Alle Zeit der Welt

Karl Kiesewetter: Alchemie in der deutschen Provinz

Feb 12, 2026
Benjamin Rübsam, Kultur- und Religionswissenschaftler aus Meiningen, erforscht das Leben des okkulten Autors Karl Kiesewetter. Gespräche über Familienlegenden von Alchemisten, Rosenkreuzer‑Briefe und alchemistische Bergwerkspraktiken. Es geht um Kindheit voller Hexengeschichten, Selbstexperimente mit halluzinogenen Salben und psychische Fernwirkungs‑Versuche. Abschließend Tod, Grab und das Vergessen einer einflussreichen Figur.
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INSIGHT

Familientradition Als Wissenschaftliche Quelle

  • Karl Kiesewetter baute seine Autorität als Okkultismushistoriker auf einer Familienüberlieferung und lokalen Archivquellen auf.
  • Benjamin Rübsam verknüpft die Legende vom schiffbrüchigen Alchemisten Seton mit belegbaren Akten zum Bergwerk Glücksbrunn und Hausen-Briefwechseln.
ANECDOTE

Kindheitserzählungen Entfachen Hexeninteresse

  • Als Zwölfjähriger hörte Karl in Meininger Stuben lebhafte Hexengeschichten über ausgekochte Kinder und wurde dadurch früh für Hexensalben und magische Praxis begeistert.
  • Diese lokalen Erzählungen inspirierten später seine Selbstversuche mit Hexensalben und halluzinogenen Drogen.
ANECDOTE

Selbstversuche Mit Hexensalben Und Visionären Reisen

  • Kiesewetter veröffentlichte 1886 einen Bericht über eigene Selbstexperimente mit halluzinogenen Drogen und Hexensalben, in denen er lebhafte innere Reisen beschrieb.
  • Er schildert visionäre Szenen wie eine Pagode auf einem Berg und sich selbst als Priester vor versammeltem Volk.
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