
Wir müssen reden! Dein Podcast für agile Organisationsentwicklung 257 - Braess' Paradox
Oct 3, 2025
Eine gesperrte Manhattan-Straße sorgt für überraschend besseren Verkehr. Das Braess-Paradoxon zeigt, wie mehr Optionen Staus verschlimmern können. Ein einfaches A‑nach‑B-Modell demonstriert, wie individuelle Entscheidungen das Gesamtsystem ruinieren. Beispiele aus Seoul, London und Paris und Übertragungen auf Stromnetze und Organisationen rücken die Notwendigkeit vorsichtiger Eingriffe in komplexe Systeme ins Zentrum.
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Episode notes
New Yorks 42nd Street Als Unerwartete Verkehrsverbesserung
- David Symhoven erzählt, wie die Sperrung der 42nd Street in Manhattan 1990 überraschend den Verkehr flüssiger machte.
- Zeitungsberichte zeigten bis zu 20% weniger Autos und eine fast „Geisterstadt“-Erfahrung statt des vorhergesagten Verkehrsinfarkts.
Klassisches Braess Beispiel Mit Zwei Symmetrischen Routen
- David erklärt das klassische Braess-Beispiel: zwei symmetrische Routen mit Autobahn+Stadtstraße ergeben bei 2000 Autos je 35 Minuten Fahrzeit.
- Jede Stadtstraße kostet 25 Minuten konstant plus 1 Minute pro 100 Autos auf dem stadttauglichen Abschnitt, was die Ausgangssituation präzisiert.
Bau Keine Straßen Aus Gutgemeintem Optimierungswillen
- Baue nicht automatisch mehr Optionen ins System: Die neue Verbindungsstraße senkt individuell die Route auf 21 Minuten, führt aber bei Nutzung durch alle zu 41 Minuten Gesamtdauer.
- Individuell rationales Verhalten kann kollektiv verschlechtern, weil alle die vermeintlich beste neue Option wählen.
