
Systemfragen Konflikte lösen - Worauf es beim Verzeihen ankommt
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Feb 5, 2026 Joachim Küchenhoff, Psychoanalytiker und Autor, erklärt den Begriff des Verzichts beim Verzeihen und spricht über kollektive Versöhnungsprozesse. Es geht um Perspektivwechsel, Empathie und die Gefahr von Zwangsverzeihung. Außerdem diskutiert er, wie Erinnerung, Wahrheit und Zeit für gesellschaftliches Verzeihen gestaltet werden können.
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Straßeninterviews: Verzeihen Als Freiheit
- Auf der Straße in Berlin nannten Passanten Verzeihen als Schlüssel zur inneren Freiheit und persönlichen Befriedigung.
- Einige betonten religiöse Motive, andere erzählten von persönlichen Erfahrungen des Verzeihens.
Verzeihen Als Motivtransformation
- Verzeihen ist eine Veränderung der Motivlage vom Wunsch nach Rache zu positiveren Motiven gegenüber der Täterin oder dem Täter.
- Das bedeutet nicht automatisch Versöhnung, sondern dämpft Rachegefühle und kann inneren Frieden fördern.
Unterscheidung: Verzeihen ≠ Versöhnung
- Verzeihen und Versöhnung sind verschieden: Verzeihen kann intern geschehen, Versöhnung erfordert oft einen interaktiven, kommunikativen Prozess.
- Man kann verzeihen, aber trotzdem Distanz zur anderen Person behalten.

