Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Jan 22, 2021 • 13min

Sollten Geimpfte Grundrechte schneller zurückbekommen?

Für die einen eine Scheindebatte, für andere eine Hoffnung: ein Streitgespräch über die Rückkehr von Grundrechten von Geimpften. Schon gut eineinhalb Millionen Menschen haben in Deutschland zumindest eine von zwei Impfdosen gegen das Coronavirus gespritzt bekommen. Also noch eine Minderheit. Aber sollten die Menschen, die geimpft sind, ihre vollständigen Grundrechte wieder zurückerhalten? Darüber debattieren in dieser Sendung Kristiana Ludwig und Felix Haselsteiner. Weitere Themen: Brasilianische Mutation in Deutschland nachgewiesen, AfD klagt gegen den Verfassungsschutz. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz Produktion: Valérie Nowak
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Jan 21, 2021 • 12min

Wie viel kann Joe Biden reparieren?

Zurück im Pariser Klimaabkommen, zurück in der WHO, eine strengere Corona-Politik: Biden spielt den Reparaturbetrieb nach vier Jahren Trump. Die Vereinigten Staaten sind zurück. Zumindest soll das die Botschaft des ersten Amtstags von Joe Biden im Weißen Haus sein. Der neue Präsident inszeniert sich als verlässlicher Partner auf internationaler Bühne. Aber wie viel Schaden kann Biden nach vier Jahren Trump reparieren? Wenn eine Schale zerbricht, kann man so penibel wie möglich versuchen, sie wieder zusammenzukleben - die Risse bleiben sichtbar. Das sagt auch Washington-Korrespondent Hubert Wetzel. Weitere Themen: Viele Tote bei Bombenanschlägen in Bagdad, Merkel will Grenzkontrollen in EU vermeiden. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Jan 20, 2021 • 11min

Neue Corona-Regeln: “Der Langmut ist ausgereizt”

Bund und Länder haben sich auf neue Regeln und Schutzmaßnahme im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt. Der Lockdown wird verlängert. Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Gastronomie bleiben zu, Schulen und Kitas ebenfalls. Hinzu kommt eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in Bussen, Bahnen und Geschäfte des täglichen Lebensbedarf, die natürlich auch weiter offen bleiben. Doch reicht das? Das wird jedenfalls nicht die letzte Einschränkung des Lebens in diesem Jahres bleiben, meint die Berliner SZ-Parlamentskorrespondentin Henrike Roßbach. Ziel sei, die Infektionsrate schon jetzt soweit zu drücken, dass die Mutationen des Virus handhabbar bleiben. Die weitere Schließung sei ein weiterer, harter Schlag für ganze Branchen. Die Politik habe darauf jetzt aber, zumindest beim Handel mit Saisonware, mit vereinfachten Abschreibungen reagiert. Man würde mehr Insolvenzen sehen, wenn die Regelungen dafür nicht auch gelockert worden seien. Auch beim Home Office seien die Zügel angezogen worden. Die Arbeitgeber würden jetzt verpflichtet, die Möglichkeit dazu anzubieten, es sei denn, es gehe wirklich nicht. Zudem werden FFP2-Masken für das Personal in den Alten- und Pflegeheimen verpflichtend und die Tests nochmals ausgeweitet. Nachrichten: Trump verlässt das Weiße Haus, Bidens Antrittsrede. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über ARD und Twitter.
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Jan 19, 2021 • 10min

Wie Trump Bidens Amtseinführung torpedieren will

Mittwoch ist es vorbei mit der Präsidentschaft von Donald Trump. Auch wenn er es noch immer nicht einsehen mag, weiter Lügen verbreitet und quer schießt. Nach einer chaotischen Präsidentschaft verweigert sich Trump jetzt also auch noch einem geordneten Übergang. Und zieht stattdessen zum letzten Mal seine eigene Show auf Es wird in Washington nur eine sehr abgespeckte Inauguration mit 2000 geladenen Gästen unter großem Sicherheitsabstand geben, sagt US-Korrespondent Thorsten Denkler. Es werde eine Amtseinführung des 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten ohne Menschenmassen und Paraden. Vor allem aufgrund der enormen Präsenz von Tausenden Sicherheitskräften erwartet Denkler keine Wiederholung solcher Szenen, wie bei der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar. Weitere Nachrichten: Neue Corona-Maßnahmen, Nawalny: Russland unbeeindruckt, Thailand: Drakonische Strafe wegen Majestätsbeleidigung. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über AP.
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Jan 18, 2021 • 11min

Mehr Freiheiten für Geimpfte? Klingbeil kritisiert "Debatte zu Unzeiten"

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat den Vorstoß seines Parteifreundes Heiko Maas für Sonderrechte für Geimpfte kritisiert. Dies sei eine "Debatte zur Unzeiten". Die von Außenminister Heiko Maas (SPD) vorgebrachten Überlegungen für mehr Freiheiten für Geimpfte nennt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil “eine Debatte zu Unzeiten”. Solange es nicht genügend Impfstoff gebe und nicht alle die Möglichkeiten zur Impfung hätten, spalte dies die Gesellschaft. Klar sei, dass die Impfungen zu einer Normalisierung des Lebens führen würden. “Impfen ist die Lösung. Da muss richtig Tempo rein.” Klingbeil zeigte sich “äußerst skeptisch” gegenüber weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie etwa der kompletten Einschränkungen des Öffentlichen Nahverkehrs oder Ausgangssperren. Allerdings beunruhige ihn, dass die Quote beim Home Office derzeit nur “bei etwa 14, 15, 16 Prozent” liegen würde - im Gegensatz zu etwa einem Drittel beim ersten Lockdown im Frühjahr. Klingbeil kritisierte das “Präsenzgehabe in ganz vielen Chefetagen”. Weitere Nachrichten: Nawalny muss ins Gefängnis, Chinas Wirtschaft wächst. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Jan 16, 2021 • 14min

Wie Laschet gewonnen hat

Am Ende sind es 55 Stimmen Vorsprung in der Stichwahl: 521 Delegierte haben für Armin Laschet gestimmt, 466 für Friedrich Merz, der im ersten Wahlgang noch knapp vorne lag. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen folgt damit auf Annegret Kramp-Karrenbauer an die Parteispitze der CDU. Laschet habe mit einem beherzten Auftritt überzeugt, mit einer klugen Mischung aus Emotionalität und politischem Programm, sagt SZ-Korrespondent Nico Fried. Er erklärt in dieser Folge außerdem, welche Arbeit in den kommenden Wochen auf Laschet zukommt und welche Rolle Jens Spahn in der Partei spielen könnte. Redaktion, Moderation, Produktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Zusätzliches Audiomaterial über die CDU.
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Jan 15, 2021 • 14min

CDU-Parteitag: "Merz ist die bürgerlich-liberale Wahl"

Laschet, Merz oder Röttgen? Das Rennen scheint immer noch offen. Der Historiker Andreas Rödder erklärt, warum er Friedrich Merz für den besten Kandidaten hält. Laschet vor Merz vor Röttgen. Nein, der SZ liegt nicht vorab das Ergebnis der Wahl vor. Und das ist auch kein Tipp. Sondern dies ist die Reihenfolge der Redner, die sich um das Amt des CDU-Parteivorsitzenden bewerben. Das Rennen sei wirklich offen, sagt der Professor für Neueste Geschichte Andreas Rödder. Persönlich hat er als CDU-Mitglied aber einen Favoriten - und der heißt Friedrich Merz. Weitere Themen: Rücktritt der niederländischen Regierung, Biden stellt Billionen-Hilfspaket vor. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über „Markus Lanz“.
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Jan 14, 2021 • 16min

Krankenpfleger Jorde: "Auch wir sind Menschen"

Während Corona sei nichts passiert, um der Pflege den Rücken zu stärken, sagt Alexander Jorde. Der Krankenpfleger hat selbst überlegt, hinzuschmeißen. Am Anfang der Coronakrise haben viele Deutsche abends um 21 Uhr noch für diejenigen geklatscht, die an der Supermarktkasse, im Krankenhaus oder in den Pflegeberufen arbeiten. Von dem Applaus kann er sich aber nichts kaufen, sagt Alexander Jorde. Der 25-jährige Krankenpfleger beklagt, dass sein Berufsstand von der Politik nicht nur nicht gewertschätzt, sondern sogar schikaniert worden sei. Jorde beschreibt in dieser Folge den Zustand in der deutschen Pflege, wie er ihn wahrnimmt. Weitere Themen: Höhepunkt bei Intensivpatienten überschritten, deutsche Wirtschaft bricht um fünf Prozent ein. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über ARD-Wahlarena.
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Jan 13, 2021 • 12min

Täglich grüßt Söder: Wie gut ist Bayerns Corona-Management?

Schon wieder war Markus Söder die vergangenen Tage sehr umtriebig. Manchem Bürger geht sein Ton jedoch langsam auf die Nerven. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat allein in dieser Woche mit der FFP-2-Maskenpflicht und dem Vorschlag einer Impfpflicht für das Pflegepersonal gleich zweimal für mächtig Wirbel gesorgt. Seine Umfragewerte sind immer noch sehr gut. Der Landesvater hat sich den Ruf eines Machers erworben, aber wie gut ist Söders Krisenmanagement wirklich? Das beurteilt in dieser Folge der SZ-Reporter Andreas Glas. Weitere Themen: So funktionieren FFP-2-Masken, Spahn verteidigt EU-Vorgehen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Bayerische Staatsregierung.
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Jan 12, 2021 • 13min

Was der Hitler-Putsch für die US-Demokratie lehrt

Die Ereignisse am Kapitol haben einige Analogien mit der Vor-Nazi-Zeit. Ein Gespräch mit dem Historiker Michael Brenner über Parallelen zu 1923. Arnold Schwarzenegger bemühte die Reichspogromnacht von 1938 in seiner Videobotschaft über die Ereignisse in Washington. Doch der Vergleich des gebürtigen Österreichers geht zu weit. Für den Sturm auf das Kapitol war ein unorganisierter Mob verantwortlich, der von einem Opportunisten aufgewiegelt wurde, meint der Historiker Michael Brenner. Für den Professor an der American University in Washington, DC, und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München bestehen zu dem Ereignis am 6. Januar in der US-Hauptstadt “einige Analogien” zum Hitlerputsch 1923 in München. Schließlich sei der gescheiterte Putsch von Adolf Hitler erst der Anfang einer extremen Bewegung gewesen - und etwas ähnliches erwartet er auch für die USA in den kommenden Jahren. Zwar seien die USA eine gefestigte Demokratie, “aber der Versuch, eine gewählte Regierung mit Gewalt oder rhetorischem Druck in Frage zu stellen oder zu stürzen, wird nicht mit dem 6. Januar aufgehört haben”, meint Brenner. Natürlich gebe es starke Unterschiede zu 1923, aber es gebe eben auch “Millionen Amerikaner mit antidemokratischem Denken”. Ihnen stünde jedoch eine große Mehrheit entgegen, die die Demokratie auch schützen werde. Beide Welten seien jedoch völlig voneinander abgekoppelt. Michael Brenners neues Buch "Der lange Schatten der Revolution - Juden und Antisemiten in Hitlers München 1918 bis 1923" finden Sie hier, seinen Text in der Washington Post finden Sie hier, Schwarzeneggers Video hier. Weitere Nachrichten: FFP2-Maskenpflicht in Bayern, Unwort des Jahres. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Carlo Sarsky

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