
Psychologie to go! Völlig gesund und trotzdem gelähmt? Die funktionelle Bewegungsstörung
Mar 15, 2026
Christian Weiß, Facharzt für Psychiatrie, erklärt neuropsychiatrische Grundlagen funktioneller Bewegungsstörungen. Es geht um neue Leitlinien, warum Symptome trotz unauffälliger Befunde echt sind, das Vorhersageprinzip des Gehirns, das Rubber‑hand‑Experiment, diagnostische Tricks und warum Physiotherapie oft vor Psychotherapie empfohlen wird.
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Episode notes
Rollstuhl Trotz Unauffälligem MRT
- Franca berichtet von einer Patientin im Rollstuhl ohne organischen Befund, die glaubhaft nicht gehen konnte.
- Die Geschichte illustriert, wie real die Einschränkung ist, obwohl MRT und Rückenmark unauffällig waren.
Funktion Stört Nicht Struktur
- Funktionelle Bewegungsstörungen bedeuten eine gestörte Funktion, nicht eine strukturelle Schädigung des Nervensystems.
- Die Leitlinie ersetzt Begriffe wie Konversion oder Hysterie und betont, dass Mechanik intakt, aber die Steuerung fehlreguliert ist.
Gehirn Vorhersagt Bewegung Nicht Nur Reagiert
- Das Gehirn macht permanente Vorhersagen (Feedforward) für Bewegungen und kann bei Fehlschlägen falsche Erwartungen erzeugen.
- Beispiele: Lauf-Glitch wie auf Eis oder Phantomschmerz zeigen, wie Vorhersage die Wahrnehmung übertrumpft.
