
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Kunst im Tunnel – Zwischen Kunst und Literatur
Kunst im Tunnel – Zwischen Kunst und Literatur | Gertrud Peters & Thea Mantwill
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Text und Bild begegnen sich oft als Gegensatz. Lesen gilt als Konzentration, Sehen als unmittelbarer Eindruck. In der Praxis ist es komplizierter. Worte können Bilder erzeugen. Bilder können erzählen. Und manchmal entsteht die stärkste Spannung dort, wo beides nebeneinander steht – ohne sich gegenseitig zu erklären.
Diese Folge führt nach Düsseldorf ins Kunst im Tunnel (KIT). Ein Ort, der selbst schon eine Setzung ist: keilförmig, unterirdisch, dunkel, konzentriert. Ein Raum, der nicht dekorativ sein will. Sondern fordernd. Und genau deshalb ein passender Ort für eine Ausstellung, in der Literatur und zeitgenössische Kunst aufeinander treffen.
Im Zentrum steht die Ausstellung „13 Morgen“ – eine literarische Ausstellung, die nicht versucht, Text zu illustrieren oder Kunst zu „bebildern“, sondern beide Felder nebeneinander stellt. Als eigene Formen. Als eigene Sprachen.
Zu Gast sind Gertrud Peters, Leiterin und Kuratorin des KIT, und Thea Mantwill, beteiligte Künstlerin der Ausstellung.
Kunst im Tunnel: Ein Ort, der Konzentration verlangt
Gertrud Peters beschreibt das KIT als einen Kunstraum, der durch seine Architektur eine besondere Form von Aufmerksamkeit erzeugt. Wer hier hineingeht, kommt nicht zufällig vorbei. Man steigt hinab, man betritt einen Raum, der die Stadt oben lässt – und eine andere Zeit spürbar macht.
Im Gespräch wird deutlich, wie sehr dieser Ort kuratorische Entscheidungen beeinflusst. Ausstellungen werden hier nicht „gehängt“. Sie werden gebaut. Der Raum wirkt mit. Und er stellt Fragen: Wie wird Kunst im Tunnel wahrgenommen? Wie verändert sich Lesen, wenn es nicht im hellen White Cube stattfindet, sondern in einer Raumfolge, die fast wie eine Choreografie wirkt?
13 Morgen: Eine Ausstellung als literarische Struktur
„13 Morgen“ ist als Ausstellungstitel zurückhaltend – und zugleich sehr präzise. Er setzt nicht auf Behauptung, sondern auf Rhythmus. Auf Wiederholung. Auf einen Zeitraum, der sich wie eine Serie liest.
Gertrud Peters und Thea Mantwill sprechen darüber, wie sich eine Ausstellung anfühlen kann, wenn sie aus mehreren „Räumen“ besteht, die sich wie Kapitel verhalten. Nicht als lineare Erzählung, sondern als Abfolge von Situationen.
Die Folge zeigt, wie Literatur im Kunstraum auftauchen kann: nicht als Texttafel, nicht als Begleitprogramm, sondern als gleichwertige Struktur. Und wie Kunst wiederum literarische Verfahren aufnehmen kann: durch Fragment, Wiederholung, Setzung, Andeutung.
Künstlerische Praxis: Thea Mantwill im Gespräch
Thea Mantwill spricht über ihre Perspektive als beteiligte Künstlerin – über die Frage, wie sich ein Werk im Kontext einer literarischen Ausstellung verhält. Was bedeutet es, wenn ein Raum nicht nur für Bild und Material gedacht ist, sondern auch für Sprache? Und wie verändert sich die Wahrnehmung, wenn Publikum zwischen Lesen und Sehen pendelt?
Das Gespräch bleibt nah an der Praxis: an Entscheidungen, an Arbeitsweisen, an der Realität, wie Kunst entsteht und wie sie sich im Ausstellungsraum behauptet.
Kulturprogramm und Öffentlichkeit: Sparda-Kunst-Apéro
Ein wichtiger Teil der Folge ist auch der Blick auf das Rahmenprogramm. Mit dem Sparda-Kunst-Apéro werden im KIT Formate ermöglicht, die den Besuch vertiefen: Führungen, Gespräche, Abende, die den Kunstraum als sozialen Ort begreifen – ohne ihn zu eventisieren.
Auch der Sparda-Tag zum Thema Fotografie wird als Programmpunkt genannt. In der Folge wird damit sichtbar, wie Kulturförderung in der Praxis aussehen kann: nicht abstrakt, sondern konkret, terminlich, zugänglich.
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die kulturelle Orte stärken und neue Formate ermöglichen – in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum. Mit der Unterstützung des KIT und der begleitenden Veranstaltungsformate wird sichtbar, wie Kulturarbeit vor Ort wirkt: als Einladung, als Begegnung und als Möglichkeit, zeitgenössische Kunst im eigenen Alltag zu verankern.
Themen dieser Folge
Kunst im Tunnel · KIT Düsseldorf · 13 Morgen · Literatur im Kunstraum · zeitgenössische Kunst · Ausstellungsarchitektur · Kuratieren · Sparda-Kunst-Apéro
Gäste
Gertrud Peters · Leiterin und Kuratorin, Kunst im Tunnel (KIT)
Thea Mantwill · Künstlerin
Ausstellung
„13 Morgen“ · Kunst im Tunnel (KIT), Düsseldorf · Juni 2023
Links & Credits
Kunst im Tunnel · Thea Mantwill · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank-West
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