
Lesart Buchkritik: "Diamanten" von David Vajda
Apr 4, 2026
Simon Sanner, Buchkritiker und Rezensent, spricht über David Vajdas Debütroman ‚Diamanten‘. Er erzählt vom Familienbild und warum der Titel wichtig ist. Es geht um verstreute Geschwister, den Tod der Mutter als zentrales Ereignis und die Rolle von Kunst, Film und Inszenierung im Text. Außerdem beschreibt er den ruhigen Erzählstil mit wenig Handlung und starker Figurenzeichnung.
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Episode notes
Kompaktes Familienepos als Diamantenmetapher
- David Weiders Roman erzählt eine weit verstreute Künstlerfamilie in 170 Seiten kompakt und episodisch.
- Der Vater nennt seine vier Kinder Diamanten und strukturiert so die Familienmetapher, die den Roman trägt.
Künstlerfamilie verteilt in Europa
- Die Familie besteht aus KünstlerInnen und Lebenskünstlern, verteilt in Europa mit exzentrischen Figuren wie einer Tante in der Provence.
- Rollen: erfolgloser Regisseur-Vater in Belgrad, bildende Schwester, jüngster Bruder als Koch, reicher Onkel als Kulisse.
Todesfall als erzählerischer Fixpunkt
- Der Tod der Mutter bildet den emotionalen Kern und verbindet die episodischen Sprünge des Romans.
- Rückblenden auf die letzten Jahre der schwerkranken Mutter geben der verstreuten Handlung eine Mitte.

