
Sein und Streit Philosophie des Friedens - Pazifismus in der Zeitenwende
Apr 19, 2026
Teresa Koloma Beck, Soziologin an der Helmut-Schmidt-Universität, erforscht Militarisierung und Alltag im Krieg. Olaf Müller, Philosophieprofessor in Berlin und Autor, verteidigt einen pragmatischen Pazifismus. Sie diskutieren Legitimationsfragen von Gewalt. Es geht um zivile Resilienz, Unterschiede zwischen defensiver und offensiver Abschreckung sowie gewaltfreie Alternativen und die Gefahr kultureller Militarisierung.
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Episode notes
Relativer Pazifismus als realistischer Suchscheinwerfer
- Pazifismus ist kein naives pauschales Nein zu Krieg, sondern ein "relativer Pazifismus", der kriegerische Vorschläge zunächst zweifelhaft findet.
- Er schaltet einen Suchscheinwerfer ein und fordert hartnäckig friedlichere Alternativen als erste Option.
Pazifismus braucht starke soziale Träger
- Pazifismus hat an Reputation verloren, weil traditionelle Träger wie Kirchen und linke Bewegungen geschwächt sind.
- Teresa Koloma Beck betont, dass Pazifismus in Demokratien als notwendige Diskursposition lebenswichtige Fragen nach Notwendigkeit von Krieg stellt.
Setze Hartnäckigkeit Vor Prinzipien
- Pragmatischer Pazifismus verzichtet auf absolute Prinzipien und ist offen für ultima-ratio-Einsätze, bleibt aber hartnäckig beim Vermeiden von Gewalt.
- Er fordert Skepsis gegenüber der eigenen Position und respektiert Soldatinnen und Soldaten.
