Lesart

"Ich möchte zurückgehen in der Zeit": Variationen über familiäre Verdrängung (2)

Mar 17, 2026
Judith Herrmann, Schriftstellerin und Autorin, spricht über Schweigen und Verschweigen in Familien. Sie erzählt, wie dieses Thema beim Schreiben entstand. Räume und ungewöhnliche räumliche Bilder fungieren als erzählerische Archive. Das Buch endet offen und regt an, Gespräche fortzusetzen.
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ANECDOTE

Recherche In Radom Führt Zur Familienfigur

  • Herrmann beschreibt ihre eigene Reise nach Radom und das Bedürfnis, danach mit der Familie zu sprechen.
  • Diese reale Recherche floss in eine literarisierte Schwesterfigur, die das familiale Schweigen fortführt.
INSIGHT

Buch Als Variationen Über Schweigen

  • Judith Herrmann sieht ihr Buch als Variationen über Schweigen, Verschüttung und Verdrängung, die sich beim Schreiben organisch entwickelten.
  • Die drei Teile (Radom, Pompeji, verschollene Schwiegereltern) zeigen unterschiedliche Formen des Nicht-Sprechens und Erinnerungsverdrängung.
INSIGHT

Archäologie Als Distanzierte Vergangenheit

  • Herrmann kontrastiert familiäres Schweigen mit archäologischer Ausgrabung als kontrollierter Vergangenheitssuche.
  • Die Schwester als Archäologin gräbt in Pompeji, einer Vergangenheit, für die niemand heutige Verantwortung trägt.
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