Elektroautomobil | Der Podcast zur Elektromobilität

Elektroautomobil, Marcus Zacher und Valentin Buss
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May 13, 2024 • 32min

EAM 087: Die Tankstelle der Zukunft

Nicht erst mit dem Start des Deutschlandnetzes, sondern bereits seit einigen Jahren entstehen immer mehr große Ladeparks an den Autobahnen und anderen Straßen. Die Ausstattung der Ladeparks variiert dabei sehr stark, manchmal findet man nur einige Ladesäulen vor, an anderen Orten sind die Stationen mit Restaurants, Toiletten, einem Shop und weiterer Infrastruktur ausgerüstet und in einigen Fällen wird der Ladepark einfach an vorhandenen Tankstellen angeschlossen.In welcher Form sich die Ladeparks künftig etablieren werden, welchen Service sie bieten können und wie das Ganze auch noch lukrativ für die Betreiber wird, darüber hat sich die BayWa Mobility Solutions (BMS) Gedanken gemacht. Die BMS gehört zu den Unternehmen, die im Rahmen der Deutschlandnetz-Vergaben einen Zuschlag für Ladeparks in Bayern bekommen haben. Wie das Unternehmen diese Aufgabe angeht, erläutert uns CEO Christian Krüger im Podcast.Zur Person:Christian Krüger ist seit fast 20 Jahren in verschiedenen Funktionen bei der BayWa AG tätig, u. a. als der Leiter der Geschäftseinheit Tankstellen/E-Mobilität. Seit Anfang 2020 ist er Geschäftsführer der neu gegründeten BayWa Mobility Solutions GmbH, die auch für den Aufbau der Ladeparks verantwortlich ist.Hörtipp:Elektroautomobil-Podcast Episode #078: Das Deutschlandnetz
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Apr 29, 2024 • 32min

EAM 086: Laden in Mehrparteienhäusern

Das Laden zu Hause ist sicherlich die einfachste und komfortabelste Möglichkeit, sein Elektrofahrzeug mit frischer Energie zu versorgen, denn da steht das Auto sowieso viele Stunden Tag und Nacht herum. Wenn man ein Eigenheim besitzt, ist es außerdem ziemlich einfach, dort eine entsprechende Lademöglichkeit zu installieren.Nun leben allerdings die meisten Menschen nicht in Einfamilien-, sondern in Mehrparteienhäusern. Hier ist es deutlich komplizierter, eine Ladelösung zu verbauen, wenn man denn überhaupt den Luxus eines eigenen Stellplatzes hat.Welche gesetzlichen Randbedingungen es gibt, um Gebäude mit Ladeinfrastruktur auszurüsten und wie ein „gesunder“ Mix an privater und halböffentlicher Ladeinfrastruktur in Zukunft aussehen könnte, das erläutert uns Friederike Piper von Transport & Environment in dieser Episode.Zur Person:Friederike Piper ist seit 2021 Referentin für den E-Mobility-Bereich beim Think Tank Transport & Environment in Berlin. Hier ist sie Ansprechpartnerin für verkehrspolitische Fragen zur Elektrifizierung des Straßenverkehrs.Piper absolvierte ihren Bachelor in Geographie mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre in Hamburg und ihren Geographie-Master im Bereich Entwicklung, Globalisierung und Nachhaltigkeit in Bonn. Vor ihrer Zeit bei T&E arbeitete sie bei Citkar, einem Hersteller von elektrischen Cargobikes.Im Podcast erwähnte Richtlinien und Gesetze:EPBD: Energy Performance of Buildings DirectiveGEIG: Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-GesetzWEMoG: WohnungseigentumsmodernisierungsgesetzStudie von Fraunhofer ISI und ISE im Auftrag von T&E:Potenziale von Stellplätzen an Wohn- und Nichtwohngebäuden zur Bereitstellung privater Ladeinfrastruktur
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Apr 14, 2024 • 37min

EAM 085: Diagnose von HV-Batterien

Wenn man sich mit der Batterietechnik auseinandersetzt, dann stellt man fest, dass elektrochemische Speicher einer gewissen Alterung unterliegen. Dabei ist es gerade für den kommerziellen Einsatz von Elektrofahrzeugen enorm wichtig zu wissen, welchen Gesundheitszustand die in einem E-Transporter, einem E-Lkw oder einem Elektrobus eingesetzte Batterie hat, um Strecken richtig zu planen und gegebenenfalls rechtzeitig den Akku zu tauschen.Nun kann man natürlich nicht alle paar Monate jedes einzelne Fahrzeug auf einen Prüfstand schicken, um die Batteriekapazität zu überprüfen, sondern man muss schlauere Wege finden, um die Batteriegesundheit zu ermitteln – nämlich mit Hilfe modernster Batteriediagnose-Technologien. Wie das funktioniert, erläutert uns Lennart Hinrichs von Twaice Technologies in dieser Podcast-Episode.Zur Person:Lennart Hinrichs gehört zum Gründungsteam des Batteriediagnose- und -Analytik-Spezialisten Twaice. Das junge Unternehmen mit Sitz in München wurde 2018 gegründet. Heute ist der studierte Betriebswirt im Führungsteam von Twaice tätig und hier u. a. für den amerikanischen Markt zuständig.Blick in die neue Ausgabe der Elektroautomobil (02/2024):Die neue Ausgabe der Elektroautomobil enthält u. a. diesen Themen:Günstige Elektroautos: 8 Stromer für unter 25.000 EuroBMW Vision Neue Klasse X: BMW erfindet sich neu!E-Transporter-Spezial: 12 Seiten zu den elektrischen PraktikernZweirad-News zum Saisonstart9 Routenplaner-Apps im CheckDie neue Ausgabe 02/2024 ist im Abo-Shop von Elektroautomobil, als E-Paper für Apple und Android und natürlich im Zeitschriftenhandel erhältlich. In Deutschland können Verkaufsstellen für das Print-Magazin unter www.mykiosk.com gefunden werden.Zum Abo-Shop…Hörtipp:Elektroautomobil-Podcast – Episode #065: Batteriegesundheit
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Mar 17, 2024 • 31min

EAM 084: Das Ionity-Schnellladenetzwerk

Einer der wohl bekanntesten Ladestationsbetreiber ist Ionity. An den Schnellladestationen mit sogenannten HPCs bzw. High Power Chargern hat wahrscheinlich fast jede Elektroautofahrerin oder fast jeder Elektroautofahrer schon einmal geladen, wenn sie oder er sich auf die Langstrecke begeben hat. Die Ladestationen erkennt man an der typischen weißen Farbgebung und dem magentafarbenen Logo, einem Rotmilan.Der Bekanntheitsgrad von Ionity als CPO (Charge Point Operator) lässt sich auch darauf zurückführen, dass das Unternehmen als eines der ersten ein überregionales, europaweites HPC-Ladenetzwerk errichtet hat bzw. immer noch dabei ist. Denn das Vorhaben ist noch lange nicht abgeschlossen und der Ausbau geht unvermindert weiter.Wie sich der CPO die Ladeinfrastruktur in Zukunft vorstellt und wie das Laden noch angenehmer gestaltet werden soll, berichtet uns Marcus Groll von Ionity in dieser Podcast-Episode.Zur Person:Marcus Groll ist COO und Geschäftsführer von Ionity. Der promovierte Betriebswirt und Diplom-Physiker ist bei dem CPO zuständig für den europaweiten Aufbau und Betrieb des Ladenetzwerks sowie für die technologische Weiterentwicklung u. a. der IT. Zuvor war er bei RWE, Allego und Porsche in verschiedenen Funktionen mit Bezug zum Ladeinfrastrukturaufbau tätig.Über Ionity:Ionity wurde 2017 als Joint Venture von mehreren Automobilherstellern gegründet, mit dem Ziel ein flächendeckendes, europaweites Schnellladenetzwerk aufzubauen. 2018 wurden die ersten HPC-Ladeparks mit bis zu 350 kW Ladeleistung je Ladepunkt in Betrieb genommen. Heute zählt das Netzwerk über 600 Ladeparks und rund 3.500 Ladepunkte. Der Baufortschritt kann hier verfolgt werden: Ionity Ladenetzwerk …Hörempfehlungen:The Smarter E –Episode TSEP#169: Elektroautomobil-Chefredakteur Marcus Zacher über Elektroautos aus ChinaElektroautomobil-Podcast Episode #031: Der Hypercharger
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Mar 3, 2024 • 34min

EAM 083: Aus Verbrenner wird Elektroauto

Ein Elektroauto kann im Laufe seines Fahrzeuglebens gegenüber einem Verbrenner große Mengen CO2 einsparen – selbst, wenn ein gebrauchter Verbrenner durch ein neues E-Autos ersetzt wird. Das hat nicht zuletzt eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg herausgefunden.Noch besser fällt die Ökobilanz jedoch aus, wenn ein bereits produziertes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf einen Elektroantrieb umgerüstet wird, da dann der CO2-Rucksack zur Produktion des Fahrzeugs entfällt. Ein weiterer Grund für eine Umrüstung mag sein, das es noch gar nicht das Wunschmodell als elektrisches Fahrzeug gibt oder man hat sein eigenes Fahrzeug einfach liebgewonnen und will es weiterhin – jedoch umweltfreundlich – fahren.Damit das Realität wird, arbeitet Sebastian Hunold von e-Revolt zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen an einem standardisierten Umrüstkit. Im EAM-Podcast erläutert er uns die Grundidee, die Herausforderungen bei der Umrüstung, was das Vorhaben künftig kosten wird und mit welchen Leistungen man wird rechnen können.Zur Person:Sebastian Hunold ist einer der Gründer und Geschäftsführer der e-R3VOLT GmbH aus Dachau, einem noch jungen Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, standardisierte Umrüster-Kits für Verbrenner zu entwickeln. Der Diplom-Ingenieur hat Luftfahrttechnik an der TU München studiert und war anschließend als Berater und für die Allianz tätig, bevor er im Mai 2021 e-Revolt mitgegründet hat. Technische Daten des Umrüstkits (Prognose)Leistung: vergleichbar mit VerbrennerGetriebe: Übernahme vom VerbrennerBatterie: 35–40 kWh4Reichweite: ca. 250 kmAC-Laden: Typ 2 11 kW 3pDC-Laden: CCS 50–100 kWVehicle-to-Home: in Prüfung8Kosten für Umbau: ca. 12.000–15.000 €So soll der Umrüstvorgang in Zukunft funktionieren: Animation via Youtube ...Lesetipp:Studie des IFEU-Instituts Heidelberg zur Ökobilanz von neuen Elektroautos zu gebrauchten Verbrenner-Fahrzeugen: zur Studie...Hörtipp:Elektroautomobil-Podcast Episode #081: Wann kommt das bidirektionale Laden?
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Feb 19, 2024 • 36min

EAM 082: Mit dem Strom von oben - Busse mit Oberleitung

Wer sich schon ein wenig mit der Geschichte der Elektromobilität auseinandergesetzt hat, der weiß dass Elektrofahrzeuge ebenso alt sind, wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das ist nicht nur bei Pkws so, sondern beispielsweise auch bei Bussen. Wie man sich denken kann, hatten die Anfang des 20 Jahrhunderts in E-Fahrzeugen eingesetzten Akkus noch nicht die Kapazität, um Busse rein batterie-elektrisch betreiben zu können und daher hat man schon um 1900 Elektro-Busse mit Oberleitung, sogenannte O-Busse oder Trolley-Busse eingesetzt. Die Idee ist daher schon vergleichswiese alt, aber sie findet bis heute Anwendung. Eine der drei Städte in Deutschland, wo O-Busse bis heute im regulären Betrieb eingesetzt werden, ist Esslingen am Neckar bei Stuttgart.Wir sprechen in dieser Episode mit Johannes Müller, dem Werkleiter des kommunalen Verkehrsbetriebs in Esslingen und erfahren, warum die Stadt weiterhin auf O-Busse setzt, was die Vorteile dieser Technologie sind, warum der O-Bus heute in Deutschland praktisch ausgestorben ist und weshalb er künftig ein Comeback feiern könnte.Zur Person:Johannes Müller ist technischer Werkleiter bei der SVE (Städtischer Verkehrsbetrieb Esslingen), dem kommunalen Verkehrsbetrieb der Stadt Esslingen am Neckar bei Stuttgart. Johannes Müller ist Diplom-Ingenieur und begann seine Karriere bereits direkt nach dem Studium im städtischen Nahverkehr. Nach Stationen bei den Dresdner Verkehrsbetrieben, der Berliner BVG und einem größeren privaten Betrieb in Rheinland-Pfalz ist er seit fünf Jahren für den SVE tätig. O-Busse der SVE in Esslingen:Die Stadt Esslingen betreibt derzeit vier O-Bus-Linien und ein 29 Kilometer langes Oberleitungsnetz. Derzeit finden ausschließlich O-Busse von Solaris Verwendung, doch bereits ab 2025 wird die Flotte durch neue O-Busse von Van Hool ergänzt. Alle aktuellen O-Busse verfügen über eine Batterie um kurze Abschnitte auch ohne Oberleitung zurücklegen zu können. Um bis Ende 2025 die Bus-Flotte in Esslingen vollständig elektrisch betreiben zu können, werden fünf weitere Kilometer mit Oberleitungen ausgerüstet.Historischer O-Bus in Esslingen:Der Henschel HS 160 OSL Oberleitungsbus war von 1960 bis 1986 in Esslingen am Neckar in Betrieb und legte in dieser Zeit über 1,4 Mio. abgasfreie Kilometer zurück. Heute kann man mit ihm von April bis Oktober noch einmal pro Monat mitfahren.Mehr Informationen, sowie der Fahrplan des historischen O-Busses: SHB e. V.Hörtipps:Elektroautomobil-Podcast Episode #038: Elektrobusse in der PraxisElektroautomobil-Podcast Episode #079: Akku- und Wasserstoffzüge
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Feb 5, 2024 • 39min

EAM 081: Wann kommt das bidirektionale Laden?

Über das das bidirektionale Laden wird schon lange gesprochen, doch etabliert hat sich diese Technologie flächendeckend noch nicht. Zuletzt haben wir im EAM-Podcast in Episode 029 Einblicke in die Technologie gegeben, doch seitdem hat sich einiges getan – sowohl bei den Elektrofahrzeugen, der Standardisierung oder den gesetzlichen Rahmenbedingungen.Um einen Überblick über den aktuellen Stand zu erhalten, haben wir Dr. Jörg Heuer eingeladen, den Geschäftsführer des Münchner Technologieunternehmens EcoG. Er erläutert uns in dieser Episode, was noch geschehen muss, damit dieser Technologie endlich zum Durchbruch verholfen wird.Zur Person:Dr. Jörg Heuer ist Gründer und Geschäftsführer der EcoG GmbH, einem Technologieunternehmen aus München. Seit 2017 entwickelt EcoG Lösungen für Ladestationen und Ladeservices. So wie seine Mitgründer war Jörg Heuer zuvor viele Jahre bei Siemens tätig.Blick in die neue Ausgabe der Elektroautomobil (01/2024):Die neue Ausgabe der Elektroautomobil enthält u. a. diesen Themen:Nio EL6 im Fahrbericht: Die Alternative zum Audi, BMW, Mercedes & Co.?Porsche Macan Electric im Technik-CheckMG4 vs. VW ID.3 und BMW iX1 vs. Volvo C40 Recharge: Zwei mal zwei Kompakte im DoppeltestOffroad-Spezial: 16 Seiten zur E-Mobility im GeländeDie besten Ladetarife 2024: 11 Ladestromangebote in der ÜbersichtDie neue Ausgabe 01/2024 ist im Abo-Shop von Elektroautomobil, als E-Paper für Apple und Android und natürlich im Zeitschriftenhandel erhältlich. In Deutschland können Verkaufsstellen für das Print-Magazin unter www.mykiosk.com gefunden werden.Zum Abo-Shop…Hörtipps:Elektroautomobil-Podcast Episode #029: Einmal hin und einmal herElektroautomobil-Podcast Episode #064: Droht uns der Blackout?time to impACT Podcast - Episode #9: Markenwahrnehmung in der Welt der Elektromobilität
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Jan 21, 2024 • 32min

EAM 080: E-Mobility auf dem Wasser

Die Elektromobilität macht selbst vor dem nassen Element keinen Halt, denn auch hier entwickelt sich die Technik weiter und Elektroboote und -schiffe sind keine so große Seltenheit mehr. Einer der Pioniere der elektrischen Schifffahrt ist Torqeedo. Wir sprechen in dieser Episode mit Fabian Bez, dem Geschäftsführer des Unternehmens, über das Potential und die Technik der Elektromobilität auf dem Wasser.Zur Person:Fabian Bez ist seit 2022 CEO und Managing Director von Torqeedo, einem Hersteller von Elektro- und Hybridantrieben für Boote und Schiffe mit Sitz in Weßling bei München. Zuvor war er bei verschiedenen Unternehmen der Automobilindustrie tätig, darunter Webasto, Keyou und BMW, wo er sowohl mit der Wasserstoff- als auch der Batterietechnologie in Kontakt kam bzw. diese aktiv mitgestaltete.Elektroantrieb für Boote:Für den Einsatz in größeren Booten bietet Torqeedo u. a. den „Deep Blue“-Antrieb an. Die direkt an die Schiffsschrauben gekoppelten Elektromotoren leisten jeweils 25 bis 100 kW. Eine oder auch mehreren Hochvoltbatterien, die Torqeedo von BMW bezieht und aus dem BMW i3 stammen, dienen als Energiespeicher. Sie können über Solarzellen oder zwei CEE-Steckdosen an Häfen per Landstrom geladen werden.
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Dec 14, 2023 • 29min

EAM 079: Akku- und Wasserstoffzüge

In der automobilen Welt setzt sich der Elektroantrieb erst so langsam durch, doch es gibt ein Verkehrsmittel, bei dem Elektromotoren schon seit vielen Jahrzehnten ein etablierter Antrieb sind – und zwar bei den Schienenfahrzeugen.Um die Züge mit Strom zu versorgen, sind auf vielen Bahnstrecken Oberleitungen und auf den Zügen Stromabnehmer – sogenannte  Pantographen – installiert. Auf Streckenabschnitten, wo es keine Oberleitungen gibt, werden dagegen  überwiegend Dieselzüge eingesetzt.Um auch oberleitungsfreie Strecken emissionsfrei betreiben zu können, kann man jedoch auf batterieelektrische Züge oder Züge mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle zurückgreifen. Die Firma Stadler Rail ist nach eigener Aussage Weltmarktführer für Batterie-Züge, weshalb wir in dieser Episode einen Gesprächsgast aus diesem Unternehmen bei uns im Podcast begrüßen dürfen: Achilles Brecht erklärt uns im Interview, wie diese modernen Zugtechnologien funktionieren und welche Einsatzzwecke sie erfüllen können.Zur Person:Achilles Brecht ist seit 2015 bei Stadler Rail als Vertriebsingenieur tätig, seit 2016 beschäftigt er sich mit den alternativen Antrieben für die Züge. Zuvor hat er Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin studiert.Stadler Flirt Akku:Der Stadler Flirt Akku ist ein batterieelektrischer Zug für den Fahrgasteinsatz und bereits seit 2017 im Einsatz. Er basiert auf den konventionellen Triebzügen der Flirt-Serie, kann jedoch durch das Batteriepaket auch ohne Oberleitung elektrisch und emissionsfrei über kurze und mittlere Strecken betrieben werden. Überschüssige Bremsenergie wird dabei in die Batterie zurückgespeist (Rekuperation).In vielen Ländern ist ein Großteil des Schienennetzes nicht elektrifiziert. Laut Stadler beträgt dieser Anteil in Deutschland immerhin rund 40 Prozent. Davon wiederum sind die meisten Streckenabschnitte (rund 80 Prozent) kürzer als 80 Kilometer. Damit eignen sich batterieelektrische Züge besonders zur Überbrückung solcher Abschnitte.Stadler Flirt H2:Für deutliche längere Strecken ohne Oberleitung hat Stadler den Flirt H2 im Programm. Dieser Zug verfügt über eine Wasserstoff-Brennstoffzelle, mit der der benötigte Strom erzeugt wird. Bremsenergie wird auch hier in einem Akku zwischengepuffert. Die ersten Flirt H2 hat Stadler 2019 in den USA verkauft. Das waren gleichzeitig die ersten wasserstoffbetriebenen Züge für den amerikanischen Personenschienenverkehr überhaupt.
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Nov 29, 2023 • 33min

EAM 078: Das Deutschlandnetz

Das Schnellladenetz ist in Deutschland in den letzten Jahren enorm gewachsen, dennoch gibt es hier und da weiße Flecken auf der Landkarte, wo man kaum eine Ladesäule – geschweige denn eine Schnellladesäule – findet. Wenn man mit einem E-Auto in eine solche Region vordringt, kann es mitunter eine Herausforderung werden, den Akku aufzuladen. Außerdem schrecken diese „weißen Flecken“ auch potentielle Kunden vom Kauf eines E-Fahrzeugs ab.Dass sich das ändern muss, hat die Bundesregierung erkannt und in diesem Zuge das sogenannte „Deutschlandnetz“ ins Leben gerufen. Die Hintergründe und Details dazu stellt uns Johannes Pallasch, Sprecher und Leiter der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, in dieser Podcast-Episode vor.Zur Person:Johannes Pallasch beschäftigt sich seit 2007 mit dem Aufbau von Ladeinfrastruktur und ist seit 2012 für die NOW GmbH tätig. Seit über vier Jahren ist er Sprecher und Leiter der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, einem Teilbereich der NOW GmbH.Weitere Details zum Deutschlandnetz:Karte des Deutschlandnetzes (StandortTOOL)Karte der Suchräume (PDF)Betreiber des Deutschlandnetzes (Gewinner der Ausschreibung):Allego GmbHBayWa Mobility Solutions GmbHE.ON Drive Infrastructure GmbHEviny Elektrifisering ASFastned Deutschland GmbH & Co. KGEWE Go HOCHTIEF Ladepartner GmbH & Co. KGMer Germany GmbHPfalzwerke AGTotal Energies Marketing Deutschland GmbHVINCI Concessions Deutschland GmbH (formal: Via Deutschlandnetz)Blick in die neue Ausgabe der Elektroautomobil (06/2023):Am 30. November 2023 erscheint die neue Ausgabe der Elektroautomobil, dieses mal u. a. mit diesen Themen:Große Jahresvorschau 2024 auf alle elektrischen Neuheiten: über 130 neue StromerOpel Astra Electric und der BMW i7 im Test11 Wallboxen für unter 500 EuroStart der neuen Serie zur Energiewende mit Teil 1: Primärenergie Die neue Ausgabe 06/2023 ist im Abo-Shop von Elektroautomobil, als E-Paper für Apple und Android und natürlich im Zeitschriftenhandel erhältlich. In Deutschland können Verkaufsstellen für das Print-Magazin unter www.mykiosk.com gefunden werden. Zum Abo-Shop…Weihnachtsaktion:Mit dem Gutscheincode XMAS20 erhaltet ihr 20 Prozent Rabatt auf das Print-Abo, das E-Paper-Abo oder das Kombi-Abo (für Print und E-Paper).Außerdem gibt es 25 Prozent Rabatt auf das EAM-Autoquartett mit dem Gutscheincode QEAM23.Die Gutscheine sind gültig vom 30.11.2023 bis zum 31.12.2023.

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