Streitkräfte und Strategien

NDR Info
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Mar 12, 2024 • 49min

So ernst ist die Lage an der Front (Tag 748 mit Markus Reisner)

Die Ukraine braucht dringend neue Munition, um die zweite russische Winteroffensive abzuwehren. So schätzt Markus Reisner den Kriegsverlauf ein. Er ist Oberst beim österreichischen Bundesheer und befindet sich in Kontakt mit ukrainischen Offizieren. Reisner sieht das größte Problem in der "nicht verfügbaren Munitionsmenge", die die Ukraine derzeit braucht. Europa und die USA versuchten "verzweifelt", Munition für die Ukraine zu organisieren. Nach Ansicht des Experten kann aber niemand abschätzen, wie lange es braucht, bis die Mengen tatsächlich "an der Front ankommen, wo sie jetzt benötigt werden". Im Podcast geht es auch um Personal, Material und Infrastruktur bei der Bundeswehr. Die Ausrüstung hat sich tatsächlich verbessert, fasst Carsten Schmiester den Bericht der Wehrbeauftragten Eva Högl zusammen. Allerdings passt das neue Material nicht mehr in die alten Spinde. Der Deutsche Bundeswehrverband hat angesichts anhaltender Mängel schnellere und höhere Investitionen gefordert. Bericht der Wehrbeauftragten Eva Högl https://www.tagesschau.de/inland/wehrbericht-108.html 20 Tage in Mariupol - Preisgekrönte Doku https://1.ard.de/20-tage-in-mariupol Podcast-Tipp: Rechtsextreme mit Hausausweis https://1.ard.de/11KM_Bundestag_AfD Fragen, Kritik und Feedback gerne an: streitkraefte@ndr.de
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Mar 8, 2024 • 56min

Wie Putin manipuliert (Tag 744 mit Frank Aischmann)

Wie Putin manipuliert (Tag 744 mit Frank Aischmann) In Russland wird offen über Angriffe auf europäische Städte spekuliert. Als Reaktion auf angebliche Pläne der Bundeswehr, Russland anzugreifen. Diese Videos mit gezielter Desinformation sind sehr erfolgreich, sagt Frank Aischmann. Der ARD-Korrespondent in Moskau beobachtet, wie die Verbreitung von möglichen Kriegsoptionen auch im Ausland Angst auslöst. Trotzdem glaubt er, dass auch Russland eines Tages kriegsmüde wird. Wegen der säbelrasselnden Rhetorik aus Moskau ist inzwischen in den USA und Europa die Sorge vor einem russischen Angriff gestiegen. Darüber spricht Anna Engelke mit Gabor Halasz aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Für den Tagesschau-Podcast “Mal angenommen” hat er zusammen mit seiner Kollegin Kristin Becker den Gedanken durchgespielt, was passierte, wenn Deutschland tatsächlich eines Tages angegriffen würde. “Mal angenommen, Deutschland muss sich verteidigen. Was dann?” - März 2024 https://1.ard.de/Podcast_mal_angenommen “Mal angenommen, Putin wird gestürzt. Was dann?” - Juni 2023 https://www.ardaudiothek.de/tagesschau/94566434/ Audio Reportage von Rebecca Barth über Odessa https://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio-184868.html Fragen, Kritik und Feedback gerne an streitkraefte@ndr.de
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Mar 5, 2024 • 36min

Menschlicher Fehler verursacht Abhörpanne (Tag 741 mit Minna Ålander)

Die russische Abhöraktion ist laut Verteidigungsminister Pistorius durch einen "individuellen Anwendungsfehler" verursacht worden. Wenn sich bei den weiteren Ermittlungen keine schweren Sachverhalte ergäben, werde er keinen seiner besten Offiziere Putins Spiel opfern, sagte Pistorius auf einer Pressekonferenz. „Es sieht leider sehr schlecht aus momentan für Deutschland, vor allem für die Glaubwürdigkeit“, findet die finnische Sicherheitsexpertin Minna Ålander. Damit meint sie nicht nur das Zögern von Kanzler Scholz bei Leopard-Panzern und Taurus-Marschflugkörpern. Sondern auch die Naivität der deutschen Offiziere, die keine abhörsichere Leitung für ein vertrauliches Gespräch über die Ukraine genutzt haben. Die deutsche Sorge von Moskau durch Taurus-Lieferungen als Kriegspartei gesehen zu werden, ist aus ihrer Sicht in der Begründung unschlüssig. In Finnland sei es völlig klar: Der Westen ist in den Augen von Putin und Russland schon Kriegspartei. Finnland sei in der Lage, sein eigenes Staatsgebiet selbst zu verteidigen, so Ålander im Interview mit Anna Engelke. Durch Finnlands Beitritt in die NATO sei es für Russland viel schwieriger, einen Angriff beispielsweise auf baltische Länder zu planen. Fragen, Kritik und Feedback gerne an streitkraefte@ndr.de Von Russland verbreiteter Mitschnitt des Gesprächs der Luftwaffen-Offiziere über Taurus https://sputnikglobe.com/20240301/full-transcript-of-german-top-military-officials-leaked-plot-to-attack-crimean-bridge-1117078481.html Podcast-Tipp: Stadt, Land Mensch www.ardaudiothek.de/stadt-land-mensch-die-deutschlandreportage/13167949/
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Mar 1, 2024 • 42min

Taurus - Jein? (Tag 737 mit Fabian Hoffmann)

Strategische Ambiguität ist der Begriff der Woche: der militärische Gegner sollte nicht wissen, ob er von Bodentruppen, Marschflugkörpern oder Kriegsschiffen angegriffen wird. Deshalb gibt es viel zu besprechen in dieser Folge. Der Militärexperte Fabian Hoffmann sagt, nicht nur der deutsche Taurus auch die britischen und französischen Marschflugkörper Storm Shadow und Scalp hätten eine Reichweite über 500 Kilometer und könnten somit die Brücke zur Krim zerstören. Im Schwerpunkt von Julia Weigelt geht es um den Zustand der deutschen Marine, der es an Personal und Munition fehlt. Darüber hat sie unter anderem mit Sebastian Bruns gesprochen vom Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel. Fragen, Kritik und Feedback gerne an: streitkraefte@ndr.de Links: Rede von Russlands Präsident Putin zur Lage der Nation: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/putin-rede-nation-102.html Lage-Analyse Ukraine vom Institute for the Study of War – 29.02.2024: https://understandingwar.org/backgrounder/russian-offensive-campaign-assessment-february-29-2024 Video zum Einsatz von Taurus vom Hersteller MDBA von Fabian Hoffmann auf X: https://twitter.com/FRHoffmann1/status/1656977761162985475 Video der Bundeswehr über den deutschen Marschflugkörper Taurus: https://www.youtube.com/watch?v=ppi3Pp6RXNU Gespräch mit US-General a.D. Ben Hodges im Podcast: https://www.ardaudiothek.de/episode/streitkraefte-und-strategien/wir-haben-nicht-genug-gemacht-tag-485-mit-ben-hodges/ndr-info/94542680/ Deutsche Marine im Roten Meer: Nur bedingt einsatzfähig? https://www.ndr.de/Deutsche-Marine-im-Roten-Meer-Nur-bedingt-einsatzfaehig,marine1370.html Gesamtes Interview mit Sebastian Bruns vom Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Sebastian-Bruns-ueber-die-deutsche-Marine,audio1580640.html Auftrag der Marine (Bundeswehr): https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/auftrag-deutsche-marine#:~:text=Die%20Marine%20sch%C3%BCtzt%20Land%2D%20und,aber%20auch%20f%C3%BCr%20humanit%C3%A4re%20Hilfe. Zielbild für die Marine ab 2035 (Bundeswehr): https://www.bundeswehr.de/resource/blob/5600760/7c1f3f406c5e745b64a93e90da87c305/20230315-broschuere-zielbild-marine-2035--data.pdf Schiffe der Deutschen Marine (NDR): https://www.ndr.de/nachrichten/info/Die-Schiffe-der-Deutschen-Marine,marineschiffe101.html Die EU-Operation Eunavfor Aspides (Stiftung Wissenschaft und Politik): https://www.swp-berlin.org/publikation/die-eu-operation-eunavfor-aspides
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Feb 27, 2024 • 34min

Die Idee von Bodentruppen ist absurd (Tag 734 mit Jana Puglierin)

Bei einer Hilfskonferenz in Paris hat Frankreichs Staatspräsident Macron den Einsatz von westlichen Bodentruppen in der Ukraine nicht mehr ausgeschlossen. Aber was würde passieren, wenn Frankreich im Alleingang Soldaten in die Ukraine schickte und Frankreich im schlechtesten Fall von russischen Raketen angegriffen würde? Würde dann der NATO-Bündnisfall gelten, fragt Jana Puglierin. Für die Chefin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations ist Macrons Einlassung „ein falsches Signal zur falschen Zeit“. Abschreckung muss für sie in erster Linie glaubwürdig sein. Und dafür wünscht sich Jana Puglierin ein starkes Zeichen der europäischen Einigkeit: „Wir brauchen Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien, die zusammen einen Plan erarbeiten und sich nicht gegenseitig torpedieren“, sagt die Vereidigungsexpertin im Gespräch mit Anna Engelke. Darin geht es auch um das Nein von Bundeskanzler Scholz, der Ukraine Taurus-Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 Kilometern zur Verfügung zu stellen. Die von Olaf Scholz genannten Gründe überzeugen Jana Puglierin nicht. Wenn der Kanzler der Ukraine Marschflugkörper zur Verfügung stellen wolle, dann gebe es die Möglichkeit dazu, ist Puglierin überzeugt. Sie beobachtet von Anfang an ein latentes Misstrauen des Kanzleramtes gegenüber der Ukraine. Die Sorge in Berlin sei offenbar groß, dass Ziele hinter der ukrainischen Grenze getroffen werden könnten und Russland sich dann herausgefordert sähe. Genau wie bei einer möglichen Rückeroberung der von den Russen besetzten Krim durch die Ukraine. Unterdessen liefern sich russische Angreifer und ukrainische Verteidiger weiterhin erbitterte Gefechte in der Ukraine. Live-Blog zur Ukraine bei tagesschau.de https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ukraine-dienstag-326.html Interview mit Jana Puglierin https://www.ndr.de/Jana-Puglierin-Ein-falsches-Signal-zur-falschen-Zeit,audio1581658.html Podcast-Tipp: 27 Tage - Vom Überleben im Keller von Jahidne https://www.ardaudiothek.de/episode/radiofeature/27-tage-vom-ueberleben-im-keller-von-jahidne/bayern-2/13176143/
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Feb 23, 2024 • 1h 10min

Zwei Jahre Krieg (Tag 730 mit Andreas Flocken)

“Wir sind um 5 Uhr Ortszeit geweckt worden von mindestens zwei großen Einschlägen hier in der Nähe.” Die Stimme von ARD-Korrespondentin Rebecca Barth erinnert an den Überfall der Ukraine am 24.2.2022. Zwei Jahre später berichtet sie im Podcast, dass der Abzug der ukrainischen Truppen aus Awdijiwka alles andere als geordnet abgelaufen ist. Die Niederlage sei emotional und symbolisch ein sehr schwerer Schlag für die Ukraine. Viele Soldaten erzählen, dass sie keine Munition mehr zur Verteidigung hatten und auch deshalb abziehen mussten. Zu wenig, zu spät, so das Fazit von Anna Engelke über die Waffenlieferungen aus Deutschland. Es gebe eine Kluft zwischen Worten und Taten, kritisiert der NDR-Militärexperte Andreas Flocken mit Blick auf die angekündigte Zeitenwende. Der Zustand der Bundeswehr sei erbärmlich. Mit Blick auf die Ukraine vermutet er, dass 2024 dazu dienen wird, die Streitkräfte zu konsolidieren und zu stabilisieren, damit man im nächsten Jahr eventuell eine Gegenoffensive starten könne. Erfolge sieht Flocken im Schwarzen Meer und bei Angriffen in die russische Tiefe mit Drohnen. Die Ukraine sei also noch lange nicht am Ende, wenn der Westen durchhalte mit seiner Unterstützung. Muss Deutschland also eine Führungsrolle in Europa übernehmen, fragt Host Carsten Schmiester? Wenn die Ukraine diesen Krieg verliert, dann habe das Zersetzungscharakter in Europa, sagt Kai Küstner. Das Problem mit der Munition hätte eigentlich viel früher gelöst werden können. Kommentar von Anna Engelke – Die Handbremse bleibt angezogen https://www.ndr.de/audio1578796.html Antrag der Ampel-Fraktionen zu 10 Jahre russischer Krieg gegen die Ukraine https://dserver.bundestag.de/btd/20/103/2010375.pdf Was Trump für Europa und die Ukraine bedeuten würde: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/europa-deutschland-trump-100.html Zur Strategie von Russland und Ex-Wagner-Söldnern in afrikanischen Staaten: https://www.bbc.com/news/world-africa-68322230 Podcast-Tipp: Geschafft?! Wie schafft man es, nicht abzustumpfen? https://www.ardaudiothek.de/sendung/geschafft/13134721/ 11km-Podcast Ukraine : Schlaflos im Krieg https://www.ardaudiothek.de/tagesschau/13174715/ Fragen, Kritik und Feedback gerne an streitkraefte@ndr.de
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Feb 20, 2024 • 53min

Nach dem Fall von Awdijiwka (Tag 727 mit Nico Lange)

Wolodymyr Selenskyj hat nach seinem Frontbesuch die Lage als äußerst schwierig bezeichnet. Hauptsächlich mangelt es an Munition. Verteidigungsexperte Nico Lange begrüßt den Rückzug: „Die Ukraine muss zur flexiblen Verteidigung übergehen aus Ressourcenmangel, auch weil sie keine Luftüberlegenheit hat.“ Die Ukraine könne deshalb jetzt nur noch Zeit gegen Land tauschen, erklärt Lange im Podcast. Durch asymmetrische Kriegsführung müssten die ukrainischen Streitkräfte jetzt die Ressourcen des Gegners schwächen, bis dann wieder aus dem Westen neue Waffen geliefert werden können, empfiehlt der Fellow der Münchner Sicherheitskonferenz. Eine gute Nachricht sei, dass der tschechische Präsident Pavel insgesamt 800.000 Schuss Artillerie-Munition ausgemacht hat. Nun müsse noch die Finanzierung für die Munition aus Süd-Afrika, Süd-Korea und der Türkei gefunden werden. Dann könne mit der Munition die zu langsame Produktion der westlichen Rüstungsindustrie überbrückt werden. Neben Artillerie fehlen der Ukraine vor allem weitreichende Raketen. Die USA denken darüber nach ATACMS Raketen mit größerer Reichweite bis zu 300 Kilometer Reichweite zu schicken. Und auch in Deutschland kommt Bewegung in die Frage von weitreichenden Waffensystemen. Aus Kiew meldet sich ARD-Korrespondent Vassili Golod und erzählt von Gesprächen mit ukrainischen Soldaten, die sich große Sorgen machen bei ihrer Rückkehr an die Front. Was in den Köpfen von Soldaten vorgeht, wenn ein Einsatz schiefgeht, darüber informiert der ehemalige Afghanistan-Korrespondent Kai Küstner. Er hat sich ausführlich mit dem Bericht der Enquete Kommission des Bundestags zum Bundeswehreinsatz am Hindukusch beschäftigt. Dritte Staffel des Afghanistan-Podcasts “Killed in Action” https://1.ard.de/Killed_in_Action Website zum Podcast "Killed In Action": https://www.ndr.de/nachrichten/info/Killed-in-Action-Was-ist-schiefgelaufen-in-Afghanistan,killedinaction118.html Beitrag zum Zwischenbericht der Enquete-Kommission “Lehren aus Afghanistan”: https://www.tagesschau.de/inland/afghanistan-einsatz-bundestag-100.html Der komplette Bericht der Enquete-Kommission: https://www.bundestag.de/resource/blob/990530/030f4d7432d257472d1f666298224136/Zwischenbericht-EK-Afghanistan.pdf Weltspiegel extra: 10 Jahre Krieg – Wie die Ukraine für ihre Freiheit kämpft https://1.ard.de/10-jahre-krieg Deutsch-ukrainische Sicherheitsvereinbarung https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/kanzler-selenskyj-sicherheitsvereinbarung-2260240 NDR-Umfrage: Brauchen wir die Wehrpflicht zurück? https://www.ndr.de/umfragewehrpflicht102.html Fragen, Kritik und Feedback gerne an: streitkraefte@ndr.de
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Feb 16, 2024 • 33min

Trump, Putin und die Sicherheitskonferenz (Tag 723 mit Falko Droßmann)

Vor 17 Jahren machte der russische Präsident Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz Aussagen, die heute von großer Bedeutung sind. „Ich glaube, dass der Prozess der NATO-Erweiterung weder etwas mit der Modernisierung der Allianz noch etwas mit der Sicherheit der EU zu tun hat, im Gegenteil.“ Damals unterschätzt, wird es heute als Vorzeichen für kommende russische Aggressionen wie den Krieg gegen die Ukraine gesehen. Anna Engelke meldet sich im Podcast aus München und beschreibt, welche Sicherheitsgarantien die Ukraine vom Westen bekommen und wie sich Europa künftig selbst verteidigen könnte, sollte Donald Trump als Präsident die NATO-Mitglieder nur noch dann unterstützen, wenn sie genügend Geld für die Verteidigung ausgeben. Achim Gutzeit spricht im Schwerpunkt mit Carsten Schmiester über die Bundeswehr und wie sie weiterhin von Bürokraten ausgebremst wird. Darum geht es auch im Interview mit Falko Droßmann von der SPD. Er ist Mitglied des Verteidigungsausschusses des Bundestages. Fragen, Kritik und Feedback gerne an streitkraefte@ndr.de TV-Doku „Hotel Weltpolitik – Inside Sicherheitspolitik“ https://1.ard.de/hotel-weltpolitik-sicherheitskonferenz https://www.bundeswehr.de/de/organisation/streitkraeftebasis/auftrag https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/personalrat-lehnt-neuordnung-des-verteidigungsministeriums-ab-19494609.html https://www.ifo.de/DocDL/sd-2022-sonderausgabe-april-dorn-etal-deutsche-verteidigungsfaehigkeit.pdf https://www.swp-berlin.org/publications/products/arbeitspapiere/Moelling_Bundeswehrreform_April_2011_ks.pdf Interview mit Falko Droßmann https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drossmann-Weniger-Verteidigungsfachangestellte-mehr-Soldateninnen,audio1570724.html Podcast-Tipp: Killed in Action – neue Staffel: Mission ohne Ziel https://1.ard.de/Killed_in_Action
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Feb 13, 2024 • 49min

Wir leben nicht in Friedenszeiten (Tag 720 mit Wolfgang Ischinger)

Donald Trump ist noch lange nicht zurück im Weißen Haus, trotzdem erschüttert sein Wahlkampf bereits die Sicherheitspolitik in Europa. Bei einem Auftritt in South Carolina hat Trump bekräftigt, künftig nur die NATO-Länder zu schützen, die aus seiner Sicht genug für das Verteidigungsbündnis “zahlen”. Im selben Atemzug hat er Russland ermutigt, mit säumigen NATO-Ländern zu tun, “was immer sie tun wollen”. Solche Sprüche sind Gift für das Bündnis, sagt Wolfgang Ischinger im Interview mit Anna Engelke. Hier sei großer Schaden entstanden. Europa müsse deshalb mehr tun für das eigene Sicherheitsinteresse, empfiehlt der frühere Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz Ischinger. Bundeskanzler Scholz hat deutlich reagiert und bei einem Treffen mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk erklärt, Deutschland werde das Zwei-Prozent-Ziel nicht nur dieses Jahr erreichen, sondern “für alle Zeit tun”. In Richtung Trump sagte er: „Das Schutzversprechen der NATO gilt uneingeschränkt: Alle für einen. Einer für alle.“ Carsten Schmiester erläutert, wie die Bundeswehr künftig unabhängig von einer schwierigen Haushaltlage zuverlässig finanziert werden kann. Fragen, Kritik und Feedback gerne an streitkraefte@ndr.de Wolfgang Ischinger: „Das ist Gift für die Allianz“ https://www.ndr.de/audio1571628.html Debatte über Sondervermögen der Bundeswehr https://www.tagesschau.de/bundeswehr-sondervermoegen-116.html Umfrage PwC: “Die Deutschen wollen verteidigungsfähiger werden” https://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2024/die-deutschen-wollen-verteidigungsfaehiger-werden.html „Der Krieg ist zu einem Stellungskrieg geworden“ https://www.tagesschau.de/ukraine-militaerspitze-romanenko-100.html Podcast-Tipp: Putins Geisel: Der Fall Gershkovich https://1.ard.de/11KM-tagesschau-podcast
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Feb 6, 2024 • 43min

Machtkampf in der Ukraine (Tag 713 mit Hans-Lothar Domröse)

Präsident Selenskyj sucht zwei Jahre nach dem russischen Einmarsch neues Führungspersonal. „Sicherlich ist ein Reset, ein Neuanfang notwendig“, sagte er in einem italienischen Fernseh-Interview. Armeechef Saluschnyj steht weiter in der Kritik. Ein Fehler bei der Gegenoffensive sei es gewesen, die russischen Truppen an der stärksten und nicht an der schwächsten Stelle anzugreifen. So analysiert es der ehemalige Viersterne-General Hans-Lothar Domröse im Gespräch mit Carsten Schmiester. Alle negativen Faktoren seien derzeit auf der Seite der Ukraine. Auch der Westen habe Fehler gemacht mit den verzögerten Waffenlieferungen. „Too little, too late“, so Domröse. Und deshalb stelle sich die Frage, ob der Westen noch ein, zwei Jahre durchhält mit der Unterstützung für die Ukraine. Die NATO sieht er gestärkt durch den Konflikt. Jetzt gehe es darum, die Bevölkerung und die Bundeswehr auf eine weitere Eskalation vorzubereiten. Interview Hans-Lothar Domröse http://www.ndr.de/audio1566510.html Warten auf Munition – Reportage von Rebecca Barth https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-munition-nachschub-100.html Podcast-Tipp: Amerika, wir müssen reden! https://1.ard.de/Amerika_wir_muessen_reden

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