

Das Thema
Süddeutsche Zeitung
Welches Thema bewegt diese Woche besonders? Welchen Schwerpunkt behandelt die Süddeutsche Zeitung ausführlich? Lars Langenau und Timo Nicolas diskutieren mit den Autorinnen und Autoren der SZ das Thema der Woche und die Hintergründe der Recherchen. Das Beste aus den Geschichten der SZ – zum Hören.
Episodes
Mentioned books

Jul 6, 2022 • 34min
Wie wollen wir wohnen?
Diese Episode ist ursprünglich am 27. Oktober 2021 erschienen. Aufgrund eines Krankheitsfalls im Team gibt es diese Woche keine neue „Das Thema“-Folge. Die nächste neue Folge von „Das Thema“ wird am 20. Juli veröffentlicht.
Während der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig ein Zuhause ist, das den eigenen Bedürfnissen entspricht. Arbeit, Schule, Familie - plötzlich fand alles in den eigenen vier Wänden statt. Während des ersten Lockdowns hat das in vielen Haushalten zu Streits geführt. Und diejenigen, die alleine lebten, fühlten sich damals oft einsam.
Wie diese Probleme mit dem Wohnungsbau in Deutschland zusammenhängen, das weiß Laura Weißmüller. Sie schreibt für das Feuilleton der SZ über Architektur - und sie sagt: Die meisten Neubauten sind Betonklötze, die nicht mehr zeitgemäß sind, weil sie unseren Bedürfnissen kaum noch entsprechen. Weil sie zum Beispiel nicht darauf ausgelegt sind, dass man zuhause auch arbeitet.
Dabei gibt es zahlreiche Ideen, wie sich das ändern ließe. Es gibt zum Beispiel Entwürfe für Wohnungen, in denen man mal eben eine Wand einziehen kann oder in denen es möglich ist, sich ein zusätzliches Zimmer dazuzubuchen. In dieser Folge von “Das Thema” spricht Laura Weißmüller darüber, warum es solche verrückten Ideen braucht, wieso sie noch viel zu selten umgesetzt werden und ob wir in Zukunft vielleicht alle in solchen Wohnungen wohnen.
Lesen Sie hier das Interview von Laura Weißmüller mit dem Architekten Andreas Hofer.
Lesen Sie hier alle Texte zum Schwerpunkt.
Produktion: Carolin Lenk
Redaktion: David Wünschel
Moderation: Laura Terberl

Jun 22, 2022 • 32min
Große Kriminalfälle: Der Stromstoß-Prozess
Die jungen Frauen wurden via Kleinanzeige auf die Studie aufmerksam, es ginge um Schmerzempfindlichkeit bei Stromschlägen. Sie müssten nur ein paar Versuche an sich selber vornehmen und bekämen dafür Geld. Ein Mediziner überwache das ganze per Videoanruf.
Fast 80 Frauen aus ganz Deutschland haben mitgemacht und sich 230 Volt durch den Körper gejagt - lebensgefährlich. Nur: Der Mann am anderen Ende des Videoanrufs ist kein Mediziner. Er ist ein 30 Jahre alter IT-Mitarbeiter, der die Frauen dabei filmt, wie sie sich selber Schaden zufügen.
Annette Ramelsberger ist seit zehn Jahren Gerichtsreporterin bei der Süddeutschen Zeitung. Sie hat schon über viele Fälle für die SZ berichtet. Doch dieser ist ihr besonders in Erinnerung geblieben. Warum, erzählt sie in dieser Folge von "Das Thema".
Am 26. Juni startet die neue SZ-Serie "Unvergessen - Deutschlands große Kriminalfälle" - unter diesem Link finden Sie alle Texte.
Annette Ramelsberger hat auch über den NSU-Prozess berichtet. Hier finden Sie die dazugehörige Podcast-Serie.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk

Jun 8, 2022 • 28min
Das Comeback der Rüstungsindustrie
Thomas Fromm, SZ-Wirtschaftsreporter, analysiert die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Zeitenwende in der deutschen Rüstungsindustrie. Er beschreibt, wie das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro die Branche aufmischt und Unternehmen wie Rheinmetall plötzlich ins Rampenlicht rückt. Fromm beleuchtet die veränderte Wahrnehmung der Rüstungsfirmen, die Herausforderungen bei Produktion und Lieferung sowie die kritischen ethischen Fragen zu Waffenexporten an problematische Länder. Zudem wird die Balance zwischen militärischen Ausgaben und Klimaschutz thematisiert.

May 25, 2022 • 31min
Nordkorea: Coronakrise und Raketentests
Nordkorea hatte sich lange massivst abgeschottet, um eine Ausbreitung des Coronavirus im Land zu verhindern. Doch jetzt im Mai hat die Regierung bekanntgeben müssen, dass es derzeit Millionen Infizierte gibt. Experten befürchten eine humanitäre Krise: Die Gesundheitsversorgung im Land ist schlecht, darüber hinaus sind viele Bewohner des Landes mangelernährt - auch weil durch die Abschottung lange keine Hilfsgüter mehr ins Land kamen.
Gleichzeitig versucht Kim Jong-un militärische Stärke zu demonstrieren: Jahrelang hatte man auf Raketentests verzichtet, seit Beginn des Jahres werden diese wieder regelmäßig durchgeführt. Thomas Hahn ist SZ-Korrespondent für Japan und Südkorea. Im Podcast erklärt er, wieso der Konflikt gerade wieder zu eskalieren scheint und wie gefährlich Nordkorea momentan ist.
Redaktion: Carolin Lenk, Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk

May 11, 2022 • 38min
Demenz: Das große Vergessen
Franzi und Wilhelm Kraus sind seit 30 Jahren verheiratet. Früher haben sie zwei Mal pro Woche etwas unternommen, sind zum Beispiel ins Theater, Kabarett oder eine Ausstellung gegangen. Jetzt fallen Wilhelm Kraus schon alltägliche Handlungen schwer und er kennt offenbar nicht einmal mehr den Namen seiner Frau. Denn Wilhelm Kraus hat Demenz. Genau wie 1,5 Millionen andere Menschen in Deutschland gerade. Schon jetzt fehlt es an Pflegemöglichkeiten und an Wissen, wie man mit der Krankheit umgeht.
Was bedeutet das für Angehörige und wie sehen Pflegemöglichkeiten aus? Dazu haben die SZ-Redakteurinnen Nina Bovensiepen und Ramona Dinauer in den vergangenen Monaten recherchiert. In dieser Folge von „Das Thema“ geht es um die Ergebnisse ihrer Arbeit. Und auch Franzi Kraus erzählt von ihrem Alltag mit ihrem Mann Wilhelm.
Die ganze Recherche zu dieser Episode können Sie hier nachlesen.
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Benjamin Markthaler
Produktion: Carolin Lenk

Apr 27, 2022 • 31min
Leiharbeit: Wie Firmen Verantwortung abgeben
Sophie Kobel, Autorin bei der Süddeutschen Zeitung und Expertin für Leiharbeit, beleuchtet die prekäre Lage von Leiharbeitnehmern in Deutschland. Sie diskutiert die Herausforderungen, denen diese Menschen gegenüberstehen, von geringen Löhnen bis zu fehlenden Rechten. Andreea Garlonta, Leiterin eines Beratungszentrums, gibt Einblicke in die Schwierigkeiten, gegen schlechte Arbeitsbedingungen vorzugehen. Es wird auch erörtert, wie Konsumenten durch ihr Verhalten Veränderungen herbeiführen können. Nachhaltige Lösungen und gesetzliche Initiativen sind dringend erforderlich.

Apr 20, 2022 • 26min
71 Schüsse: Mein Leben nach dem Amoklauf von Erfurt
Im Podcast wird der Amoklauf von Erfurt aus der Sicht eines damals 12-jährigen Schülers beleuchtet. Persönliche Erlebnisse und Interviews mit Überlebenden verdeutlichen die emotionale Tragweite des Verbrechens. Es geht um die schockierenden 19 Minuten des Amoklaufs und die langfristigen psychischen Folgen für die Überlebenden. Zudem werden die letzten Stunden vor der Tragödie skizziert, die den Alltag der Schüler brutalen gewaltsamen Ereignissen entrissen haben. Eine tiefgehende Reflexion über Trauma und gesellschaftliche Veränderungen wird präsentiert.

Apr 13, 2022 • 34min
Wie mit Masken Millionen verdient wurden
Klaus Ott, Redakteur bei der SZ und Experte für investigative Recherchen, gewährt tiefen Einblick in die Maskenaffären während der Pandemie. Er erläutert, wie Politiker und ihre Vertrauten von überhöhten Preisen profitierten, während der Staat in Panik versuchte, Schutzausrüstung zu beschaffen. Ott beleuchtet die Intransparenz der Prozesse und die Schwierigkeiten für Ermittlungsbehörden, Fehlverhalten nachzuweisen. Die rechtlichen Konsequenzen für betroffene CSU-Abgeordnete und die Herausforderungen der politischen Verantwortung stehen ebenfalls im Fokus.

Mar 30, 2022 • 40min
Russlands Informationskrieg: Trolle, Fakes und Propaganda
Die sozialen Medien sind gerade voll mit Bildern, Videos und Informationen zum Krieg in der Ukraine. Darunter sind allerdings auch viele Falschinformationen, Gerüchte oder Lügen. Und die werden in diesen Zeiten oft bewusst gestreut, oft genug vom russischen Staat selbst.
Doch was will Russland damit erreichen? Und wann hat dieser Informationskrieg begonnen? Darüber spricht in dieser Folge Kai Strittmatter. Er ist Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung in Skandinavien und im Baltikum, wo die russische Bedrohung seit Jahren schon viel präsenter ist als in Deutschland. Zuletzt hat er mit dem SZ-Redakteur Ronen Steinke zu russischen Trollen recherchiert, zu Unis, an denen der Informationskrieg unterrichtet wird, und zu den Folgen der Desinformation.
Zum Weiterlesen:
Die ganze Recherche von Ronen Steinke und Kai Strittmatter können Sie hier lesen.
Hier finden Sie einen Text über Telegram - für viele Sicherheitsbehörden gehört es zu den gefährlichsten Unternehmen der Welt.
Prorussische Kriegspropaganda beschäftigt jetzt deutsche Staatsanwaltschaften. Machen sich Putin-Fans wegen "Billigung eines Angriffskriegs" strafbar?
Kurz nach Kriegsbeginn hat Kai Strittmatter eine Woche lang in Litauen recherchiert. Seine Recherche finden Sie hier.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Pegah Meggendorfer
Produktion: Carolin Lenk

Mar 16, 2022 • 39min
Wie Russlands Oligarchen ihr Geld verstecken
Frederik Obermaier und Jörg Schmitt, Journalisten im SZ-Investigativteam, bringen spannende Einblicke in die geheimen Vermögen russischer Oligarchen. Sie erklären, wie westliche Sanktionen gegen diese Oligarchen wirken sollen und offenbaren die Herausforderungen, die Journalisten bei der Aufdeckung ihrer Vermögensquellen begegnen. Zudem wird die komplexe Beziehung zwischen den Oligarchen, Putin und der westlichen Welt beleuchtet, sowie die sozialen Ungleichheiten in Russland. Ein faszinierender Blick auf Korruption und die Rolle des Westens!


