
Wissenschaft im Brennpunkt Mind Writer (2/2) - Hirnstimulation ganz ohne OP
Mar 16, 2026
Klaus Porstmann, 73‑jähriger Parkinson‑Patient, erzählt kurz von seinen Erfahrungen mit neuer Magnetstimulation. Prof. Dr. Surjo Soekadar, Professor für Klinische Neurotechnologie an der Charité, erklärt nichtinvasive, zielgerichtete Hirnstimulation und Closed‑Loop‑Prototypen. Gespräch über temporale Interferenz, Helm‑Vision fürs Zuhause, Chancen, Grenzen und ethische Fragen.
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Episode notes
TMS ist etabliert aber oberflächlich
- Nichtinvasive Verfahren wie TMS sind etabliert und seit Ende der 2000er für Depressionen zugelassen.
- Sie behandeln tausende Patienten und sind Teil multimodaler Therapie, erreichen aber nur die Hirnrinde.
Tiefe Zielgenauigkeit fehlt aktuellen Methoden
- Konventionelle nichtinvasive Stimulationsmethoden erreichen meist nur den Kortex und dringen nicht tief in das Gehirn vor.
- Viele relevante Krankheitsmechanismen liegen jedoch in tieferen Hirnregionen, weshalb zielgerichtete Tiefe wichtig ist.
Temporale Interferenz als tieferes Stimulationsprinzip
- Soyo Soekadar nutzt temporale Interferenz mit kontinuierlichen, schwächeren Magnetfeldern zur Überlagerung und will dadurch tiefer ins Gehirn stimulieren.
- Bei Klaus wurde so die krankhafte Aktivität gestört, mit dem Ziel, das Zittern zu unterbrechen.
