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Identitätsdiebstahl, Cyberstalking, Catfishing und Gewalt im Netz: Was steckt dahinter?

9 snips
Mar 22, 2026
Es geht um psychologische Hintergründe von Identitätsdiebstahl, Cyberstalking, Catfishing und sexualisierter digitaler Gewalt. Ein realer Fall zeigt Manipulation mit Fake-Profilen, Isolierung und mediale Folgen. Motive reichen von Kontrolle, Langeweile und Empathiemangel bis zu frauenfeindlichen Einstellungen. Es wird erklärt, warum einfache Begriffe wie Fetisch oder Obsession nicht ausreichen und warum Forschung noch lückenhaft ist.
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ANECDOTE

Matthew Hardys langjährige Cyberkampagne

  • Franca Cerutti erzählt den Fall von Matthew Hardy, der zwischen 2009 und 2021 mindestens 62 Frauen mit Hunderten Fake-Profilen verfolgte und deren Leben zerstörte.
  • Hardy zerstörte Beziehungen, verbreitete Lügen, erstellte Fake-Accounts von Opfern und ihrem Umfeld und erhielt schließlich 2021 neun Jahre Haft.
INSIGHT

Justizliches Versagen verzögerte Aufklärung

  • Die Strafverfolgung kann jahrelang versagen; viele Anzeigen reichen nicht aus, um Täter zu stoppen, wie Hardys wiederholte Bewährungsstrafen zeigen.
  • Erst eine umfangreiche, 700-seitige Dokumentation eines Opfers führte 2020 zur ernsthaften Ermittlung und 2021 zur Haft.
INSIGHT

Digitale Gewalt als zusammengesetztes System

  • Cerutti fasst Begriffe zusammen: Identitätsdiebstahl, Cyberstalking und Catfishing überlappen oft und bilden ein größeres, zusammenhängendes System digitaler Gewalt.
  • Bei Hardy gingen Identitätsanmaßung, soziale Manipulation und sexuelle Demütigung ineinander über, nicht losgelöst voneinander.
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