Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Nov 18, 2022 • 12min

Anpfiff in Katar: WM der Doppelmoral

2010 hat der damalige Fifa-Chef Sepp Blatter verkündet: "And the Winner is Kartar." Zwölf Jahre später startet am Sonntag die WM in dem kleinen Wüstenstaat, der wegen großer Gasvorkommen unermesslich reich ist. Viel wurde über die Vergabe, die Verlegung in den Winter, die gut geölte PR-Maschinerie, die oft schlimmen Bedingungen für viele Gastarbeiter und die Tausenden toten Arbeiter auf den WM-Baustellen gesprochen. Für Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat diese WM “jeden Zauber verloren.” Für die Katarer aber kommt dieses "historische Ereignis” der WM “einer Art Revolution" gleich, sagt SZ-Politik-Redakteurin Dunja Ramadan. Man sei “sehr darauf bedacht, dass hier positive Bilder in die Welt geschickt werden”. Katar sei von sehr mächtigen Ländern wie zum Beispiel Saudi-Arabien und Iran umgeben. “Es möchte bekannt werden durch Sport, durch Kunst - und so seine Existenz sichern.” Bei aller Kritikwürdigkeit etwa bei Arbeiterrechten oder dem Umgang mit Homosexualität, sagt Ramadan weiter, fehle ihr inzwischen, etwa im Vergleich zum Umgang mit Russland und China “so langsam die Verhältnismäßigkeit”. Schließlich kaufe man von den Golfstaaten Öl und Gas und lasse sie europäische Fußball-Clubs einkaufen. Auch in Europa achte man nicht immer die Rechte von Arbeitsmigranten. Sie sehe da “gewisse westliche Doppelstandards”. Auch nehme Katar, im Vergleich zu anderen Ländern auf der arabischen Halbinsel, inzwischen eine Vorreiterrolle ein. Sie glaube zwar nicht, dass es nach der WM mit den Reformen und dem Wandel in diesem Tempo weitergehe. Aber sie würden auch nicht rückgängig gemacht. Weitere Nachrichten: Saudischer Prinz immun vor Strafverfolgung bei Mord an Khashoggi, tödliche Polizeieinsätze in Deutschland. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ZDF, ARD, Fifa
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Nov 17, 2022 • 12min

Russlands Bombardements: "Die Ukraine soll nicht mehr überlebensfähig sein"

Vor neun Monaten hat der Angriff der russischen Armee auf die Ukraine begonnen. Die Vereinten Nationen zählen seither mindestens 6500 getötete und mehr als 10 000 verletzte ukrainische Zivilisten. Die UN geht aber davon aus, dass es tatsächlich sogar viel mehr sind, das sind nur die verifizierten Zahlen. Zudem sind laut Schätzungen des US-Generalstabschefs Mark Milley auf beiden Seiten jeweils 100 000 Soldaten getötet oder verletzt worden. Und zuletzt hat Russland die Angriffe auf die Ukraine nochmal verstärkt. Das sei sicher “Rache für den Abzug aus Cherson”, sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Es sei “mittlerweile die sechste Angriffswelle seit Anfang Oktober”, durch die die ukrainische Infrastruktur empfindlich getroffen werden soll. Auch moderne Abwehrsysteme könnten nicht alle Elektrizitätswerke, Umspannwerke, Gasleitungen und Bahngleise in Europas zweitgrößtem Land schützen. Hassel schätzt die Zerstörungen bei der Stromversorgung bereits auf bis zu 60 Prozent. Ziel sei, dass die Ukraine im Winter “nicht mehr überlebensfähig” sei. Gehe es in dieser Intensität der Bombardements weiter, werde irgendwann der Punkt erreicht, an dem die Stromversorgung in den Städten komplett ausfällt. Deshalb plane die Stadtverwaltung von Kiew schon seit Wochen “den GAU – die komplette Evakuierung von 1,5 Millionen Kiewern”. Dies drohe auch anderen Städten. So einen “Massenexodus” von Millionen Menschen, “wollen wir uns lieber konkret noch nicht ausmalen”, sagt Hassel weiter. Weitere Nachrichten: Haftstrafe im Prozess um “NSU 2.0”-Drohschreiben, US-Demokraten verlieren Mehrheit im Repräsentantenhaus. Den Link zum Podcast “Who the f**** is Alice” des SZ-Magazins zum 80. Geburtstag von Alice Schwarzer finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Lea Gittermann, Tami Holderried Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
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Nov 16, 2022 • 12min

Raketeneinschlag in Polen: "Diese Situation ist entschärft"

Wenige Kilometer von der polnisch-ukrainischen Grenze entfernt gab es am Dienstag eine heftige Detonation. Dabei sind zwei Menschen gestorben. Die Nato geht aktuell davon aus, dass die Explosion von einer fehlgeleiteten Rakete der ukrainischen Luftabwehr ausgelöst worden ist. SZ-Redakteur Paul-Anton Krüger sagt, solche Unfälle kämen in bewaffneten Konflikten immer wieder vor. Grund kann zum Beispiel ein Defekt an einer Rakete sein. Und man könne auch nicht ausschließen, dass bei dem heftigen Beschuss Russlands auf die Ukraine irgendwann ein russischer Flugkörper in einem Grenzland der Ukraine einschlägt. Die Aufregung sei deshalb nicht unberechtigt gewesen. Aber: “Artikel 5, also die Nato-Beistandspflicht, ist kein Automatismus,” sagt Krüger. Er greife nur, wenn ein gezielter bewaffneter Angriff stattgefunden habe. Am Dienstag sei aber früh klar gewesen, dass es sich um ein Versehen handele. Hier geht es zur neuesten Folge des SZ-Recherchepodcasts “Das Thema”: Warum viele Jugendpsychiatrien so überlastet sind https://www.sueddeutsche.de/thema/Das_Thema Weitere Nachrichten: Donald Trump gibt Kandidatur bekannt, Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus muss wiederholt werden. Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
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Nov 15, 2022 • 12min

Acht Milliarden Menschen, acht Milliarden Chancen

Um 1800 waren wir noch etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt. 1927 nach Statistiken der Vereinten Nationen zwei Milliarden – und dann ging es schnell weiter nach oben: 1974 bereits vier Milliarden, und dann nahezu in zehn Jahresschritten bis heute zu acht Milliarden Menschen. Und momentan ist kein Ende in Sicht: Pro Sekunde werden auf der Welt zwei Menschen geboren. Das sind auch acht Milliarden Chancen, sagt Nicole Langenbach, Sprecherin der Deutschen Stiftung für Weltbevölkerung. “Nicht die Anzahl der Menschen” sei das Problem, “sondern das Verhalten”. Also “unser Verbrauch, unser Konsum”. Tatsächlich aber würde sich das Bevölkerungswachstum verlangsamen. “Erstmals in diesem Jahr haben wir eine Wachstumsrate unter einem Prozent.” Vor allem im globalen Norden sinken die Geburtenraten und die Gesellschaften haben mit Überalterung zu kämpfen. Langenbach ist sich sicher, dass Bildung und Aufklärung dazu beitragen werden, dass auch in der Subsahara Afrikas und Teilen Asiens Fortschritte in der Geburtenregulierung künftig zu verzeichnen sein werden. “Afrika ist jetzt bei 4,3 Kindern pro Frau. In den 1970er Jahren waren es noch sechs Kinder pro Frau und teilweise mehr.” Korrekturhinweis: In einer ersten Version des Podcasts war eine Antwort unserer Gesprächspartnerin missverständlich. Es konnte der Eindruck entstehen, dass sie sie Ein-Kind-Politik Chinas befürworten würden, was sie nicht tut. Wir haben das korrigiert. Hier können Sie sich für den Klima-Newsletter “Klimafreitag” anmelden. Weitere Nachrichten: Erdgasspeicher zu 100 Prozent gefüllt, Demokratin Katie Hobbs wird Gouverneurin von Arizona. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried, Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen
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Nov 14, 2022 • 11min

Scholz auf Asienreise: Auf der Suche nach neuen Partnern

In Vietnam und Singapur sind Kanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck auf der Suche nach neuen Wirtschaftspartnern und Rohstoffquellen. Deutschland soll aus der Abhängigkeit russischer Energielieferungen gelöst werden. Und langfristig will man sich auch wirtschaftlich nicht völlig von der Volksrepublik China abhängig machen. Am Dienstag stehen beim G20-Treffen auf Bali die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Zentrum der Gespräche. Es gibt zwei Botschaften dieser Reisen, sagt Daniel Brössler, Redakteur des Berliner SZ-Parlamentsbüros. “Wir suchen Handels- und Wirtschaftspartner, über China hinaus. Und wir suchen auch Partner in der Ablehnung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.” Letztendlich gehe es um Diversifizierung - auch bei der Beschaffung von Rohstoffen. Das sei Scholz’ Lehre aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. “Man darf sich nicht abhängig machen von einem Staat, auch nicht von China.” Weitere Nachrichten: Türkei beschuldigt nach Anschlag Kurdenmiliz, Bundesrat stoppt vorerst Bürgergeld, Verstaatlichung von Gazprom-Tochter und Uniper. Den Link zum Podcast “Geschichte Daily” finden Sie hier. Den Link zum Podcast “Und nun zum Sport” finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett _Zusätzliches Audiomaterial über dpa _
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Nov 11, 2022 • 12min

Konfliktforscher zu Iran: Härte macht die Proteste noch wütender

Das Regime in Iran geht immer härter gegen die Demonstrierenden im Land vor. Nach Angaben von Human Rights Watch sind bereits mindestens 330 Menschen getötet worden. Seit dem gewaltsamen Tod der jungen iranischen Kurdin Mahsa Amini am 16. September in Polizeigewahrsam sind außerdem fast 15 000 Iranerinnen und Iraner in Gefängnisse gekommen. In mehr als 130 Städten skandieren die Menschen immer wieder den Slogan “Frau, Leben, Freiheit” und gehen weiter mutig auf die Straße. Obwohl “Sicherheitskräfte” und Justiz keine Gnade zeigen. Der Mut dieser Menschen “bestätigt sich regelmäßig”, sagt Tareq Sydiq vom Zentrum für Konfliktforschung der Uni Marburg. “Wer jetzt auf die Straße geht, nimmt in Kauf, massiver Gewalt ausgesetzt zu werden.” Teilweise würden die Proteste “sogar größer, weil die Repression des Staates zunimmt”, sagt Sydiq. Er erwartet jetzt “Schauprozesse vor Revolutionsgerichten”, die seien dafür da, “andere Menschen abzuschrecken”. Wie oft Todesstrafen verhängt werden würden, hänge vor allem von der Führung in Teheran ab – und der Dynamik des Protestes. Diese Proteste hätten “das Potenzial", das Regime zu stürzen. “Aber falls das passieren sollte, wäre es ein sehr langwieriger Prozess” – von Monaten bis Jahren. Es brauche eine politische Lösung für die Unzufriedenheit im Land. Mit Gewalt könne der Staat das Problem nur “vertagen oder verschieben”. “Früher oder später”, sagt Sydiq, “kommen die Proteste wieder und dann sind sie eben noch größer und noch wütender.” Unseren Medienpodcasts “quoted” finden Sie hier. Den Nachruf auf Wolf Schneider finden Sie hier. Weitere Nachrichten: Corona-Isolationspflicht fällt in vier Bundesländern, drei Atomkraftwerke laufen bis April, Cherson wider in Händen der Ukrainer. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Twitter und Reporterfabrik
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Nov 10, 2022 • 13min

Klimakrise: Geld für die, die am meisten leiden?

Aktuell trifft sich die Weltgemeinschaft zur Klimakonferenz und das bereits zum 27. Mal. Aber zum ersten Mal wird in diesem Jahr darüber verhandelt, wie viel Geld die Industrieländer als Hauptverursacher des Klimawandels den Ländern zahlen sollen, die am meisten darunter leiden. Vor allem die USA und die EU hatten Gespräche darüber bisher immer blockiert. "Die Entwicklungsländer haben enormen Druck ausgeübt, dass der Punkt 'loss and damage' es diesmal auf die Agenda schafft", sagt Thomas Hummel, der für die SZ von der COP 27 im ägyptischen Scharm el-Scheich berichtet. Das bedeute aber noch lange nicht, dass nach der Konferenz auch wirklich schon Geld fließt. Mit Blick auf die Zukunft sagt Hummel: "Wenn man die nächsten zehn bis dreißig Jahre ansieht, dann hat diese Frage natürlich ein enormes Konfliktpotenzial für die Weltgemeinschaft. Denn viele Länder, die nichts dazu getan haben, dass die Treibhausgasemissionen in den vergangenen 200 Jahren so stark angestiegen sind, erleben nun erhebliche Naturkatastrophen – und fühlen sich absolut ungerecht behandelt." Hier finden Sie die SZ-Themenseite zur Klimakonferenz. Weitere Nachrichten: Bundestag beschließt Bürgergeld, Deportationen aus der Ukraine nach Russland Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Deutsche Welle und ZDF
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Nov 9, 2022 • 13min

Warum die Midterms ein Triumph für die Demokraten sind

Dienstag wurde in den USA nach der Hälfte der Amtszeit von Präsident Joe Biden ein neuer Kongress gewählt: 35 der 100 Sitze im Senat und alle 435 Abgeordneten im Repräsentantenhaus. In beiden Häusern hatten die Demokraten bisher eine knappe Mehrheit. Im Vorfeld war mit einer "roten Welle" gerechnet worden: Es hieß, dass die Republikaner wohl in beiden Häusern eine große Mehrheit erobern würden. Danach sieht es aktuell nicht aus, sondern eher nach knappen Ergebnissen. "Der Eindruck ist, dass die Demokraten nicht verloren haben, selbst, wenn sie am Ende im Repräsentantenhaus nicht mehr in der Mehrheit sind", sagt Stefan Kornelius, Leiter des SZ-Politikressorts. Auch, dass die Demokraten möglicherweise die Mehrheit im Senat halten könnten, sei ein Triumph für die Partei. Mit Blick auf Donald Trump erwartet Kornelius, dass dessen mögliche Präsidentschaftskandidatur und der Zustand der Republikaner in den kommenden Wochen die bestimmenden Themen in den USA sein werden: "Diese Wahl hat gezeigt, dass dieses rückwärtsgewandte Rebellentum von Trump, dieses Poltern gegen den Staat und die Radikalität abgelehnt werden." Möglich sei jetzt auch, dass die Republikaner eine erneute Kandidatur nicht hinnehmen würden – und Trump dann eventuell als unabhängiger Kandidat antreten könnte. "Das wäre das Ende des Republikanismus nach unserer jetzigen Vorstellung", so Kornelius. Hier finden Sie den Liveblog der SZ zu den Midterms. Hier geht es zum Podcast “Geschichte Daily”. Weitere Nachrichten: Entlassungen bei Meta, Erhöhung des Kindergelds Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Lars Langenau, Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
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Nov 8, 2022 • 12min

Bürgergeld: Arbeit wird sich weiter lohnen

Hartz IV soll ab Januar durch das Bürgergeld ersetzt werden. Mit dieser Grundsicherung verspricht die Ampel-Koalition Langzeitarbeitslosen weniger Sanktionen und bessere Unterstützung. Ein Systemwechsel, durch den sich Arbeit nicht mehr lohnen wird, meint die Union. Und will deshalb das Gesetz im Bundesrat blockieren. Das Bürgergeld ist weiterhin nur eine Grundsicherung, sagt SZ-Redakteur Roland Preuß: “Es ist das letzte Netz des Sozialstaates und man wird in der Regel mit Arbeit weiterhin deutlich mehr Geld verdienen.” Die Hauptidee des Bürgergelds sei, “dass man mehr fördert und weniger mit Sanktionen droht”. Das in Gänze als sozial ungerecht abzuqualifizieren, hält Preuß für “unangemessen”. Schließlich habe sich auch die FDP durchaus mit wichtigen Einschränkungen durchsetzen können. Die Ablehnung der Union erkläre sich vor allem durch “den politischen Wettstreit und nicht dadurch, dass das sachlich gerechtfertigt wäre”. Preuß: “Offenbar glauben sie, ein Thema gefunden zu haben, wo sie die Bundesregierung vor sich hertreiben können.” Weitere Nachrichten: Habeck stoppt Verkauf von Elmos, Durchsuchung bei UBS. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Tami Holderried Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ZDF
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Nov 7, 2022 • 12min

US-Midterms: Düstere Aussichten für Amerikas Demokratie

Ab Mittwoch wird der Ausgang der Midterms in den Vereinigten Staaten mit Spannung erwartet. Denn dann werden die Stimmen für die Abgeordneten des Repräsentantenhauses, für ein Drittel des Senats und für 36 Gouverneure von 50 Bundesstaaten der USA ausgezählt. Es entscheidet sich dabei auch, ob Joe Biden in den kommenden zwei Jahren seiner Amtszeit noch ernsthaft regieren kann. Und ob Donald Trump seine Kandidatur für 2024 offiziell verkünden wird. Obwohl besonders die Bundesstaaten Pennsylvania, Georgia, Nevada und Arizona umkämpft sind, könnte die politische Landkarte der USA am Mittwoch rot leuchten, also in der Farbe der Republikaner, prognostiziert der USA-Korrespondent der SZ, Peter Burghardt. Würden die Republikaner die Mehrheit in beiden Häusern erringen, also auch im Senat, dann könnten sie künftig alles blockieren. “Joe Biden wäre faktisch innenpolitisch am Ende”, sagt Burghardt. Außerdem erwartet Burghardt auch ein “düsteres Szenario”, wenn die Republikaner nicht gewinnen. Hunderte der republikanischen Kandidaten seien treue Anhänger von Trump und würden, wie der Ex-Präsident, Wahlergebnisse einfach nicht anerkennen:: “Es geht nicht nur um dieses Wahlergebnis an sich, es geht wirklich um die Demokratie.” Es steht, sagt Burghardt weiter, “das demokratische System der USA auf dem Spiel”. Weitere Nachrichten: Rot-Grün in Niedersachsen, Streit um Bürgergeld. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über CNN und BBC

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