Meine schwerste Entscheidung

Julia Emmrich, Jochen Gaugele
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Mar 26, 2026 • 42min

#37 Burkhard Jung über die Ostdeutschen, die Misere der SPD und sein Yoga-Geheimnis

Die Gründe für den bundesweiten Niedergang seiner Partei sieht der 68-Jährige sehr klar: Die SPD habe die Bindung an ihre klassischen Milieus verloren – und viele ihrer Themen an CDU und Grüne. Und: „Vielleicht fehlen die Willy Brandts und Helmut Schmidts.“ Persönlichkeiten, die für die Menschen glaubwürdig seien.Jung ging 1991 in den Osten, als viele andere gerade in den Westen gingen: Als junger Lehrer verließ er seine westfälische Heimatstadt Siegen und machte Karriere in Sachsen. Erst als Pädagoge, dann als Politiker. Seit 20 Jahren ist Jung jetzt Oberbürgermeister von Leipzig und aktuell wieder Präsident des Deutschen Städtetags.Die Entscheidung für den Osten hat sein ganzes Leben verändert – aber auch das seiner Familie: Seine Frau tat sich damals schwer, seine zehnjährige Tochter protestierte heftig, sein sechsjähriger Sohn erklärte ihm: „Nur, dass du es weißt: Wenn du Bundeskanzler in Berlin wirst, komme ich nicht mit.“ Die Familie ging trotzdem.Nach sieben Jahren wechselt er von der Schule in die Politik. Auf die Frage, ob ihn die Politik verändert hat, ist Jung sehr ehrlich – verrät aber auch, was ihm hilft, wenn alles mal zu viel wird.Heute, mehr als 35 Jahre nach der Wende, will Jung nicht begreifen, warum es immer noch einen Unterschied macht, wo jemand herkommt: „Ich finde es völlig irre, dass wir hier immer noch einen Konflikt zwischen Ost- und Westdeutschland aufrechterhalten.“Man werde damit dem eigentlichen Thema nicht gerecht, findet Jung. „Wir müssen über die Machtverhältnisse, die Besitzverhältnisse und die Transformationserfahrungen reden.“ Auch die hohe Zustimmung zur AfD habe etwas mit der ökonomischen Situation zu tun – und mit der Sehnsucht nach Halt, Orientierung und Heimatgefühl. „Die Menschen sehnen sich nach dem Modelleisenbahn-Deutschland.“Schreiben Sie uns:meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Burkhard Jung: InstagramFacebookInfos der Stadt LeipzigMehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Mar 12, 2026 • 58min

#36 Philipp "Galthasar" Türmer über die Wehrpflicht, seinen IQ und Kevin Kühnert

Philipp Gangolf Balthasar Türmer ist gerade 30 Jahre alt geworden, seit 2023 ist der bekennende Marxist Juso-Vorsitzender. Über sein Privatleben war bislang wenig bekannt – höchste Zeit also, mal nachzufragen: Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt der Jungsozialist, wie es ist, mit zwei Juristen als Eltern aufzuwachsen, die ihn auf eine Hochbegabtenschule schicken, zu Hause das Streiten beibringen – aber auch eine folgenschwere Entscheidung getroffen haben: Warum nennt man sein Kind Gangolf Balthasar – und wie lebt man mit so einem Namen? Türmer erzählt im Podcast aber auch von seiner Freundin und sagt, wofür er sich entscheiden würde, wenn es darum ginge, Spitzenpolitik zu machen oder Kinder großzuziehen. Und dann ist da noch seine Partei, die schwindsüchtige SPD, die ihn manchmal dazu bringt, unter der kalten Dusche laut zu schreien.Seine schwerste Entscheidung fiel im Sommer 2025. Er sei kein Pazifist, sagt Türmer. Die Demokratie müsse im Notfall auch mit Waffen verteidigt werden. Im Ringen mit SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius um die Einführung eines neuen Wehrdienstes in Deutschland ging es dem Juso-Chef jedoch ums Prinzip: Es darf, findet er, keinen Automatismus für die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht geben. Türmer gegen Pistorius – es ging 1:0 aus.meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Philipp Türmer: InstagramJusosMehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Feb 26, 2026 • 54min

#35 Boris Rhein über die AFD, antiautoritäre Erziehung und Techno

Boris Rhein regiert seit 2022 als Ministerpräsident in Hessen, erst mit den Grünen, dann mit der SPD. Und das beides so geräuschlos und pragmatisch, dass sich ein Parteikollege schon mal gewünscht hat: „Mehr Rhein an der Spree“, also mehr von diesem Stil in Berlin, bitte. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Theresa Martus berichtet der CDU-Politiker, wie schon heute im Kreis der Länderchefs das hypothetische Szenario einer AfD-Landesregierung durchdacht wird und welche Folgen das für die Zusammenarbeit der Länder hätte. Und er erklärt, welche Schlüsse er für den Umgang mit der AfD aus dem gescheiterten zweiten NPD-Verbotsverfahren zieht. Hessen war 2012 das einzige Bundesland, das nicht für einen neuen Anlauf für ein Verbot stimmte. Der damalige Innenminister hieß: Boris Rhein. Außerdem erzählt der 54-Jährige, wie er zuhause das politische Denken und Diskutieren lernte – von seinem Vater, der als linker Sozialdemokrat erst in Frankfurt die integrierte Gesamtschule und den antiautoritären Kindergarten vorantrieb und später dann zur CDU wechselte.Und Rhein stellt klar: Berlin hat zwar viele Clubs – aber die eigentliche Heimat des Techno in Deutschland ist Frankfurt am Main.meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Boris Rhein:InstagramBundesratMehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Feb 12, 2026 • 55min

#34 Karsten Wildberger über den Anruf von Friedrich Merz, Digital Detox und Heavy Metal

Karsten Wildberger hatte nicht viel Zeit für die Entscheidung, damals, im Mai 2025. „Ich saß im Wohnzimmer und hab‘ was gelesen“, erzählt Wildberger, „und da kam eine Nachricht, ob ich in einer halben Stunde mal telefonieren könnte. Ich konnte die Nummer nicht zuordnen.“ Es war Friedrich Merz, und er hatte einen Job im Angebot: Minister in seinem Kabinett, als Chef des neuen Digitalministeriums. Merz gab Wildberger eine Nacht, um darüber zu schlafen. Das reichte dem Bauchmenschen Wildberger: „Ich hatte ein gutes Gefühl.“ Er sagte zu – obwohl es auch Stimmen in seinem Umfeld gab, die ihm abrieten. Die Sorge: Er könnte sich aufreiben.Heute verdient Wildberger deutlich weniger als zu seiner Zeit als Manager bei der MediaMarkt/Saturn-Kette. Dafür sind seine Tage länger – und auch das Stresslevel ist höher. „Abschalten gelingt mir noch nicht so gut“, bekennt der 56-Jährige. Deutschland zu digitalisieren – das sei „schon eine gewaltige Aufgabe“.Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt der Physiker, wie es ist, aus dem Nichts ein Ministerium zu gründen, mit Tassen vom Flohmarkt und einem provisorischen Zuhause. Er beschreibt, wie digital sein Alltag ist und in welchen Fällen er KI nutzt und wann er Briefe auf Papier schreibt. Und warum es bei ihm manchmal Heavy Metal sein muss.meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Karsten Wildberger:InstagramBundestagsinfosMehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Jan 29, 2026 • 57min

#33 Katharina Dröge über den Showdown mit Friedrich Merz - und ihre Sünden im Kölner Karneval

Sie kann beides: Richtig hart verhandeln – und richtig hart feiern. Katharina Dröge ist eine der wichtigsten Gegenspielerinnen von Kanzler Friedrich Merz und eine leidenschaftliche Karnevalistin. Und das, obwohl die Grünen-Fraktionschefin gar keine echte Rheinländerin ist, sondern aus dem Münsterland kommt. Schlagartig berühmt wurde Dröge, als sie sich nach der Bundestagswahl in einer flammenden Rede den damaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz vorknöpfte. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt die Volkswirtin, wie der CDU-Chef in jenen Tagen versuchte, die Grünen ins Boot zu holen, um das gigantische Schuldenpaket zu beschließen. Es ist ein Politkrimi: Es geht um den berühmten Mailbox-Anruf von Merz, um schlechtes Timing und alte Rechnungen und den Moment, als Dröge auf einmal Alexander Dobrindt retten musste.Dass Dröge hart kämpfen kann, wenn sie will, musste auch schon ein anderer alter Politikprofi erleben: Bei der Bundestagswahl gewann Dröge ihren Kölner Wahlkreis knapp vor SPD-Mann Rolf Mützenich. Aber eigentlich kein Wunder: Dröge und Köln – das funktioniert. Ihre Karnevalsgesellschaft heißt „Schnüsse Tring 1901 eV.“, und auf die Frage, wie man das vom Kölsch ins Hochdeutsche übersetzt, antwortet Dröge wie aus der Pistole geschossen: „Tring steht für Katharina und Schnüsse heißt eigentlich große Klappe“. Passt. meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Katharina Dröge:InstagramX (Twitter)BundestagsinfosMehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Jan 27, 2026 • 7min

#33 Vorschau: Katharina Dröge über den Showdown mit Friedrich Merz - und ihre Sünden im Kölner Karneval

Katharina Dröge kann hart verhandeln und hart feiern. Die grüne Gegenspielerin von Friedrich Merz liebt Karneval.   Sie kann beides: Richtig hart verhandeln – und richtig hart feiern. Katharina Dröge ist eine der wichtigsten Gegenspielerinnen von Kanzler Friedrich Merz und eine leidenschaftliche Karnevalistin. Und das, obwohl die Grünen-Fraktionschefin gar keine echte Rheinländerin ist, sondern aus dem Münsterland kommt. Schlagartig berühmt wurde Dröge, als sie sich nach der Bundestagswahl in einer flammenden Rede den damaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz vorknöpfte. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele erzählt die Volkswirtin, wie der CDU-Chef in jenen Tagen versuchte, die Grünen ins Boot zu holen, um das gigantische Schuldenpaket zu beschließen. Es ist ein Politkrimi: Es geht um den berühmten Mailbox-Anruf von Merz, um schlechtes Timing und alte Rechnungen und den Moment, als Dröge auf einmal Alexander Dobrindt retten musste.Dass Dröge hart kämpfen kann, wenn sie will, musste auch schon ein anderer alter Politikprofi erleben: Bei der Bundestagswahl gewann Dröge ihren Kölner Wahlkreis knapp vor SPD-Mann Rolf Mützenich. Aber eigentlich kein Wunder: Dröge und Köln – das funktioniert. Ihre Karnevalsgesellschaft heißt „Schnüsse Tring 1901 eV.“, und auf die Frage, wie man das vom Kölsch ins Hochdeutsche übersetzt, antwortet Dröge wie aus der Pistole geschossen: „Tring steht für Katharina und Schnüsse heißt eigentlich große Klappe“. Passt. meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Katharina Dröge:InstagramX (Twitter)BundestagsinfosMehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Jan 15, 2026 • 54min

#32 Dietmar Bartsch über das Vermögen der SED und seine Zeit in Moskau

Als der Ostblock zerfällt, ist Dietmar Bartsch gerade in Moskau und promoviert an einer Kaderschmiede der KPdSU. Er geht zurück nach Deutschland und trifft eine Entscheidung, von der ihm Freunde dringend abraten: 1991 wird Bartsch Schatzmeister der der SED-Nachfolgepartei PDS, die in den Wirren der Nachwendezeit um ihr Überleben und ihr Vermögen kämpft.Im Gespräch mit Jochen Gaugele und Theresa Martus erzählt Bartsch, was aus dem Milliardenvermögen der SED wurde. Er berichtet von Versuchen der Partei, Geld ins Ausland zu schaffen und Durchsuchungen im Karl-Liebknecht-Haus und seiner Wohnung. Und Bartsch verrät, warum der damalige Parteichef Gregor Gysi einen Brief an ihn schrieb, den er nach Lektüre vernichten sollte.Für Bartsch ist diese Zeit der Beginn einer langen politischen Karriere in der Bundesrepublik: Aus der PDS wird später die Linke, und aus dem Schatzmeister Bartsch wird ein Bundesgeschäftsführer, ein Spitzenkandidat, ein Fraktionschef im Bundestag. Im Podcast erinnert Bartsch sich auch daran, wie ihn seine Zeit in Moskau geprägt hat – und sagt, wie er heute auf Putins Russland blickt.meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Dietmar Bartsch:InstagramX (Twitter)BundestagsinfosMehr zu Theresa Martus:X (Twitter)AutorinnenprofilMehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Jan 13, 2026 • 6min

#32 Vorschau: Dietmar Bartsch über das Vermögen der SED und seine Zeit in Moskau

Als der Ostblock zerfällt, ist Dietmar Bartsch gerade in Moskau und promoviert an einer Kaderschmiede der KPdSU. Er geht zurück nach Deutschland und trifft eine Entscheidung, von der ihm Freunde dringend abraten: 1991 wird Bartsch Schatzmeister der der SED-Nachfolgepartei PDS, die in den Wirren der Nachwendezeit um ihr Überleben und ihr Vermögen kämpft.Im Gespräch mit Jochen Gaugele und Theresa Martus erzählt Bartsch, was aus dem Milliardenvermögen der SED wurde. Er berichtet von Versuchen der Partei, Geld ins Ausland zu schaffen und Durchsuchungen im Karl-Liebknecht-Haus und seiner Wohnung. Und Bartsch verrät, warum der damalige Parteichef Gregor Gysi einen Brief an ihn schrieb, den er nach Lektüre vernichten sollte.Für Bartsch ist diese Zeit der Beginn einer langen politischen Karriere in der Bundesrepublik: Aus der PDS wird später die Linke, und aus dem Schatzmeister Bartsch wird ein Bundesgeschäftsführer, ein Spitzenkandidat, ein Fraktionschef im Bundestag. Im Podcast erinnert Bartsch sich auch daran, wie ihn seine Zeit in Moskau geprägt hat – und sagt, wie er heute auf Putins Russland blickt.meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Dietmar Bartsch: InstagramX (Twitter)BundestagsinfosMehr zu Theresa Martus:X (Twitter)AutorinnenprofilMehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Jan 1, 2026 • 52min

#31 Boris Palmer über sein Ende bei den Grünen und den Rat seines Therapeuten

Boris Palmer ist der wohl bekannteste Oberbürgermeister Deutschlands. Er nimmt kein Blatt vor den Mund - und von politisch allzu korrekter Sprache hält er schon gar nichts. Das ist ihm schon öfter zum Verhängnis geworden – vor allem bei den Grünen, die besonderen Wert darauf legen, wie man Dinge sagt. Seine Kritiker starteten ein Parteiausschlussverfahren, wenig später verließ er die Grünen. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele blickt der 53-Jährige nun zurück und sagt, was passieren müsste, damit er wieder eintritt: Seine Meinung zu Identitätspolitik müsse toleriert werden. Die Chance? Verschwindend gering. Das weiß Palmer – und tröstet sich mit den Vorteilen, die er als Parteiloser hat: Seit er nicht mehr Mitglied sei, könne er sich viel freier ausdrücken, „ohne dass ständig jemand über mich herfällt“. Er bleibe auch dabei, etwa das N-Wort weiter zu verwenden. „Ich finde es problematisch, dass wir dieses Benutzen einzelner Worte moralisieren. Das macht Leute kirre, das treibt sie zur AfD, das macht sie wütend.“ Es gebe keinen Grund, einzelne Wörter zu tilgen.Palmer spricht aber auch über die Wochen und Monate nach dem Austritt – und seinen Versuch, mit Hilfe eines Coachs die eigenen Impulse besser zu kontrollieren. Impulse, die er schon von seinem Vater kannte – einem schwäbischen Freiheitskämpfer in eigener Sache.meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 
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Dec 30, 2025 • 11min

#31 Vorschau: Boris Palmer über sein Ende bei den Grünen und den Rat seines Therapeuten

Boris Palmer ist der wohl bekannteste Oberbürgermeister Deutschlands. Er nimmt kein Blatt vor den Mund - und von politisch allzu korrekter Sprache hält er schon gar nichts. Das ist ihm schon öfter zum Verhängnis geworden – vor allem bei den Grünen, die besonderen Wert darauf legen, wie man Dinge sagt. Seine Kritiker starteten ein Parteiausschlussverfahren, wenig später verließ er die Grünen. Im Gespräch mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele blickt der 53-Jährige nun zurück und sagt, was passieren müsste, damit er wieder eintritt: Seine Meinung zu Identitätspolitik müsse toleriert werden. Die Chance? Verschwindend gering. Das weiß Palmer – und tröstet sich mit den Vorteilen, die er als Parteiloser hat: Seit er nicht mehr Mitglied sei, könne er sich viel freier ausdrücken, „ohne dass ständig jemand über mich herfällt“. Er bleibe auch dabei, etwa das N-Wort weiter zu verwenden. „Ich finde es problematisch, dass wir dieses Benutzen einzelner Worte moralisieren. Das macht Leute kirre, das treibt sie zur AfD, das macht sie wütend.“ Es gebe keinen Grund, einzelne Wörter zu tilgen.Palmer spricht aber auch über die Wochen und Monate nach dem Austritt – und seinen Versuch, mit Hilfe eines Coachs die eigenen Impulse besser zu kontrollieren. Impulse, die er schon von seinem Vater kannte – einem schwäbischen Freiheitskämpfer in eigener Sache.meineschwersteentscheidung@funkemedien.de Mehr zu Dr. Julia Emmrich:LinkedIn X (Twitter) Mehr zu Jochen Gaugele:LinkedInX (Twitter)Hier geht es zu Spotify, Apple und auf die Seite der Berliner Morgenpost.Produktion: Simon Eichinger, Alexandra SchallerCopyright-Vermerk: FUNKE Foto ServicesEin Podcast der FUNKE Mediengruppe. 

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