
Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen Kindheit, Jugend, Alter – wie sich unser Gehirn im Laufe des Lebens verändert
Mar 17, 2026
Prof. Esther Kühn, Neurowissenschaftlerin am DZNE und Hertie-Institut, forscht zu altersbedingten Veränderungen der Hirnrinde. Es geht um Schicht-für-Schicht-Veränderungen des Cortex und darum, welche Schichten dünner oder dicker werden. Diskutiert wird, ab wann das Gehirn stabiler wird, wie Alltagswahrnehmung und Lebensstil das Gehirnalter prägen und welche praktischen Vorbeugungen es gibt.
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Episode notes
Gehirnentwicklung endet in stabiler Phase
- Das Gehirn durchläuft in der Entwicklung mehrere Phasen mit Tausenden von Verbindungen, die sich in der Jugend reduzieren und im jungen Erwachsenenalter stabilisieren.
- Prof. Esther Kühn erklärt, dass synaptische Verbindungen aus Energiegründen selektiv abgebaut werden und sich im frühen Erwachsenenalter feste Bahnen herausbilden.
Erwachsenwerden im Gehirn verschiebt sich auf Anfang 30
- Studien zeigen: Das Gehirn erreicht erst mit etwa 31–32 Jahren eine längere stabile Phase der Persönlichkeits- und Netzwerkstabilisierung.
- Kühn nennt das relevant für psychiatrische Vulnerabilität, etwa dass Identitätsstörungen seltener nach 30 auftreten.
Cortexaltern ist schichtenspezifisch
- Hochauflösende 7-Tesla-MRTs erlaubten erstmals die Schichtanalyse der Hirnrinde und zeigten, dass nicht alle Schichten gleich altern.
- Die untere Schicht dünnt aus, während andere Schichten teils erhalten bleiben oder sogar zunehmen.
