
Alles gesagt? Marietta Auer, gilt wieder das Recht des Stärkeren?
Warum die Androhung von Gewalt oft genügt
- Politische Drohungen wie Trumps Grönland‑Äußerung zeigen: die größte Macht ist oft die Androhung, nicht die Anwendung von Gewalt.
- Auer verbindet Hobbesʼ Denkfigur mit realpolitischen Erwägungen und Gegenmacht Europas.
Nutze Arbeitsgemeinschaften statt nur Repetitorien
- Zum Jurastudium: Übe systematische Falllösung in Arbeitsgemeinschaften statt reines Vorlesungslernen.
- Auer schildert den Münchner Ansatz mit Arbeitsgemeinschaften als Ersatz für externe Repetitorien.
Finde argumentativ neue Anknüpfungspunkte
- Trainiere juristische Originalität: wenn ein Tatbestand nicht passt, argumentiere systematisch, ob etwas trotzdem darunter fällt.
- Auer illustrierte das an einem Urteil zur vernichteten Spermakonserve und Körperbegriff.




















Sie ist eine der bedeutendsten Theoretikerinnen des Rechts, Direktorin am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main und Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet, der wichtigsten deutschen Auszeichnung in der Wissenschaft.
Im unendlichen Podcast spricht Marietta Auer darüber, was der neue Weltzustand in Zeiten von Donald Trump aus rechtlicher Sicht bedeutet. Sie analysiert den wunden Punkt des Völkerrechts und warum das westliche Mittelschichtmodell nicht mehr funktioniert.
Marietta Auer wurde 1972 in München geboren, beide Eltern waren Ingenieure. Sie erzählt von den Höhen und Tiefen des Jurastudiums und dass sie durch das anschließende Philosophiestudium wieder zu ihrer Leidenschaft, dem wissenschaftlichen Arbeiten, zurückgefunden hat.
Zudem erklärt Marietta Auer, was die Aufgabe der Deutschen Forschungsgesellschaft ist, und diskutiert, ob Richter irgendwann durch Maschinen ersetzt werden können. Sie teilt ihre Perspektive auf die aktuelle Lage der Universitäten in den USA und erläutert das "Liberale Paradoxon".
Ihr Schlusswort lautet: "Ultra posse nemo obligatur" – "Über sein Können hinaus ist niemand verpflichtet."
Nach 6 Stunden und 54 Minuten beendet Marietta Auer das Gespräch, denn das kann bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.
Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an allesgesagt@zeit.de.
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