

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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May 17, 2021 • 12min
Nahostkonflikt: Warum Netanjahu von der Eskalation profitiert
Die Kämpfe zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas gehen weiter. Israel will seinen Militäreinsatz “so lange wie nötig” weiterführen, so der Premierminister Benjamin Netanjahu. Und mittlerweile kommt es in Israel auch immer mehr zu Ausschreitungen zwischen der jüdischen und der arabischen Bevölkerung.
Von der Situation vor Ort erzählt in dieser Folge der SZ-Korrespondent in Israel, Peter Münch. Er hat gerade erst das Wohnviertel in Jerusalem besucht, in dem sich der Konflikt wieder entzündet hat. Und er erklärt, wie Netanjahu den Konflikt jetzt für sich nutzen möchte.
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Redaktion, Moderation: Laura Terberl
Redaktion: Felix Ogriseck
Produktion: Benjamin Markthaler

May 14, 2021 • 10min
Urlaubsplanung: “Der Sommer wird gut!”
Pünktlich zu Pfingsten geht es langsam wieder los mit dem Tourismus. In Schleswig-Holstein beispielsweise werden ab Montag wieder viele Einrichtungen aufmachen. Im Ausland muss man aktuell auch noch genau hinschauen. Immerhin muss man nicht mehr generell in Quarantäne, wenn man wieder nach Hause kommt.
“Der Sommer wird gut, er wird viel besser als der vergangene”, macht Monika Maier-Albang aus der SZ-Reiseredaktion Hoffnung. In Österreich etwa wird die Einreise zumindest für Geimpfte, Genesene und Getestete einfach. Auch Griechenland setzt stark auf diese Gruppe. “Die Griechen sind wild entschlossen, die Saison mitzunehmen.” Bei Fernreisen gebe es viel mehr Unsicherheiten. Maier-Albang empfiehlt für dieses Jahr lieber einen Europa-Urlaub mit dem Auto: etwa vom Süden Deutschlands aus in Italien, Kroatien oder vom Norden Richtung Dänemark.
Weitere Nachrichten: Nahostkonflikt, Rekord-Impfungen in Deutschland.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Julia Stanton
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

May 12, 2021 • 11min
Hamas und die Arabische Welt
Es ist ein nie dagewesener Raketenhagel, den die Menschen im Großraum von Tel Aviv da gerade erleben mussten. Seit Montagabend sind es weit mehr als 1000 Raketen, die aus dem Gazastreifen auf israelische Zivilisten abgefeuert wurden. Natürlich wehrt sich Israel: die Luftwaffe griff massiv Ziele auf palästinensischer Seite an. Etwa 50 Menschen sind dabei bislang getötet worden. Darunter nach Angaben der Armee auch mehrere ranghohe Mitglieder der islamistischen Hamas.
Die palästinensische Sache ist zwar ein Teil der Identität, aber die Hamas habe kaum Sympathie in den arabischen Staaten, sagt Paul-Anton Krüger, Redakteur der SZ-Außenpolitik. Schließlich sei die Hamas ein Ableger der Muslimbruderschaft und damit erklärter innenpolitischer Gegner von Regierungen wie in Riad oder Kairo. Deshalb komme es auch zu abenteuerlichen Bündnissen wie zwischen der Hamas und Iran, obwohl die einen Sunniten und die anderen Schiiten sind.
Weitere Nachrichten: Ermittlungen gegen Österreichs Kanzler, Bayern und BaWü geben alle Impfstoffe bei Hausärzten frei.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz.

May 11, 2021 • 14min
Nahostkonflikt: Droht die dritte Intifada?
Erst flogen Steine und Gummigeschoße in Jerusalem, dann Raketen auf Israel und Bomben auf den Gazastreifen. Im israelischen Aschkelon starben zwei Frauen, Dutzende Menschen in Gaza-Stadt. Es gebe nicht ursächlich nur einen Grund für die erneuten Auseinandersetzungen, sagt Steffen Hagemann. Er ist Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv. Die Eskalation stehen aber eindeutig im Kontext der seit mehr als 50 Jahren andauernden Besetzung weiter palästinensischer Gebiete durch die israelische Armee. Zudem gehe es nach den abgesagten Wahlen in den Palästinensergebieten auch um einen Machtkampf zwischen der PLO und der Hamas. Die Hamas versuche mit dem Beschuss Einfluss auch im Westjordanland zu gewinnen. Sie wolle sich so an die Spitze des palästinensischen Widerstandes setzt. Beim Beschuss - auch von Jerusalem - gehe es ihr dabei vor allem um die Demütigung der israelischen Regierung.
Weitere Nachrichten: Tote bei Angriff auf Schule in Russland, Hoffnung auf Impfangebot für zwölf bis 18-Jährige.
Die Datenrecherche zur Auswertung von fast zwölf Millionen Telegram-Nachrichten zeigt wie sich Verschwörungstheorien, Rassismus und Sexismus zu einer toxischen Mischung verbinden. Sie finden das Projekt finden Sie unter sz.de/hassmessen
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

May 10, 2021 • 11min
SPD: "Scholz ist nicht der beste Kandidat, sondern der einzige"
Jetzt hat auch die SPD ganz offiziell einen Kanzlerkandidaten: Dass es Olaf Scholz wird, war lange klar, am Sonntag wurde er jetzt auch auf einem digitalen Parteitag mit 96,2 Prozent gewählt. Seine zentralen Wahlkampfthemen: "Mobilität, Klima, Digitalisierung und Gesundheit." Und er will Kanzler werden. Doch danach sieht es zumindest momentan so gar nicht aus. Bringt dieser Parteitag die Wende für die SPD?
Die Partei versuche sich neu zu erfinden und habe eine überzeugendes Programm vorgelegt. Aber Hartz IV klebe noch immer bleischwer am Image der SPD - und an der Biografie von Scholz. Mit ihm trete ein Spitzenkandidat an, der damals alles mitgetragen - und der deshalb ein Glaubwürdigkeitsproblem hat. "20 Jahre im Geschäft: Scholz bleibt Scholz", sagt Mike Szymanski aus dem SZ-Hauptstadtbüro. Begeisterungsstürme entfache der Finanzminister nicht. Er sei eher "dröge und sachlich". "Scholz sei nicht der beste Kandidat, sondern der einzige." Tatsächlich aber habe es aber wohl keine personelle Alternative zu ihm als Kanzklerkandidaten gegeben. Möglichweise könne ihm aber die Wärme der Mainzer Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Wahlkampf helfen.
Weitere Nachrichten: Wissler und Bartsch sind Linke-Spitzenkandidaten, Priorisierung für Johnson & Johnson aufgehoben.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über SPD Bundesparteitag.

May 7, 2021 • 12min
Statt Patent-Freigabe: Ein Marshallplan fürs Impfen
Gerade hat die US-Regierung unter Joe Biden eine radikale Wende verkündet: Im Rahmen der Welthandelsorganisation sind die Vereinigten Staaten jetzt für die zeitweise Aussetzung der Patente für Impfstoffe gegen Corona. Ein Vorschlag, den die Weltgesundheitsorganisation “als historischer Meilenstein” feiert. Doch einer, der vor allem von Ländern blockiert wird, in denen die Pharmaindustrie stark ist. Und so ist auch die Bundesregierung skeptisch.
Das Wirtschaftssystem basiert eben in weiten Teilen der Welt auf dem Eigentumsrecht, sagt der Leiter der SZ-Wirtschaftsredaktion Marc Beise. Er zweifelt daran, dass dieser Schritt mehr Medikamente auf den Markt bringen würde. Denn es sei nicht so einfach, nur die Patente zur Verfügung zu stellen. Dafür sei vielmehr ein großes, kompliziertes “Ökosystem” im Zusammenspiel von vielen Spezialisten nötig. Gebildet und unterstützt von einem Fond, in den die reichen Staaten Milliarden einzahlen könnten. In den USA gebe es eine Initiative für einen “weltweiten Marshallplan fürs Impfen”. Und auch er unterstütze eine kleine schlagkräftige Einheit aus Fachleuten und sehr viel Geld im Rücken, wie die, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder wirtschaftlich auf die Beine gebracht habe.
Weitere Nachrichten: Aktuelle Corona-Lage, NSU 2.0: Vorwürfe gegen Bayerns Justiz.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz.

May 6, 2021 • 11min
Der deutsche "Wohlfühl-Klimaschutz"
Umweltministerin Svenja Schulze und Finanzminister Olaf Scholz von der SPD haben am Mittwoch eine Verschärfung des Klimaschutzgesetzes vorgestellt. 2045 - also schon 5 Jahre früher als bisher geplant, soll Deutschland klimaneutral werden. Und auch die Zwischenziele sind jetzt ehrgeiziger als vorher.
Ganz freiwillig war dieses Engagement für das Klima aber nicht. Vergangene Woche hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass das aktuelle Klimaschutzgesetz der Bundesregierung nicht weit genug geht.
An diesem Donnerstag hat dann auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die neuen Ziele auf dem Petersberger Klimadialog vorgestellt. Sie forderte internationale Solidarität ein, um eine weltweite Klimaneutralität zu erreichen.
SZ-Redakteur Michael Bauchmüller hält die deutsche Klimaneutralität bis 2045 für realistisch, aber "es ist wirklich ein Kraftakt". Noch scheinen ihm die Maßnahmen zu abstrakt, es bräuchte jetzt konkrete Konzepte statt "Wohlfühl-Klimaschutz".
Weitere Nachrichten: Lockerungen für Geimpfte und Genesene, Impfschutz-Patente.
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Redaktion, Moderation: Antonia Franz
Produktion: Carolin Lenk
Redaktion: Julia Stanton, Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terberl
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und SZ-Livestream.

May 5, 2021 • 11min
Corona-Risiko: Wenn die Postleitzahl entscheidet
In sozialen Brennpunkten verbreitet sich das Coronavirus gerade schneller als in teureren Stadtvierteln. Einige Kommunen und Bundesländer wollen das jetzt ändern: Berlin hat Maßnahmen angekündigt, Rheinland-Pfalz und auch Nordrhein-Westfalen. Im letzteren läuft seit Montag schon ein Modellversuch im Kölner Stadtteil Chorweiler. Menschen dort werden schnell und unkompliziert an einer mobilen Impfstation geimpft.
Wie gut das Projekt anläuft und warum die Inzidenzwerte gerade in sozialen Brennpunkten so hoch sind, erklärt in dieser Folge Christian Wernicke. Er ist SZ-Korrespondent in NRW.
Das angesprochene Video zu Impfungen finden Sie hier
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Lars Langenau, Julia Stanton
Zusätzliches Audiomaterial über den Landtag von Nordrhein-Westfalen.

May 4, 2021 • 11min
Rechte für Geimpfte: Droht ein Zwei-Klassen-Sommer?
Bereits am Donnerstag diskutiert der Bundestag darüber. Am Freitag der Bundesrat. Und am Wochenende könnte bundesweit für Geimpfte und von Corona Genesene zumindest ein Teil der Normalität zurückkehren. Auch die Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen sollen für vollständig Geimpfte dann nicht mehr gelten. Noch sind diese Lockerungen dann nur Wenigen und vor allem Älteren vorbehalten. Ist das alles sinnvoll?
Rechtlich seien diese Lockerungen zwingend, sagt der SZ-Korrespondent am Karlsruher Bundesverfassungsgericht, Wolfgang Janisch. Freiheiten könnten nur beschränkt werden, wenn es dafür eine Rechtfertigung gibt. Wenn aber das Infektionsrisiko zurückgegangen sei, müsse man die Freiheiten selbstverständlich wieder zurückgeben. Den Vorwurf, dass jetzt eine Art Impfpflicht durch die Hintertür komme, deutet der Jurist anders. Man könne Erleichterungen für Geimpfte in einer Übergangszeit durchaus auch als positiven Anreiz für Impfskeptiker sehen. Wenn aber ein Großteil der Menschen geimpft sei, würden die Maßnahmen eh wegfallen.
Weitere Nachrichten: Tourismus in Bayern, Festnahme “NSU 2.0”, Zunahme politisch motivierte Kriminalität.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und Bundespressekonferenz.

May 3, 2021 • 11min
Pressefreiheit: Journalismus zwischen den Stühlen
Die Pressefreiheit ist weltweit bedroht. Die Organisation “Reporter ohne Grenzen” führt auf, dass sie in fast drei Viertel der Länder der Welt zumindest bedeutend eingeschränkt ist. Nicht nur in totalitären, repressive Staaten wie Nordkorea oder Eritrea, sondern auch in den USA, Großbritannien - und Deutschland. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ ist die Bundesrepublik von Platz 11 auf Platz 13 abgerutscht.
Besonders in Zeiten der Pandemie sei es nicht leicht, aus den Gerichtssälen zu berichten, sagt SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger. Auch würde vor allem Rechtsextremisten die Verfahren oft genug als Bühne nutzen - und wie auch auf Pegida- oder Corona-Demonstrationen offen drohen. Auf Bedrohungen per Mail reagiere sie inzwischen immer öfter mit Anzeigen. Problematisch sei inzwischen aber auch der Druck, den Anwälte gegen Journalisten ausüben würden. Doch wenn sie sich einschüchtern lasse, dann habe sie ihren Beruf verfehlt, meint Ramelsberger. Journalisten sollten “nicht auf einem Stuhl oder schon gar nicht auf einem Schoß sitzen, sondern zwischen den Stühlen”.
Hier der Link zum Schul-Projekt “Journalismus macht Schule”.
Antworten auf häufig gestellte Fragen der Leserinnen und Leser und Positionen der SZ finden Sie hier und in der Zeitung auf der Seite des Leserforums.
Weitere Nachrichten: Lockerungen für Geimpfte, Oktoberfest-Absage, BKA zerschlägt Kinderpornografie-Plattform, DFB-Krise.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk


