Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Sep 20, 2021 • 13min

Wahlentscheidung Klimaschutz: "Es ist höchste Eisenbahn"

Außer der AfD wollen alle große Parteien, dass Deutschland klimaneutral wird. Der Klimawandel ist mit extremen Wetterphänomenen bereits weltweit spürbar. Gerade hat der Bericht der UN-Klimaagentur nochmals klar gemacht, dass sich die Welt auf einem „katastrophalen Weg“ befindet: Demnach steuern wir auf eine Erderwärmung um 2,7 Grad zu. Laut UN müssten die Emissionen um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 gesenkt werden. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den G20-Ländern zu, die für drei Viertel aller Emissionen verantwortlich sind. "Wir laufen auf eine Situation zu, bei der wir die Klimaneutralität bis 2045 abschreiben können, wenn nicht ganz schnell entscheidende Weichen dafür gestellt werden", sagt der Umwelt-Experte der SZ, Michael Bauchmüller. "Es ist höchste Eisenbahn." Deutschland könne diese Aufgabe natürlich nicht alleine stemmen, aber man stehe auch in der Europäischen Union nicht allein. In der scheidenden Regierungskoalition mit der Union sei die SPD die treibende Kraft in der Umweltpolitik gewesen. Aber er sei gespannt, was von der Aussage eines "moderaten Weges" übrig bleiben würde, den SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz in der Klimapolitik anstreben will. Weitere Nachrichten: Scholz vor Finanzausschuss, Wahlen in Russland. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Die Grünen und ARD.
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Sep 17, 2021 • 12min

Bundestag wird immer größer - warum Bayern schuld ist

Über 900 Abgeordnete könnten nach der Wahl im Bundestag sitzen. Das ist vor allem einer Regionalpartei zu verdanken. Über Ausgleichsmandate und Hebel. Nach dieser Bundestagswahl werden sehr wahrscheinlich viel mehr Abgeordnete im Parlament sitzen als jetzt. Über eine Milliarde Euro dürfte der Bundestag die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dann kosten. Woran das liegt? Vor allem an Bayern und der CSU, erklärt SZ-Hauptstadtkorrespondent Robert Roßmann. Achtung: Eine sehr komplizierte, aber umso wichtigere Folge für die Wahl am 26. September. Weitere Nachrichten: Erster Ischgl-Prozess beginnt, Russland wählt. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu
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Sep 16, 2021 • 12min

Ermittlungen im Finanzministerium: "Das könnte Olaf Scholz noch schaden"

Eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl kann laut Umfragen die SPD mit 25 bis 26 Prozent rechnen, die CDU rangiert zwischen 20 und 23, die Grünen zwischen 15 und 17 Prozent. Das wird knapp. Entsprechend hart werden die Bandagen geschnürt. Bisher perlten Vorwürfe an Olaf Scholz ab. Doch zu den jüngsten Vorwürfen soll der SPD-Kanzlerkandidat am kommenden Montag vor dem Finanzausschuss des Bundestags befragt werden. Dabei geht es um eine Durchsuchung des Finanzministeriums im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls. Und um seinen Staatssekretär Wolfgang Schmidt (SPD). Das könnte für Scholz durchaus noch gefährlich werden, sagt die stellvertretende Leiterin des Berliner Parlamentsbüros, Cerstin Gammelin. "Nicht aus inhaltlichen Gründen, aber weil es super Vorlagen für die politische Konkurrenz sind." Einige der Vorwürfe von Seiten der Union aber seien reiner Wahlkampf. Nach der Wahl werde das kaum noch interessieren, aber jetzt werde damit noch ordentlich Stimmung gemacht. Weitere Nachrichten: Anschlag auf Synagoge in Hagen verhindert, Tarifvertrag bei der Bahn. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz, Franziska von Malsen Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über dpa und ZDF.
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Sep 15, 2021 • 12min

Die Mammutaufgaben der Europäischen Union

Ursula von der Leyen redet vor den EU-Parlamentariern in Straßburg zur Lage der Union. Die EU-Kommissionspräsidentin kündigt dabei einen Strauß neuer Initiativen aus Brüssel an - und betont, dass sie die EU deutlich handlungs- und widerstandsfähiger machen will. Auch mit einer Europäischen Verteidigungsunion. In ihrer Rede geht sie auf den Kampf gegen Corona ein, Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn, Klimaschutz, Jobs und Migration. Die anfangs viel kritisierte gemeinsame Beschaffung der Corona-Impfstoffe der Europäischen Union sei erfolgreich geworden, sagt EU-Korrespondent Björn Finke. Von der Leyen habe auch beim Klimaschutzprogramm der EU einen großen Teil ihrer Hausaufgaben erledigt. Wichtige Zukunftsaufgaben aber bleiben der Kampf gegen kommende Pandemien, die richtigen Lehren aus Afghanistan zu ziehen oder auch der richtige Umgang mit Ländern wie Polen und Ungarn, in denen der Rechtsstaat abgebaut wird. Brüssel schaue gespannt auf die Wahl in Berlin, aber es scheine als schaue aus Berlin gerade niemand zurück nach Brüssel, kritisiert Finke. Weitere Nachrichten: Ermittlungen im Finanzministerium, Afghanistan. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über EU-Kommission.
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Sep 14, 2021 • 13min

Warum man mit der Impfung nicht länger warten sollte

Das Impftempo in Deutschland verlangsamt sich. Das könnte dazu führen, dass im Herbst und Winter das Gesundheitssystem wieder am Anschlag ist. Auch wenn momentan nicht so viele Menschen an oder mit Corona sterben: In Deutschland sind noch immer zu wenige Menschen gegen den Erreger geimpft. Deshalb laufen in dieser Woche einige Impfaktionen, um Unentschlossene zu überzeugen. Zum Beispiel in Turnhallen, Einkaufszentren und Restaurants. Das langsame Impftempo hängt vor allem mit der Skepsis gegenüber der Impfung zusammen. SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt geht in dieser Folge auf einige der Vorurteile gegen die Impfung ein. Und sie erklärt, warum Schulen auf jeden Fall offen bleiben sollten - selbst wenn wieder mehr Menschen mit Covid-19 auf die Intensivstation kommen. Weitere Nachrichten: Plakate rechtsextremer Partei dürfen hängenbleiben, Tausende demonstrieren gegen Taliban in Kandahar. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Sep 13, 2021 • 12min

Triell: Viel Pfeffer, wenig Erkenntnisse

Im zweiten TV-Triell ist Laschet noch aggressiver, Scholz wirkt verhältnismäßig lebendig und Baerbock vermittelt. Die größte Chance vergibt jedoch das Moderatoren-Duo. Das zweite von drei TV-Triellen liegt hinter uns. Armin Laschet ist dabei noch streitlustiger als davor, Olaf Scholz wirkt lebendiger als sonst und Annalena Baerbock nimmt die Position der Vermittlerin ein. In den Umfragen geben die meisten Zuschauer an, dass Olaf Scholz sie am ehesten überzeugte. Aber bringt dieses Format des TV-Triells überhaupt die Wählerinnen und Wähler weiter? So, wie es am Sonntagabend in ARD und ZDF moderiert wurde, nicht wirklich, sagt Carsten Reinemann. Er lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung in München und hat sich in seiner Forschung unter anderem mit TV-Duellen und deren Wirkung beschäftigt. Weitere Nachrichten: CDU stellt Sofortprogramm vor; CDU, SPD und FDP unterzeichnen Koalitionsvertrag in Sachsen-Anhalt. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz und Annika Schultz Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ARD.
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Sep 10, 2021 • 13min

"Der 11. September hat alles verändert"

20 Jahre sind die Anschläge auf World Trade Center und Pentagon her. Die Folgen für die internationale Sicherheitspolitik spürt man noch heute. An diesem Samstag jähren sich die Terrorattacken des 11. September zum 20. Mal. Die Folgen waren Kriege in Afghanistan und Irak und ein gewaltiger Ausbau des Sicherheitsapparates. 9/11 hat alles verändert, sagt der Politikchef der SZ Stefan Kornelius. Von diesem Tag an waren die USA ein anderes Land. Sowohl im Innern als auch nach außen. Weitere Nachrichten: Schwangere und Stillende sollen sich impfen lassen, Belarus und Russland starten Militärmanöver. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über dpa und Tagesschau.
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Sep 9, 2021 • 12min

Wie sich die Linke um Regierungsverantwortung bewirbt

Die Union warnt vor dem Schreckgespenst Rot-Rot-Grün. Aber wie wahrscheinlich ist überhaupt ein Regierungseintritt der Linken? Olaf Scholz liegt im Kanzlerrennen vorn. Die Union warnt deshalb vor dem Schreckgespenst Rot-Rot-Grün, also einer Koalition aus SPD, Grünen und Linken. Aber wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass die Linke Teil der nächsten Bundesregierung wird? Welche Hindernisse tun sich da auf? In der Wirtschafts- und Finanzpolitik liegen die Linken der SPD und den Grünen näher als die FDP, schätzt Boris Herrmann. Der Hauptstadtkorrespondent sieht aber schier unüberwindbare Gräben in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Doch er beobachtet auch, dass die Linke sich verbiegt, um an Regierungsverantwortung zu gelangen. Weitere Nachrichten: BGH fällt Urteil zu Instagram-Werbung, EZB drosselt Anleihenkäufe. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und RTL/ntv.
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Sep 8, 2021 • 12min

IAA: Der Streit zwischen Klimaschützern und Industrie

In dieser Woche präsentieren in München 700 Autohersteller ihre neuen Modelle. Denn dort findet gerade die Internationale Automobilausstellung (IAA) statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel war schon vor Ort und freut sich über die neuen Trends, aber Klimaaktivisten blockieren die Autobahn und beschuldigen die Industrie, sie würde Sauberkeit nur vorgaukeln. Beide Parteien haben zum Teil recht, sagt Max Hägler. Der Wirtschaftsredakteur berichtet für die SZ von der IAA und erklärt, wie sich die Messe im Vergleich zu den letzten Malen verändert hat. Weitere Nachrichten: Wieler warnt vor fulminanter vierter Welle, Räumung des Hambacher Forsts war rechtswidrig. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz Produktion: Jakob Linus Arnu Zusätzliches Audiomaterial über IAA und Twitter-Account von "Sand im Getriebe".
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Sep 7, 2021 • 13min

Wie die AfD den Bundestag verändert hat

Am Dienstag fand die letzte Bundestagsdebatte in dieser Legislaturperiode statt. In diesen vergangenen vier Jahren war vieles anders: Denn mit der AfD saß zum ersten Mal eine rechtspopulistische Partei mit im Parlament. Wie hat die Partei den Bundestag und vielleicht auch sich selbst verändert? Jen Schneider aus der Berliner SZ-Redaktion sagt: Der Ton in Berlin ist rauer und die Diskussionen hitziger geworden. Die AfD falle immer wieder mit rassistischen und beleidigenden Äußerungen auf – Provokation sei das System. Das wird laut Schneider auch in der nächsten Legislaturperiode so weitergehen. Weitere Nachrichten: Union fällt unter 20 Prozent, IAA startet in München Redaktion, Moderation: Tami Holderried Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Linus Arnu Zusätzliches Audiomaterial über den Deutschen Bundestag und phoenix.

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