Lesart

"Ich möchte zurückgehen in der Zeit": Variationen über familiäre Verdrängung (1)

Mar 17, 2026
Judith Herrmann, deutschsprachige Autorin, erzählt von der Entstehung ihres Buchs 'In der Zeit' und ihrer Recherche zur Familiengeschichte. Sie spricht über die Reise nach Radom als Schreibprozess. Sie schildert das Fundstück Foto, gescheiterte Archivrecherchen, die Atmosphäre vor Ort und wie Schweigen und Verdrängung in der Familie spürbar werden.
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ANECDOTE

Autofiktionale Reise Nach Radom

  • Judith Herrmann reist nach Radom, um den Großvater zu finden, dessen Foto mit der Aufschrift Radom sie besitzt.
  • Sie beschreibt die Reise als persönliche Suche: es ist ihre Mutter, ihr Großvater und ihre eigenen Erinnerungen, die sie dort verfolgt.
INSIGHT

Foto Als Katalysator Für Moralische Fragen

  • Ein kleines Schwarz-Weiß-Foto mit der Aufschrift Radom wird zum Ausgangspunkt historischer und moralischer Fragen.
  • Das Bild zeigt den Großvater sommerlich im Unterhemd auf einem SS-Motorrad, Jahr 41/42, und provoziert die Frage nach Täterschaft und Gewissheit.
ANECDOTE

Isolation Und Atmosphärische Suche In Radom

  • In Radom erlebt Herrmann lange Isolation; Archivrecherchen bleiben erfolglos und die Atmosphäre der Stadt bleibt dunkel und vom Krieg geprägt.
  • Erst am Ende führt das Auffinden des Fotoplatzes zur Bestätigung seiner Anwesenheit, woraufhin sie abreist.
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