
detektor.fm | Podcasts Mission Energiewende: Der Klima-Podcast | Was hat unser Geld mit Klimaschutz zu tun?
Investitionen und Klima: „Geld ist nie neutral“
Die meisten Menschen haben ein Bankkonto oder ein Sparbuch, aber nur die wenigsten wissen, wofür ihre Bank das Geld einsetzt und welche Projekte damit finanziert werden, sagt Verena Riedler, Co-Gründerin der Crowdinvesting-Plattform „Klimja“. Eine Studie von „Banking on Climate Chaos“ (BOCC) von 2025 analysiert das Ausmaß, in welchem die 65 führenden Banken der Welt die Kohle-, Öl- und Gasindustrie in den vergangenen Jahren finanziell unterstützt haben. Seit dem Pariser Klimaabkommen 2015 haben Banken die fossilen Industrien demnach mit 7,9 Billionen US-Dollar unterstützt. Wie wir unser Geld anlegen, spielt also eine wesentliche Rolle im Bereich Klimaschutz.
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Das sind die zwei Ziele von „Klimja“. Über die Plattform sollen zum einen Projekte angeboten werden, die für Anlegerinnen und Anleger interessant sind, die sich für den Schutz des Klimas interessieren. Zum anderen müssen die Projekte die sogenannten drei positiven Renditen vereinen:
Laut „Klimja“ ist es sinnvoll und wichtig, dass Anlegerinnen und Anleger Druck machen — wenn sie immer wieder nachfragen und Forderungen nach mehr Transparenz stellen würden, könnte das die Branche auf lange Sicht verändern, so Verena Riedler.
Wie wichtig unsere persönlichen Entscheidungen in Sachen Geldanlagen sind, darum geht es in der neuen Folge von „Mission Energiewende“. Host Ina Lebedjew spricht mit Verena Riedler — sie ist Co-Gründerin von „Klimja“ und baut Brücken zwischen klassischem Business, Aktivismus und Impact Investments.
