JACOBIN Podcast

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Oct 2, 2025 • 15min

Der säkulare Papst – von Marius Wuttke

Marius Wuttke, Journalist und Autor, beleuchtet die komplexe Figur des Dag Hammarskjöld und dessen Einfluss auf die UN. Er diskutiert Hammarskjölds mystifizierte Erinnerung im Vergleich zu seiner politischen Realität. Im Fokus steht sein Scheitern in der Kongokrise und die Auswirkungen auf die globale Gerechtigkeit. Wuttke erklärt auch die Bedeutung wirtschaftlicher Souveränität und skizziert die Schwächen der UN im heutigen neokolonialen Kontext. Zudem wird Hammarskjölds verdächtiger Tod und seine Rolle als 'säkularer Papst' thematisiert.
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Oct 1, 2025 • 18min

Mit dem Krieg gegen den Terror hat der Westen das Völkerrecht ausgehebelt – von Amadeus Marzai

Amadeus Marzai, Journalist und Autor, spricht über die geopolitischen Auswirkungen des Kriegs gegen den Terror. Er erklärt, wie der 11. September als Vorwand diente, um völkerrechtliche Normen zu missachten. Marzai beleuchtet die Wurzeln des modernen Dschihadismus und die gescheiterte NATO-Mission in Afghanistan. Zudem thematisiert er die Gewalterzeugung durch westliche Interventionen und die repressiven Folgen im In- und Ausland. Schließlich diskutiert er die Erosion des Völkerrechts und warnt vor dem Missbrauch des Terrorbegriffs durch staatliche Akteure.
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Sep 30, 2025 • 11min

Hohe Löhne, hohe Preise? – von Seth Ackerman

Seth Ackerman, Wirtschaftsautor und Analyst, taucht tief in die Dynamik von Lohn-Preis-Spiralen ein. Er erklärt, wie Gewerkschaften die Inflation im 20. Jahrhundert prägten, jedoch heute an Macht fehlen. Streiks als stärkere Verhandlungsmacht werden thematisiert, ebenso wie die theoretischen Lohngrenzen von Firmen. Ackerman beleuchtet die kettenreaktiven Effekte hoher Löhne, die Preise in anderen Sektoren antreiben, und warnt vor den Risiken ungebremster Lohn-Wachstumsbegrenzungen. Ein aufschlussreicher Blick auf die Vergangenheit und Gegenwart der Löhne!
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Sep 29, 2025 • 10min

Die Palästinenser brauchen mehr als Anerkennung – von Aida Touma-Sliman

Aida Touma-Sliman ist eine palästinensisch-arabische Knesset-Abgeordnete und setzt sich für die Rechte der Palästinenser ein. Sie diskutiert die Herausforderungen der Anerkennung Palästinas im Kontext des aktuellen Gaza-Kriegs und warnt davor, dass dies als Alibi für westliche Staaten dienen könnte. Außerdem betont sie, dass Anerkennung nur der erste Schritt sein darf und konkrete Maßnahmen folgen müssen. Weiterhin kritisiert sie die unzureichende EU-Reaktion und fordert Sanktionen gegen die fortdauernde Besatzung.
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Sep 28, 2025 • 14min

Der Sozialstaat kann mehr – von Spyro Marasovic

Spyro Marasovic, Journalist und Autor, diskutiert die Rolle des Sozialstaats in Deutschland und betont, dass die sozialstaatlichen Versprechen nie vollständig eingelöst wurden. Er kritisiert die negative Rhetorik gegenüber Sozialleistungsempfängern und die Defensive der Linken. Interessante Einblicke bietet er in die unterschiedlichen Ansichten von Ernst Forsthoff und Wolfgang Abendroth zur Sozialstaatlichkeit. Marasovic fordert mutige politische Konzepte zur sozialen Umverteilung und beleuchtet die Notwendigkeit einer aktiven Auseinandersetzung mit Wohnungspolitik und Alterssicherung.
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Sep 27, 2025 • 17min

Your Party hat sich in sich selbst verloren – Bhaskar Sunkara

Bhaskar Sunkara, Gründer des Jacobin-Magazins, diskutiert die intra-parteilichen Konflikte der neuen linken Partei Your Party. Er beleuchtet, wie interne Streitigkeiten die Verbindung zur Arbeiterbewegung gefährden. Sunkara kritisiert die Fixierung auf Prozessdebatten anstelle von klaren politischen Zielen. Zudem analysiert er das Versagen, die Labour-Regierung anzugreifen und deckt die fehlende Einbindung der Gewerkschaften auf. Die Ergebnisse seiner Umfragen zeigen eine wachsende Kluft zwischen der westlichen Linken und der Arbeiterklasse auf.
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Sep 26, 2025 • 10min

»All Eyes on Gaza« kann nur der Anfang sein – von Loren Balhorn und Deborah Feldman

Am 27. September wird in Berlin eine große pro-palästinensische Demonstration erwartet. Die Diskussion beleuchtet das westliche Schweigen zum Krieg in Gaza und Deutschlands besondere Verantwortung. Die Repression gegen Demonstrierende und interne Spannungen innerhalb der Solidarity-Bewegung werden kritisch thematisiert. Trotz Differenzen wird zur Einheit aufgerufen, um gemeinsam gegen das Vorgehen in Gaza zu protestieren. Die Autoren betonen, dass es noch möglich ist, den Völkermord zu stoppen, und fordern dringendes Handeln.
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Sep 25, 2025 • 22min

Warum ein AfD-Verbot keine gute Strategie ist – von Sarah Uhlmann und Janina Puder

Im Gespräch werden die Probleme eines AfD-Verbots beleuchtet. Historische Vergleiche zeigen, wie solche Verbote paradoxerweise extremistische Gruppen stärken können. Die Autorinnen diskutieren, dass Macht jenseits von Parlamenten existiert und soziale Ungleichheit als Hauptursache für den Rechtsruck identifiziert wird. Zudem wird auf die Verantwortung der etablierten Parteien hingewiesen, die soziale Fragen oft vernachlässigen. Konkrete Vorschläge zur Verbesserung der materiellen Bedingungen und zur Stärkung der Zivilgesellschaft runden die Diskussion ab.
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Sep 23, 2025 • 11min

In NRW muss die SPD sich entscheiden

Bernhard Sander, Journalist und Autor, diskutiert die Herausforderungen der SPD in Nordrhein-Westfalen nach den Kommunalwahlen. Er analysiert die Zuwächse der AfD und die damit einhergehende Erosion der SPD. Spannend wird die Diskussion über die wahre Motivationen der Wähler – insbesondere Themen wie Wohnen und Sicherheit. Zudem beleuchtet Sander, wie die Linke ihre Chancen nutzen kann, um eine Alternative zur CDU zu bieten und antifaschistische Politik zu fördern. Ein aufschlussreicher Einblick in die politische Landschaft von NRW!
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Sep 22, 2025 • 12min

Die Arbeitszeitdebatte ist verlogen – von Till Hahn

Till Hahn, Journalist und Autor, analysiert die verlogene Debatte über Arbeitszeiten. Er stellt die Forderungen nach Arbeitszeitverlängerung in Frage und zeigt, dass es dabei nicht um Wohlstand für alle geht, sondern um die Beibehaltung ungleicher Verhältnisse. Hahn erklärt, wie die Pandemie den Diskurs verändert hat und wie Klasseninteressen im Post-Pandemie-Arbeitsmarkt ausgebeutet werden. Außerdem beleuchtet er Marx' Konzepte von notwendiger und Mehrarbeit im Kontext kapitalistischer Interessen.

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