Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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May 13, 2019 • 9min

Werk oder Wrack? Die Biennale in Venedig

Die 58. Biennale in Venedig ist eröffnet. Die größte Schau für zeitgenössische Kunst neben der Documenta in Kassel ist 2019 ungewöhnlich politisch. Viele der Bilder, Installationen und Skulpturen erzählen vom Meer - als politisch vermintes Gebiet. Zum Beispiel steht dort das tunesische Flüchtlingsboot "Barca Nostra". Als es 2015 vor Lampedusa havarierte, starben mehr als 800 Menschen. Nun hat es der Schweizer Künstler Christoph Büchel in den Hafen Venedigs verfrachtet. Politik hin oder her, aber "das ist blanker Voyeurismus", kritisiert SZ-Kultur-Redakteurin, Catrin Lorch. "Das ist ein Sarg, aber kein Kunstwerk." Weitere Themen: China erhöht Zölle auf US-Produkte im Wert von 60 Milliarden Dollar, Schweden nimmt Ermittlungen gegen Assange wieder auf, Charite bestattet sterbliche Überreste von NS-Opfern. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Youtube-Kanal der Biennale
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May 10, 2019 • 10min

Wofür China im Handelsstreit kämpft

Seit Donnerstag verhandelt eine chinesische Delegation in Washington. Sie soll verhindern, dass die USA die Zölle auf chinesische Produkte mehr als verdoppeln. Das hatte US-Präsident Donald Trump angedroht. Und obwohl zu dem Zeitpunkt noch verhandelt wird, macht er die Drohung am Freitag um 0:00 Uhr auch wahr. Die neuen Zölle gelten. Wie konnte der Handelskonflikt so schnell wieder eskalieren? Das erklärt in dieser Folge Christoph Giesen, SZ-Wirtschaftskorrespondent in China. Und auch, wieso die Verhandlungen so schwer zu durchschauen sind. Weitere Meldungen: Thyssenkrupp streicht Stellen, Denis Yücels Vorwürfe an Erdogan, Uber geht an die Börse. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über den Youtube-Kanal des Weißen Hauses.
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May 10, 2019 • 24min

Europawahl: Das Duell um die EU-Kommission

Vom 23. Bis zum 26. Mai wird das neue Europaparlament gewählt. Deshalb erscheinen ab jetzt vier Sonderfolgen von "Auf den Punkt" – jeden Freitag bis zur Wahl und in der Woche direkt danach. Länger als üblich, mit einem klaren Fokus auf Europapolitik. In der ersten Folge geht es um die Spitzenkandidaten der EVP und der PES. Denn indirekt geht es bei der Europawahl um das vielleicht wichtigste Amt der EU: das des Kommissionspräsidenten. Und die beiden aussichtsreichsten Kandidaten sind eben die beiden Kandidaten der großen Volksparteien, Manfred Weber und Frans Timmermans. Wer sind diese beiden Politiker? Und wieso könnten sie am Ende doch beide leer ausgehen? Das erklären zwei der SZ-Korrespondenten in Brüssel – Matthias Kolb und Alexander Mühlauer. Sie begleiten die beiden Kandidaten durch ihren Wahlkampf. Im Podcast sprechen sie auch über eines der größten Wahlkampfthemen: die Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn. Für den Europa-Newsletter der Süddeutschen Zeitung können Sie sich hier anmelden. Redaktion, Moderation, Produktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Social-Media-Kanäle der EVP, CSU, SPD und PES.
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May 9, 2019 • 10min

Wahl in Südafrika: Ein Ende der Korruption?

Zum sechsten Mal seit 1994, seit die Apartheid beendet und Nelson Mandela Präsident wurde, hat Südafrika am Mittwoch gewählt. Aber die damals so hoffnungsvolle Regenbogennation, ist inzwischen wieder desillusioniert von einer korrupten Elite. Die Wirtschaft im Land braucht dringend neue Impulse. Warum hat die regierende Partei ANC nach ersten Ergebnissen trotzdem wieder eine absolute Mehrheit? Aus Hoffnung in Cyril Ramaphosa, sagt Bernd Dörries, SZ-Korrespondent in Kapstadt. Er stellt in dieser Folge den Mann vor, der seit 2018 Präsident von Südafrika ist. Weitere Themen: Europäer reagieren auf Irans Ultimatum, aktuelle Steuerschätzung, Debatte über neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über den Twitter-Account von Cyril Ramaphosa.
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May 8, 2019 • 10min

Droht ein neuer Krieg am Golf?

Vor genau einem Jahr sind die USA aus dem Atomabkommen mit Iran ausgestiegen. Jetzt stellt Teheran Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China ein Ultimatum: Binnen 60 Tagen sollen sie die verschärften US-Sanktionen ausgleichen. Wenn nicht, dann wird die Islamische Republik angereichertes Uran behalten. US-Präsident Donald Trump wende wieder seine bekannten und harten Verhandlungsmethoden an und drohe dem Regime in Teheran offen. Die Situation könne sehr schnell in eine militärische Konfrontation kippen, warnt der stellvertretende Leiter der SZ-Außenpolitik Paul-Anton Krüger. Weitere Nachrichten: Regierungskrise in Italien, Wohngeld wird erhöht, Jugendliche trinken wenig Alkohol. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Reuters.
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May 7, 2019 • 10min

Der Türkei drohen Unruhe und Instabilität

Ende März hat Ekrem İmamoğlu, Kandidat der Oppositionspartei CHP, die Wahl in Istanbul knapp gewonnen. Doch das Ergebnis passte Präsident Recep Tayyip Erdoğan so gar nicht. Jetzt hat die oberste Wahlbehörde die Wahl annulliert und Neuwahlen für den 23. Juni angesetzt. Der Erfolg des Präsidenten könnte sich als kurzfristig herausstellen, sagt die SZ-Türkei-Korrespondentin Christiane Schlötzer. In Istanbul zeige man seinen Protest mit dem Schlagen von Töpfen und Pfannen. Doch auch die Vertreter der Wirtschaft seien alles andere als begeistert. Jetzt drohe erneut ein harter Wahlkampf um die Metropole, denn Erdoğan hat die Opposition in die Nähe des Terrorismus gerückt. Weitere Meldungen: Porsche zahlt Milliarden-Bußgeld, Schere zwischen Arm und Reich wächst, E-Roller nicht auf Gehwegen Moderation, Redaktion: Lars Langenau Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über die Facebook-Seite von Ekrem İmamoğlu.
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May 6, 2019 • 9min

Artensterben: Der Mensch bringt den Tod

Der neue Bericht des Weltrats zur Artenvielfalt lässt keinen Zweifel daran, dass sich derzeit ein gigantisches Artensterben ereignet. Eine Million Pflanzen und Tierarten sind davon bedroht, ausgelöscht zu werden. "Das Artensterben ist wie der Klimawandel vom Menschen gemacht", sagt Tina Baier, Redakteurin im Ressort Wissen der SZ. Es betreffe vor allem Amphibien, Korallen und Insekten. Um dagegen zu steuern brauche es ein völlig verändertes Denken und Handeln jedes Einzelnen, aber auch eine andere Landwirtschaft und einen anderen Handel, der auf Nachhaltigkeit beruht. Weitere Themen: Steinmeier kritisiert Facebook und Co, CSU will "Deutschland-Praktikum", "Fusion"-Festival droht Absage. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth
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May 3, 2019 • 9min

Kühnerts Debatte kommt zur falschen Zeit

Juso-Chef Kevin Kühnert hat sich in einem "Zeit"-Interview für die Kollektivierung großer Konzerne ausgesprochen. Außerdem kritisiert er große Wohnungskonzerne. Es sei kein legitimes Geschäftsmodell, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit den Aussagen hat Kühnert eine wahnsinnige Debatte losgetreten. Viele bezeichneten die Forderungen als unsinnig oder sogar besorgniserregend. Auch SPD-Chefin Nahles distanziert sich von den Vorschlägen Kühnerts. Ferdos Forudastan, die Leiterin der SZ-Innenpolitik erklärt im Podcast, warum diese Debatte zwar durchaus geführt werden sollte, sie für die SPD aber zur falschen Zeit kommt. Den im Podcast empfohlenen Text können Sie hier mit SZ Plus lesen. Weitere Nachrichten: Darknet-Plattform ausgehoben, neuer Hochschulpakt, Loewe insolvent Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über dpa.
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May 2, 2019 • 10min

Warum es im Fall Semenya keine Gerechtigkeit gibt

Alles hat im Jahr 2009 angefangen. Bei der Leichtathletik-WM in Berlin. Caster Semenya läuft die 800 Meter und lässt ihren Konkurrentinnen überhaupt keine Chance. Später sagen einige von denen, Semenya, das sei ja ein Mann. Wegen ihrer tieferen Tiefe und ihrer definierten Schulter. Zehn Jahre später hat der Verband einen Testosteron-Grenzwert eingeführt. Denn eine Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass höhere Testosteronspiegel von Vorteil sind. Wer über dem Grenzwert liegt, muss zukünftig sechs Monate vor internationalen Wettbewerben den Testosteronhaushalt senken. Zum Beispiel mit der Antibabypille. Semenya legt Einspruch gegen das Urteil ein und zieht vor den Internationalen Sportgerichtshof. Sie verliert und sagt, sie fühle sich von der IAAF seit zehn Jahren immer wieder ausgebremst. Auf der einen Seite fühle er Empathie mit Caster Semenya, sagt SZ-Sportredakteur Johannes Knuth. Auf der anderen Seite könne der Sport in diesem Fall keine gerechte Entscheidung treffen. Weitere Themen: Kirchen schrumpfen um die Hälfte bis 2060, neue Forderungen nach Impfflicht, Zoff um Grundsteuer.
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Apr 30, 2019 • 9min

US-Wahlen: Wieso Joe Biden?

Bis jetzt wollen 20 Demokraten 2020 gegen Donald Trump antreten. Auch der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden gehört jetzt zur Riege der Kandidaten. Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in Pittsburgh präsentiert er sich als Vertreter der Mittelklasse, sagt US-Korrespondent Alan Cassidy. Der 76-Jährige habe auch aufgrund seiner großen Erfahrung vielleicht die größten Chancen aus dem Kreis seiner Mitbewerber den aktuellen Präsidenten zu besiegen. Weitere Nachrichten: In Venezuela spitzt sich der Machtkampf zu, neuer Kaiser in Japan, Ex-Frau bekommt nach Scheidung keinen Hund. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters.

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