
detektor.fm | Podcasts Mission Energiewende: Der Klima-Podcast | Klimakrise: Wie essen wir in Zukunft?
„Einseitige Ernährung ist ein Problem“
Die Klimakrise stellt unsere Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen: Sie ist nicht nur CO2-Emittent, sondern leidet auch unmittelbar unter den veränderten Anbaubedingungen. Die am meisten angebaute Ackerfrucht in Deutschland ist Weizen — und der hat besonders mit der Klimakrise zu kämpfen. Weizen hat ein relativ niedriges Temperaturoptimum, das bei 25 Grad liegt. Weicht die Temperatur nach oben hin ab, leidet die Pflanze unter Hitzestress. Das Problem: Weizen ist auch das Getreide, das in Deutschland am meisten gegessen wird. Sowohl unser Anbau, als auch unsere Ernährung sind eher einseitig.
Der wahre Preis der Lebensmittel
Unsere Lebensmittel-Produktion und unsere Ernährung sind also relativ einseitig, was nicht nur gesundheitlich und ökologisch betrachtet ein Problem darstellt, sondern auch wirtschaftlich gesehen schwierig ist. Laut Agrarökonomin Claudia Hunecke zerstört die globale Lebensmittelproduktion momentan mehr Wertschöpfung, als sie hervorbringt. Der Grund: Im Supermarkt zahlen wir nicht den wahren Preis der Lebensmittel, sondern tragen nur die Produktionskosten.
Unsere Ernährung und damit auch unsere Lebensmittel-Produktion müssen vielseitiger werden, um in der Klimakrise zu bestehen. Aber wie kann das gelingen? Dazu hat detektor.fm-Redakteurin Marisa Becker recherchiert und mit „111 ungenutzte Pflanzen, die man gegessen haben muss“ ein Buch veröffentlicht. Welche Tipps sie parat hat, darüber spricht sie mit detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew in dieser Folge von „Mission Energiewende“.
