
Lesart Buchkritik: "Liebe" von Thomas Hettche
Mar 13, 2026
Jörg Margenau, Kulturkritiker und Rezensent, führt kurz in Thomas Hettches Roman 'Liebe' ein. Er erklärt den provokativen Titel. Er spricht über Sprache und E‑Mail-Kommunikation als Liebesmittel. Er beleuchtet Zeitlichkeit, Sinnlichkeit und die konkrete Beziehung zwischen Max und Anna. Außerdem geht er auf Alter, Körperlichkeit und politische Randmotive ein.
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Sprache Als Medium Der Liebe
- Thomas Hettches Roman stellt Sprache als zentrales Medium der Liebe dar und beginnt mit dem Satz, dass Liebe uns auffordert zu tun, was sie bezeichnet.
- Gespräche, viele Mails und das Motiv des Blicks zeigen, wie Sprache und Sehen Trennung von Raum und Zeit überwinden.
Moderne Liebeskommunikation Per Mail
- Hettches Figuren kommunizieren viel digital; Mails sind moderne Liebesform und verbinden Menschen über Raum und Zeit.
- Margenau betont, dass die Figuren wissen, Sprache überwinde Trennendes und ermögliche zeitliche Nähe.
Glasaugen Und Die Macht Des Blicks
- Die konkrete Liebesgeschichte begleitet Max und Anna über ein Jahrzehnt und verbindet Schreiben, Sehen und körperliche Begegnung.
- Max ist Okularist, Hettche beschreibt detailliert Glasaugenherstellung und Einsetzen als Motiv für Blick und Nähe.


