und wie viel muss ich eigentlich über KI wissen? Auch das hängt natürlich vom jeweiligen Beruf ab. Ein Schreiner gegenwärtig vermutlich weniger als ein Angestellter im Rechnungswesen. Auch darüber sprechen wir in dieser Episode.