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Das Forschungsquartett – dieses Mal in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin
Fehlende Energie in afrikanischen Ländern
Im südlichen Afrika haben hunderte Millionen Haushalte keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Energie — vor allem zu sauberer Energie. Um alltägliche Dinge wie Kochen, Heizen und Kühlen oder Licht anmachen erledigen zu können, werden vor allem Feuerholz, Holzkohle oder fossiles Flüssiggas verwendet. Diese Art von Haushaltsbrennstoff hat jedoch negative Folgen für die Umwelt, das Klima und die Gesundheit der Menschen. Außerdem werden dadurch Frauen und Kinder auf sozialer Ebene benachteiligt.
Grüner Haushaltsbrennstoff für Afrika
Um der Lage entgegenzuwirken, hat das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) gemeinsam mit dem Katalyse-Institut der Universität Kapstadt einen nachhaltigen Haushaltsbrennstoff entwickelt. Im Rahmen des Projekts „GreenQUEST“ ist ein grünes Flüssiggas entstanden, das aus grünem Wasserstoff und aus CO2 hergestellt wird, das zuvor aus der Atmosphäre abgeschieden wurde.
Um das Produkt an die Menschen in den Gemeinden zu bringen, arbeiten die Forschenden mit lokalen Unternehmen zusammen. So soll der verflüssigte Brennstoff in komprimierten Flaschen transportiert und verteilt werden. Damit das möglich wird und damit sich die Menschen den Brennstoff leisten können, braucht es Unterstützung aus der Politik.
Wie kann man den Zugang zu sauberer Haushaltsenergie in südafrikanischen Ländern verbessern? Das klären detektor.fm-Moderatorin Karolin Breitschädel und ihre Kollegin Alina Metz im „Forschungsquartett“. Über die Lage vor Ort und die Details des Projektes berichtet Catalina Jimenez. Die gebürtige Argentinierin ist leitende Wissenschaftlerin am HZB für Material- und Energieforschung und koordiniert Projekte wie GreenQUEST.
