

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Jun 24, 2020 • 11min
Update: Was die Medizin bislang über das Coronavirus weiß
Etwa 80 Prozent aller Corona-Infizierten durchleben einen milden Krankheitsverlauf. Bei jedem siebten Erkrankten kommt es zu einer starken Lungenentzündung und Atemnot. Und sechs Prozent müssen auf der Intensivstation mit Beatmungsgeräten versorgt werden.
Bei manchen Verläufen, vor allem bei älteren Personen, komme es zu heftigen Überreaktion des Immunsystems, sagte der Mediziner Werner Bartens aus der SZ-Wissenschaftsredaktion. Und diese Reaktion könne auch tödlich verlaufen, auch bei jüngerem Menschen. Männer und Personen mit Vorerkrankungen seien etwas häufiger davon betroffen als Frauen. Auch fühle sich das Virus in kalter Umgebung offensichtlich wohl, was den aktuellen Ausbruch in der Fleischverarbeitenden Industrie erklärt. Bei Langzeitfolgen gebe es hingegen noch keine gesicherten Erkenntnisse, obwohl Röntgenbilder heftige Lungenschäden zeigen.
Weitere Nachrichten: Corona in Gütersloh: Bundesländer schotten sich ab, deutsches Arbeitsprogramm für EU-Ratspräsidentschaft.
Wir wollen diesen Podcast noch besser machen und würden uns deshalb darüber freuen, wenn Sie an unserer Umfrage teilnehmen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Sophia Fehrenbach, Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
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Jun 23, 2020 • 10min
Bolton vs. Trump: Teflon-Präsident mit Kratzern
Unter dem von Donald Trump gefeuerten Kernpersonal des Weißen Hauses ist auch sein Ex-Sicherheitsberater John Bolton. Jetzt erscheint Boltons Enthüllungsbuch “The Room Where It Happened”, in dem er Trump als Narren beschreibt, der für den Job nicht geeignet sei. Sein einziges Ziel sei es, seine Wiederwahl zu sichern. Neben Trumps außenpolitischer Naivität beschreibt Bolton Trumps fortgesetzten Machtmissbrauch.
Neben dem Buch-Honorar von zwei Millionen Dollar ist es ein aufrichtiges Entsetzen über Trumps Außenpolitik, so beschreibt SZ-Korrespondent Alan Cassidy Boltons Motivation. Er sei aber auch enttäuscht, dass er sich mit seiner harten Linie gegenüber Nordkorea und Iran nicht durchgesetzt habe. Allerdings sei auch Bolton keine Lichtgestalt, zumal er im Impeachment-Verfahren gegen Trump nicht ausgesagt hatte. Doch letztendlich bekomme das Bild des Teflon-Präsidenten Trump (weitere) arge Kratzer.
Weitere Nachrichten: NRW verhängt Lockdown für Kreis Gütersloh, Berlin ohne Kontaktbeschränkungen, Ex-Wirecard-Chef auf Kaution frei.
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Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Gabriel Garbers, Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
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Jun 22, 2020 • 11min
Gewalt in Stuttgart: Feindbild Polizei
Nicht nur für Stuttgarter Verhältnisse war das am vergangenen Wochenende ein ungewöhnlicher Gewaltausbruch. In der Nacht zum Sonntag wurden Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen. Bis zu 500 Personen haben die Schaufensterscheiben von etwa 40 Geschäften zertrümmert und es kam zu Plünderungen. Die Bilanz dieser Nacht: 20 verletzte Polizisten, 24 Festgenommene, unter ihnen sieben Minderjährige.
Mechanismen der Eskalation verlaufen immer nach gleichen Mustern, sagt Soziologie-Professor Wilhelm Heitmeyer, Gründungsdirektor des Instituts für Gewalt- und Konfliktforschung an der Uni Bielefeld. Wesentlich seien mehrere Faktoren, die für Unruhen gängig sei: ein Signalereignis, Feindbilder, Opferrolle, Mobilisierung, die (nicht ausreichende) Vorbereitung und das Verhalten der Polizei. Die nun vielfach geforderte "Härte des Gesetzes" sei jedoch eine weitgehend untaugliche Aussage, meint Heitmeyer. Viel wichtiger sei eine schnelle Reaktion.
Weitere Nachrichten: Start Verhandlungen über atomaren Abrüstung, 1300 Corona-Infizierte bei Tönnies.
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Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl, Sophia Fehrenbach
Produktion: Carolin Lenk
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Jun 19, 2020 • 10min
Wirecard: Wo sind die 1,9 Milliarden Euro?
Wirecard galt seit seiner Gründung 1999 jahrelang als einer der wenigen deutschen Konzerne, der es geschafft hat mitzuhalten in der Welt der Internet-Dienstleister. Das Unternehmen wickelt bei Online-Bestellungen die Zahlungen zwischen Käufern und Händlern ab. Dabei gibt es auch schon seit längerer Zeit unangenehme Schlagzeilen über den Konzern: Von Bilanzfälschung, falschen Versprechungen und manipulierten Börsenkursen ist die Rede.
Am Donnerstag wollte Wirecard jetzt endlich die Bilanz für 2019 vorlegen. Doch dazu kam es nicht. Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young verweigerten ihre Zustimmung zu den Finanzzahlen, das sogenannte Testat. Und ohne solch ein Testat ist die Bilanz quasi wertlos.
Es geht dabei vor allem um 1,9 Milliarden Euro und damit um ein Viertel der Gesamtsumme der Konzernbilanz, die aktuell vermisst werden. Daraufhin sind zuerst die Aktienwerte massiv eingebrochen und am Freitag ist jetzt auch Konzernchef Markus Braun zurückgetreten.
Nils Wischmeyer aus der SZ-Wirtschaftsredaktion erklärt im Podcast, wie es mit den Konzern jetzt weiter geht.
Weitere Themen: Galeria Karstadt Kaufhof schließt Filialen, EU-Gipfel ohne Einigung
Wer 2020 seinen Schulabschluss macht, kann ihn wegen der Corona-Krise nur sehr schwer genießen. Was die Krise mit einem macht, das haben uns acht Abiturientinnen und Abiturienten für die SZ am Freitag erzählt.
Redaktion, Moderation: Antonia Franz
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak
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Jun 18, 2020 • 11min
Corona-Ausbruch bei Tönnies: Wer ist schuld?
In einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies haben sich mehr als 650 Mitarbeiter infiziert, in der Folge werden alle Schulen und Kitas im Landkreis Gütersloh geschlossen. Die Bevölkerung ist sauer, vor allem da es schon im Mai ähnliche Fälle gegeben hatte. Einige Menschen protestieren am Donnerstag sogar vor dem Privathaus des Firmeninhabers Clemens Tönnies.
NRW-Korrespondent Christian Wernicke erklärt im Podcast, was in Rheda-Wiedenbrück schief gelaufen ist und was sich zukünftig ändern müsste.
Weitere Themen: Merkels Regierungserklärung, Wirecard-Aktie stürzt ab, Anklage im Mordfall im Kleinen Tiergarten
Wer 2020 seinen Schulabschluss macht, kann ihn wegen der Corona-Krise nur sehr schwer genießen. Was die Krise mit einem macht, das haben uns acht Abiturientinnen und Abiturienten für die SZ am Freitag erzählt.
Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Sophia Fehrenbach, Gabriel Garbers, Vinzent-Vitus Leitgeb.
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Jun 17, 2020 • 12min
Mord an Walter Lübcke: Schwerer Start in einen historischen Prozess
Am Dienstag hat in Frankfurt der Prozess im Mordfall Walter Lübcke begonnen. Der Kasseler Regierungspräsident war 2019 getötet worden, als erster Politiker in der Geschichte der Bundesrepublik offenbar aus rechtsextremistischen Motiven.
Die beiden habe eine lange Freundschaft in der rechten Szene verbunden, die jetzt allerdings vorbei sein dürfte, erzählt die SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger nach dem ersten Prozesstag. Sie erklärt außerdem, was die Familie von Walter Lübcke in der Nebenklage erreichen will.
Weitere Themen: Zweiter Nachtragshaushalt; 400 Corona-Fälle in Fleischereibetrieb; Lufthansa-Hilfspaket.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

Jun 16, 2020 • 10min
Corona-Warn-App: Ja? Nein? Doch!
Die Corona-Warn-App ist am Dienstag in der Bundespressekonferenz präsentiert worden. Justizministerin Christine Lambrecht, Innenminister Horst Seehofer, Gesundheitsminister Jens Spahn, Kanzleramtsminister Helge Braun, der Präsident des Robert-Koch-Instituts und die Chefs von SAP und Telekom betonten die transparente Entwicklung, die vielen Tests, die Freiwilligkeit, die dezentrale Speicherung der Daten und dass selbst der Bundesdatenschutzbeauftragte zufrieden sei.
Es wurde bei der Umsetzung der App versucht, sehr viel kritische Stimmen einzubinden, sagt auch SZ-Berlin-Korrespondentin Kristiana Ludwig. Durch das dezentrale Konzept seien datenschutzrechtliche Bedenken ausgeräumt worden. Und wenn es eine zweite Welle der Corona-Pandemie geben sollte, sei die App ein hilfreiches Mittel, Infektionsketten nachzuvollziehen. Skeptisch sehe sie allerdings, dass die App nur auf neuen Handys mit aktuellen Updates laufen würde. Dadurch würden viele Leute ausgeschlossen, die sich sonst vielleicht beteiligt hätten.
Weitere Nachrichten: Nordkorea sprengt Verbindungsbüro nach Südkorea, Beginn Prozess Lübcke-Mord, Bayern hebt Katastrophenfall auf.
Den Link zum Erklärvideo finden Sie hier, den ausführlichen Artikel mit Fragen und Antworten hier.
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Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Weiteres Audiomaterial über Phoenix

Jun 15, 2020 • 12min
Lobbyismus: Philipp Amthors weite Grenzen
Der 27-jährige Philipp Amthor ist der konservative Gegenentwurf zu lässigen Gleichaltrigen. Jetzt will er auch CDU-Chef in Mecklenburg-Vorpommern werden. Doch dann berichtete Der Spiegel über seine dubiose Lobbyarbeit für die US-Firma "Augustus Intelligence". "Ich bin nicht käuflich", sagt Amthor.
Aber er war nah dran, Grenzen zu überschreiten, meint der Berliner SZ-Korrespondent Stefan Braun. Die dürre Entschuldigung des CDU-Politikers reiche nicht aus, da er in dem Netzwerk des US-Unternehmens schon teure Reisen unternommen und Aktienoptionen besessen habe. Man wisse noch nicht einmal genau, was die Firma denn eigentlich treibe. Amthors Wahl zum CDU-Landeschef am 19. Juni sollen die Christdemokraten in Schwerin noch einmal überdenken.
Weitere Nachrichten: Corona-Nothilfe für Studierende, Rechtsextremismus in Bundeswehr-Eliteeinheit KSK, Verfassungsschutz beobachtet AfD-Brandenburg.
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Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Weiteres Audiomaterial über rbb-Talkshow "Chez Kömer" von Kurt Krömer

Jun 12, 2020 • 10min
Lufthansa: Sparen an allen Ecken und Enden
Kaum eine Branche hat die Coronakrise so hart getroffen, wie die Luftfahrt. In Deutschland bekommt das auch die Lufthansa zu spüren: Sie steigt bald aus dem DAX ab und offenbar sind mehr als 20 000 Jobs in Gefahr. Und das, obwohl die Fluglinie neun Milliarden Euro Staatshilfe bewilligt bekommen hat.
Das Geld sei nur die Voraussetzung dafür gewesen, dass die Lufthansa überhaupt die Zukunft planen kann, sagt der SZ-Wirtschaftsredakteur Jens Flottau. Die Aufbararbeit gehe erst richtig los.
Weitere Meldungen: Konjunkturprogramm im Kabinett; Vorwürfe gegen Philipp Amthor; Brexit-Verhandlungen.
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Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Gabriel Garbers, Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über die dpa.

Jun 11, 2020 • 8min
Corona-Krise: ein kollektives Tagebuch (4)
Die aktuelle Lockerung der Corona-Regeln führt zu Verwirrung, da jedes Bundesland eigene Vorschriften hat. Hörerinnen und Hörer teilen ihre unterschiedlichen Meinungen zur Rückkehr zur Normalität. Persönliche Reflexionen offenbaren die Freude an zurückkehrenden Aktivitäten, wie dem Tennissport, aber auch die Unsicherheiten in Beruf und Alltag. Außerdem werden die besonderen Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen während dieser Krisenzeit beleuchtet, was zu einer Umfrage über die Lockerungsmaßnahmen aufruft.


