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Nachhaltiger Kunststoff: abbaubar und recyclebar
„Kunststoffe, die vollständig recycelbar sind. Immer wieder.“ Das ist das Versprechen von aevoloop, ein Start-up aus Leipzig. Manuel Häußler ist von Haus aus Chemiker, während seiner Doktorarbeit an der Universität Konstanz hat er neuartige Plastikmoleküle mit „Sollbruchstellen“ aus Sauerstoffatomen entwickelt — und damit die Basis gelegt für eine neue Generation von sogenannten Hochleistungskunststoffen.
Während konventioneller Kunststoff ausschließlich aus stabilen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen besteht, ersetzt aevoloop einzelne Glieder durch Verbindungen, die sich wieder gezielt öffnen lassen — durch eine Art Sollbruchstelle. Dabei entstehen langkettige Dicarbonsäuren, die später als neue, kreislauffähige Polymere dienen.
Plastik, das die Welt verändern könnte
Der neuartige Kunststoff ist genauso leicht, bruchfest und elastisch wie konventionelles Plastik. Aber eben vollständig und unendlich oft recycelbar, biologisch abbaubar und damit kreislauffähig. Das Material kann z.B. zu Verpackungen, Textilien und Spritzgussteilen verarbeitet werden. Die Erfindung überzeugt: Im Oktober 2025 sicherte sich das Unternehmen 8,25 Millionen Euro Finanzierung. Das Start-up, sagt Häußler, ist aber auch in einem komplizierten Markt unterwegs.
Mit seinen Mitstreitern will Häußler das Material Kunststoff revolutionieren. Wie das gelingen kann und wo die Herausforderungen liegen, das erfahrt ihr in der aktuellen Folge des Klima-Podcasts von detektor.fm. Für diese Folge von „Mission Energiewende“ hat Ina Lebedjew mit Dr. Manuel Häußler gesprochen. Er ist Mitgründer des Leipziger Start-ups aevoloop.
