
Lesart Buchkritik: "Der Buchhändler von Gaza" von Rachid Benzine
Mar 30, 2026
Dirk Furig, Literaturkritiker und Rezensent, stellt Rachid Benzines Roman 'Der Buchhändler von Gaza' vor. Er erzählt von der Begegnung zwischen Fotograf und Buchhändler Nabil. Themen sind Vertreibung 1948, prägende Lektüren wie Fanon, die einseitige Darstellung des Konflikts und der schlichte, gefühlige Ton des Textes.
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Fotograf trifft Buchhändler Nabil
- Ein französischer Fotograf trifft in Gaza auf den älteren Buchhändler Nabil und verlangt die Lebensgeschichte vor dem Foto.
- Nabil erzählt von Vertreibung 1948, Leben im Flüchtlingslager und langer Haft nach einem Protest, wobei er im Gefängnis intensiv zu lesen begann.
Gefängnislektüre Formt Weltbild
- Nabils Lektüre im Gefängnis prägt seine Weltsicht und liefert den Erzählkern des Romans.
- Gelesene Autorinnen und Autoren reichen von Solschenizyn über Foucault bis Calvino und zeigen eine globale Literaturoffenbarung.
Fanon Als Leuchtfeuer Der Erzählung
- Frantz Fanons Die Verdammten dieser Erde gilt für Nabil als zentrales Leuchtfeuer und legitimiert Auflehnung gegen Unterdrückung.
- Benzin lässt den Buchhändler Fanon als Schlüsseltext nennen, der Entkolonialisierung und Würde thematisiert.












