
WDR Zeitzeichen Lebensabend im Museum: Ishi, der Letzte seines Stammes
Mar 25, 2026
Frank Usbeck, Kurator und Experte für nordamerikanische indigene Geschichte, kommentiert die Geschichte von Ishi. Er erzählt von dessen Fund 1911, dem Leben als Museumsschaustück, den Traumata durch Gewalt des Goldrausches und der umstrittenen Entnahme seines Gehirns. Schließlich geht es um die Rückgabe und die stille Bestattung seiner Überreste.
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Die Auffindung von Ishi als lebendes Museumsexponat
- Ein erschöpfter, fast nackter Mann wird 1911 in Oroville entdeckt und als sensationeller „letzter Wilder“ bekannt gemacht.
- Alfred Kroeber holt ihn ins Museum nach San Francisco, gibt ihm den Namen Ishi und beschäftigt ihn als lebendes Anschauungsobjekt.
Goldrausch Als Auslöser Der Vernichtung Kaliforniens Indigener
- Der Goldrausch ab 1848 leitete für Kaliforniens Indigene ein Kapitel extremer Gewalt und Krankheiten ein.
- Routen wie der 350 km lange Lessent Trail wurden zu Schneisen der Gewalt, die ganze Gemeinschaften auslöschten.
Ishi Zwischen Tradition Und Wissenschaftlicher Beobachtung
- Ishi symbolisiert den Bruch zwischen einer als „primitiv“ angesehenen Kultur und dem modernen Stadtleben.
- In San Francisco demonstriert er traditionelle Techniken, bleibt aber zugleich abhängig von Anthropologen.


