Niklaus Brantschen, ein Jesuitenpriester, Zen-Meister und Autor, teilt seine Einsichten über die tiefe Verbundenheit zur Welt. Er thematisiert, wie künstliche Lebenswelten, ähnlich der von Barbie, unser Streben nach Echtem wecken. Mit dem Glauben, dass alles Leben vernetzt ist, erörtert er die Verantwortung des Menschen in der Schöpfung. Zudem betont er die Bedeutung von Stille, Ritualen und der Praxis der Verbundenheit im Alltag. Durch Geduld und Achtsamkeit können wir tiefer in das Leben eintauchen.
58:21
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insights INSIGHT
Abgeschnitten Vom Abgeschnitten-Sein
Viele Menschen spüren ihre Abstumpfung nicht mehr; sie merken nicht, dass sie abgeschnitten sind.
Baptiste Moizots Diagnose: Wir sind sogar vom «abgeschnitten Sein» abgeschnitten.
insights INSIGHT
Schrei Der Erde Ist Mein Schrei
Der Schrei der Erde und mein Schrei sind eins; ökologische Not ist auch menschliche Not.
Brantschen verbindet Klimakrise und persönliche Betroffenheit zu einer gemeinsamen Verantwortung.
question_answer ANECDOTE
Persönlicher Verlust Und Einsicht
Brantschen erinnert an eigenen Bruderverlust und betont, Leben vereint Freude und Leid.
Er sagt, nur tiefe Einsicht kann Leid und Freude zugleich umfassen und trösten.
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Viele kennen es: Das Gefühl, sich in der Welt fremd zu fühlen, als wäre die Umgebung stumm und kalt. Wie gelingt es, in eine tiefe Verbundenheit zur Welt und zu sich selbst zu finden? Niklaus Brantschen, Jesuit und Zen-Meister, ist überzeugt: Nur wer sich selbst findet, findet den Bezug zur Welt.
Im Titelsong von «Barbie» von 2023 heisst es: «Life in plastic, it's fantastic». Wer den Film gesehen hat, weiss, dass Barbie irgendwann genug hat vom künstlichen Leben in der Plastikwelt und das echte Leben für sich entdeckt. Für Niklaus Brantschen findet sich das echte Leben in der Verbundenheit mit der Natur und mit anderen Menschen, aber auch mit sich selbst und einem grösseren Ganzen, wie immer man es nennen mag. Barbara Bleisch öffnet ihr Zimmer 42 in dieser Episode einem Gast, der immer schon Grenzen gesprengt hat, und findet heraus, warum selbst Fluchen uns verbinden kann.
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Habt ihr Fragen, Wünsche oder Feedback? Wir freuen uns auf eure Nachrichten über WhatsApp an 076 348 41 96 und Mails an zimmer42@srf.ch – und wenn ihr euren Liebsten von uns erzählt.
Postadresse:
Barbara Bleisch, Sternstunde Philosophie - Zimmer 42, Schweizer Radio und Fernsehen, Meret Oppenheim-Platz 1b, 4053 Basel
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00:00 Intro
4:33 Barbie und die Welt aus Plastik
8:13 Alles ist verbunden, der Rest ist Illusion
12:41 Sind wir Tiere oder die Krone der Schöpfung?
17:09 Verbundenheit gibt’s nicht billig
25:22 Wie können wir Verbundenheit üben?
32:33 Einsicht und Sinn des Lebens
37:11 Berühren statt schwatzen
48:42 Wie Rituale und Poesie helfen
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In dieser Folge erwähnt:
- Niklaus Brantschen. Du bist die Welt. Schamanischer Weisheit auf der Spur, Patmos 2025.
- Mascha Kaléko: Ich tat die Augen auf und sah das Helle. Gedichte und Prosa, dtv 2024.
- Niklaus Brantschen: Gottlos beten. Eine spirituelle Wegsuche, Patmos 2022.
- Baptiste Moizot: Arten des Lebendigseins Annäherung an das verwobene Leben, Matthes&Seitz 2024.
- Charles Taylor: Cosmic Connections. Poetry in the Age of Disenchantment, Harvard University Press 2024.
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Team
- Host: Barbara Bleisch
- Produktion: Patricia Banzer
- Angebotsverantwortung: Judith Hardegger
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Das ist «Sternstunde Philosophie: Zimmer 42»:
Jeden zweiten Dienstag öffnet Philosophin Barbara Bleisch die Tür zum Zimmer 42. Hier knöpft sie sich gemeinsam mit Menschen aus Philosophie, Psychologie und Popkultur Lebensfragen vor, die uns nachts wachhalten.
Was tun gegen bohrende Selbstzweifel? Was sind Freunde fürs Leben? Und ist die Suche nach dem Sinn des Lebens vielleicht einfacher, als wir denken?
«Sternstunde Philosophie: Zimmer 42» ist ein Talk-Podcast von Schweizer Radio und Fernsehen SRF.