
Forschung aktuell Hochverarbeitete Lebensmittel: Viele Aromastoffe, vorzeitiger Tod?
Mar 26, 2026
Katrin Krost, Doktorandin der Ernährungswissenschaften in Gießen, erklärt, wie Zutaten wie Aromen und Süßstoffe in Studien erfasst werden. Nathalie Eise, Ernährungswissenschaftlerin in Gießen, erläutert die Analyse von Zutatenlisten und statistische Zusammenhänge. Sie sprechen über Zutatenbasierte Analysen, auffällige Zusatzstoffgruppen, mögliche Mechanismen wie Überkonsum und Hinweise zur Reduktion hochverarbeiteter Lebensmittel.
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Zutatenanalyse statt Pauschalurteile
- Studien zur Packungsgruppe hochverarbeiteter Lebensmittel sind zu grob und vermischen sehr unterschiedliche Produkte.
- Nathalie Eise und ihr Team analysieren stattdessen Zutatenlisten, etwa Saccharin oder Aroma, um Unterschiede sichtbar zu machen.
Große Datenbasis für Zutatenanteile
- Die UK Biobank liefert Ernährungsdaten von rund einer halben Million Teilnehmenden mit wiederholten Tagesprotokollen.
- Damit kann man berechnen, welcher Anteil der Nahrung an einem Tag z.B. Aromen oder Saccharin enthielt und Risiken statistisch prüfen.
Nur bestimmte Zusatzstoffe auffällig
- Nicht alle Zusatzstoffgruppen korrelieren mit erhöhtem Sterberisiko; auffällig sind Aromen, Süßstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Zuckerarten.
- Zugesetzte Ballaststoffe, Proteine, modifizierte Öle und Emulgatoren zeigten keine auffällige Verbindung.
