Im Gespräch

Bernhard Pörksen - Langversion

Jan 2, 2026
Bernhard Pörksen, ein Medienwissenschaftler und Professor in Tübingen, erforscht die Kunst des Zuhörens und dessen Bedeutung für die Kommunikation. Er erklärt die Differenz zwischen egozentrischem und empathischem Zuhören und diskutiert, wie tiefes Zuhören eine Form gelebter Demokratie darstellt. Zudem beleuchtet er Fallbeispiele, etwa Mischa Katsurins Dialogprojekt, und analysiert, warum es scheiterte. Pörksen schließt mit einem Blick auf die Herausforderungen des Zuhörens in Zeiten von Desinformation und sozialer Medien. Sein Aufruf: echtes Zuhören kann Spaltungen überwinden.
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INSIGHT

Das Rätsel Der Wissenden Ignoranz

  • Pörksen nennt das Problem die "wissende Ignoranz": Wir wissen und handeln nicht.
  • Er argumentiert: Wir hören, was wir fühlen; Selbsterleben schafft Resonanzfähigkeit.
ADVICE

Vom Weltuntergang Zur Konkreten Resilienz

  • Verschiebe die Narrative von apokalyptischer Angst zu konkreter Resilienzarbeit vor Ort.
  • Arbeite in kleinen Räumen an praktikablen Lösungen, statt nur große Schreckensbilder zu verbreiten.
ANECDOTE

Odenwaldschule: Verzögertes Hinhören

  • Die Odenwaldschule-Affäre erschien 1999, führte aber zunächst zu kaum öffentlicher Reaktion.
  • 2010 entfacht Vernetzung und Betroffenen-Sichtbarkeit einen Dominoeffekt des Zuhörens.
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