
SWR1 Leute Oliver Schlumberger | Nahost-Experte | Iran-Krieg: Die Folgen für Menschen und Region
Mar 13, 2026
Oliver Schlumberger, Professor für Politik des Vorderen Orients an der Universität Tübingen, erklärt die Dynamik des Iran-Konflikts. Kurze, klare Sätze zu Ausweitung des Krieges, Risiken eines Regimewechsels und der Rolle regionaler Akteure. Außerdem zur Lage der iranischen Bevölkerung, zur Verwundbarkeit der Golfstaaten und zu möglichen langfristigen Folgen für die Region.
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Episode notes
Iran setzt auf asymmetrische Drohnen und Raketen
- Der Iran führt asymmetrische Kriegsführung, weil er Raketen und Drohnen dezentral einsetzt und damit Angreifer langfristig schadet.
- Oliver Schlumberger nennt Ballistische Kurzstreckenraketen und massenproduzierte Drohnen als Hauptinstrumente für anhaltende Angriffe über Wochen bis Monate.
Doppelstruktur macht iranisches Regime widerstandsfähig
- Das iranische Regime ist resilient wegen seiner Doppelstruktur aus religiöser Oberhoheit und begrenztem politischem Pluralismus.
- Schlumberger erklärt, dass Präsident und Parlament echten, wenn auch begrenzten Wettbewerb bieten, während der oberste Führer endgültig entscheidet.
Iran macht Energieinfrastruktur zum Hebel
- Der Iran versucht Kriegskosten für Angreifer zu erhöhen, indem er Öl- und Hafeninfrastruktur bedroht und die Straße von Hormuz blockiert.
- Schlumberger hebt wirtschaftliche Folgen hervor: Schäden an Ölanlagen, Staatsfonds-Verluste und globale Lieferkettenprobleme.
